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Autor: Marius

Buchcover selbst erstellen – Auf was sollte man achten?

Buchcover selbst erstellen – Auf was sollte man achten?

Ein ansprechendes Buchcover ist wichtig. Häufig wird ein Roman nach den Äußerlichkeiten bewertet. Überzeugt das Romancover nicht auf den ersten Blick oder wirkt es im schlimmsten Fall sogar amateurhaft, wird das Buch trotz guten Inhalts nicht gekauft. Deshalb solltest Du einige Zeit in das Cover des Romans investieren und mehrere Entwürfe erstellen. Doch wie sieht das perfekte Buchcover eigentlich aus? Eine solche Bewertung ist recht subjektiv, doch es gibt gewisse Orientierungspunkt für ein gutes Cover.

Buchcover Herr der Ringe
Der gleiche Roman. Welches Cover spricht die Leser mehr an?

Dieser Beitrag richtet sich vor allem an alle Anfänger, welche ihr erstes Buchcover selber stellen wollen. Er informiert über Grundlagen und soll dazu helfen Fehler bei der Covergestaltung zu vermeiden. Wenn Du dich entschieden hast, dein Romancover selbst zu gestalten, ist es nur wichtig, dass Du ein Bildbearbeitungsprogramm beherrscht. Dazu gehören im Idealfall Adobe Photoshop oder InDesign. Doch auch mit dem kostenlosen Programm GIMP kann man ein ansprechendes Cover erstellen. Solltest Du noch keine Erfahrungen mit Bildbearbeitung haben, raten wir davon ab, ein Buchcover selber zu erstellen. Hier besteht die Gefahr, dass deine Gestaltung am Ende auf den Betrachter laienhaft wirkt und sich dies negativ auf deine Buchverkäufe auswirkt.

Elemente eines Buchcovers

Ein Romancover besteht aus einer überschaubaren Anzahl von Elementen. Hierzu gehören auf der Vorderseite eines oder mehrere Bildelemente, den Name, der Romantitel, ein möglicher Untertitel und der Verlag. Diese Elemente muss man besonders „ansprechend arrangieren“ um den Leser für seinen Roman zu gewinnen. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan, doch auch hier gibt es einige sinnvolle Orientierungsregeln. Dazu muss natürlich auch die Rückseite des Buches entsprechend gestaltet werden, wo man im Regelfall eine kurze Inhaltsbeschreibung und die ISBN findet.

Das Bildelement

Eins oder mehrere Bildelemente dürften das zentrale Element eines jedes Cover sein. Im Regelfall empfiehlt es sich besonders für Anfänger, sich mit einem Bildelement zu begnügen. Das Überladen eines Romancovers mit zu vielen graphischen Elementen gilt als klassischer Anfängerfehler. Doch welches Motiv sollte man wählen. Im Idealfall erkennt man anhand des Covers bereits das Genre des Romans. Wenn also dein Horrorroman von außen wie ein Kinderbuch wirkt, hast Du definitiv etwas falsch gemacht. Weiterhin sollte das Bild etwas jedoch nicht zuviel von deinem Roman verraten und den Leser neugierig machen. Dies ist sicherlich nicht ganz einfach. Hier ist deine Kreativität gefragt.

Suchst Du noch nach einem passenden Bild für dein Buchcover? Hier gibt es im Internet mittlerweile eine große Auswahl an Bildmaterial, um dein Romancover ansprechend zu gestalten. Beliebte Seiten mit großer Vielfalt an guten Fotos sind zum Beispiel Photocase und iStock. Hier erwirbt man im Regelfall ein Bild für eine einmalige Gebühr und kann es dann für seinen Roman nutzen. Lies Dir jedoch dafür in jedem Fall die AGB des Bildportals durch.

Die Schrift und die Farben des Covers

Beim Titel, einem möglichen Untertitel, deinen Autorennamen und dem Verlag sollest Du nach Möglichkeit keine ausgefallenen Schriftenarten wählen und auch nicht verschiedene Fonts mischen. Wichtig ist, dass die Schrift auf dem Buchcover ausreichend groß ist, so dass man Titel, Autor und Verlag gut lesen kann. Dies muss auch noch gewährleistet sein, wenn das Romancover verkleinert ist. Denke daran, dass man deinen Roman zum Beispiel in einem Online Shop häufig nur in einer Vorschauansicht sehen kann. Hier muss noch alles deutlich lesbar sein, ohne dass der potentielle Leser das Cover vergrößern muss. Bei der Kombination der Elemente empfiehlt sich eine klassische Anordnung, welche sich bereits häufiger bewährt hat. Oben auf dem Buchcover stehen Autor und Titel, während man unten den Verlag findet. Zwei Beispiele für eine solche Anordnung siehst Du bei den Buchcovern zum Herrn der Ringe.

Experten empfehlen, dass man auf dem Buchcover nicht mehr als 2 bis 3 Farben verwenden sollte. Dazu sind deutliche Kontraste bei den Farben wichtig. Die gleichen Farben nutzt man im Regelfall auch auf der Rückseite des Buches. Weiterhin ist es sinnvoll, wenn Du auf zu viele Weißelemente auf deinem Buch verzichtest. Heute werden sehr viele Bücher über das Internet verkauft und bestellt. Ein weißes Cover wirkt dann auf einem weißen Hintergrund eines Online Shops eher unvorteilhaft. Bedenke bei deiner Gesamtgestaltung des Buchcovers auch noch weitere Punkt. Soll dein Roman vielleicht ein Mehrteiler werden? Dann macht es Sinn, bereits jetzt ein unverkennbares Design für deine späteren Bücher zu erstellen.

Format

Wenn Du dein Buchcover erstellst, ist es ebenso wichtig an das richtige Format zu denken. Im Regelfall nimmt man das Oktav oder Taschenbuchformat (1,5:1) (3000: 2000 px). Ein weiter verbreitetes Format ist der sogenannte goldene Schnitt (1,62:1 px). Dies ist eher ein Format für Fach- und Sachbücher. Anbieter wie Amazon (2500:1536 px) und Apple iBooks (2040:1563 px) verlangen wiederum eigene Formate für das Buchcover Hier ist es sinnvoll, wenn Du dich im Vorfeld informierst, wenn Du bei einem speziellen Anbieter veröffentlichen möchtest. Das Standardformt für die meisten Cover ist Oktav (1,5:1)

Buchcover selbst erstellen und einfach gestalten

Wer sein erstes Romancover selbst erstellt, wird in verschiedenen Phasen der Gestaltungen immer wieder mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Dies könnte vor allem dann der Fall sein, wenn man ein möglichst ansprechendes und ausgefallenes Buchcover designen möchte. Dies muss nicht zwangsläufig sein. Häufig reicht eher ein schlichtes Cover, welches jedoch den Inhalt deines Romans auf den Punkt bringt.

Schlichte Cover mit einem Bildelement - Es muss nicht immer ausgefallen sein.
Schlichte Cover mit einem Bildelement – Es muss nicht immer ausgefallen sein.

Schaut man sich als Beispiel die beiden Cover zu den Werken von Franz Kafka und Louis de Berniéres an, sieht man sehr schön, dass der Verlag in beiden Fällen mit einem Bildelement den Kern des Romans getroffen hat. Ähnliches gilt für den Herrn der Ringe mit dem goldenen Ring als einziges Motiv. Diese Buchcover sind nicht spektakulär und haben sicherlich auch keinen Preis gewonnen, doch sie dürften potentielle Leser ansprechen und überzeugen. Bevor Du dich in wilde Designexperimente stürzt, sollte zumindest ein Coverentwurf eher schlichter gestaltet sein.

Wenn Du alle deine Entwürfe fertig hast, kommt die Zeit deine Romancover Freunden, Bekannten und der Familie zu präsentieren. Bitte die Betrachtet um ein ehrliches Feedback. Deine Fragen könnten hier sein: Welchen Genre wurdest Du mein Buchcover zuordnen? Welche Handlung erwartetest Du im Roman, wenn Du das Cover betrachtest. Sollten die Antworten nicht wie gewünscht ausfallen, bleibt häufig nichts weiter übrig, als ein neues Buchcover zu gestalten oder das Design einer anderen Person zu überlassen.

Rechtliche Fragen von Autoren – Ratschläge vom Fachanwalt

Rechtliche Fragen von Autoren – Ratschläge vom Fachanwalt

Während des Schreibens an einem Roman entstehen für Autoren immer wieder rechtliche Fragen. Darf ich eigentlich aus einem anderen Buch zitieren? Was muss ich bei der Titelwahl beachten? Oder wie weit ist es erlaubt, autobiographische Inhalte in einem Buch zu verarbeiten? Prof. Dr. Christian Russ von der Kanzlei Fuhrmann Wallenfels aus Wiesbaden beantwortet einige zentrale Fragen, die sich Autoren beim Schreiben ihres Buches immer wieder stellen. Er ist Rechtsanwalt für Medienrecht und ist in diesem Bereich Lehrbeauftragter an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und der Rhein-Main-Universität in Wiesbaden.

Prof. Dr. Christian Russ (Bildquelle: © fotostudio9. by marco stirn)

Ein-Buch-schreiben.com: Autoren zitieren immer gerne aus anderen Büchern oder geben ganze Passagen von Songtexten wieder, um zum Beispiel die Stimmung der Hauptperson wiederzugeben. Doch wie weit darf man in einem Roman zitieren, ohne Urheberrechte zu verletzen? Ein ähnliches Problem dürfte sich bei der Titelwahl für ein Buch ergeben. Darf ich als Autor einen bereits existierenden Buchtitel wählen? Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich dazu, wenn ein weiteres Buch mit „meinem“ Titel auf dem Markt erscheint?

Christian Russ: Bei der Thematik „Zitat“ (§ 51 UrhG) muss man folgendes beachten: Das Urheberrecht unterscheidet zunächst einmal zwei Arten von Zitaten. Beim „Großzitat“ wird ein komplettes Werk in einem Buch „zitiert“. Typische Fälle sind der Abdruck eines Fotos, eines Gemäldes, eines Gedichts oder – wie in Ihrem Beispiel – der Abdruck eines Songtexts. Das ist nur dann zulässig, wenn der Abdruck der wissenschaftlichen Auseinandersetzung dient und hierfür das zitierte Werk als Beleg für die eigenen Ausführungen abgedruckt wird. Dagegen geht es beim „Kleinzitat“ nur um Ausschnitte („einzelne Stellen“) eines bereits anderweitig veröffentlichten Werkes, die nun in einem selbständigen Sprachwerk (Roman, Essay, Gedicht oder Rede) zitiert werden. Hier geht es meist um die Frage des zulässigen Umfangs solcher „Stellen“. Dazu werden öfter Faustregeln von zwei bis drei Sätzen oder einigen Zeilen genannt. Da der mögliche Umfang eines Zitats aber von Fall zu Fall variieren kann, sind solche Faustregeln nur ungefähre Anhaltspunkte. Bei allen Zitaten gilt, dass der Urheber in üblicher Weise benannt werden muss, also direkt am zitierten Text, mit einer Fußnote oder an anderer Stelle im Buch.

Für den Titelschutz (§ 5 Abs. 3 MarkenG) gelten folgende Richtlinien: Zunächst ist immer erst zu klären, ob es sich um einen originellen („kennzeichnenden“) oder nur um einen inhaltsbeschreibenden Titel handelt. Denn Titelschutz besteht nur für einen kennzeichnenden Titel, der das eine Werk von allen anderen unterscheidbar macht: Der Titel „Diabolus“ ist daher geschützt, der Titel „Lehre der Betriebswirtschaft“ ist nur inhaltsbeschreibend und frei. Im belletristischen Bereich haben wir es meist mit schutzfähigen Titeln zu tun. Aus diesem Grund muss immer recherchiert werden, ob es den gewünschten Titel schon so oder so ähnlich gibt, damit man sich nicht Unterlassungs- oder Schadensersatzansprüchen ausgesetzt sieht. Das Titelrecht steht immer demjenigen zu, der den Titel im geschäftlichen Verkehr auf eigene Rechnung verwendet, bei Selfpublishern also regelmäßig dem Autor. Stellt ein Autor fest, dass ein anderes Buch nach dem eigenen unter einem verwechslungsfähigen Titel erschienen ist, so können über einen Anwalt Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche durchgesetzt werden.

Ein-Buch-schreiben.com: Viele Autoren verarbeiten ihre Erlebnisse in einem Roman. Hierzu gehören zum Beispiel schlechte Erfahrungen mit dem früheren Partner oder eine schwere Kindheit im Elternhaus. Hier kann ein Roman schnell zur Abrechnung mit der Vergangenheit werden. Natürlich müssen die autobiographischen Inhalte nicht immer negativer Natur sein. So könnte man die Liebesgeschichte eines Sommers verarbeiten. Doch wie weit darf man bei autobiographischen Inhalten gehen und wann werden Persönlichkeitsrechte verletzt? Spielt es eine Rolle, ob man negative oder positive Erlebnisse verarbeitet?

Christian Russ: Damit sprechen Sie eine so allgemein nur sehr schwer zu beantwortende Frage an. Denn jeder Fall liegt hier anders – und es kommt immer auf den Einzelfall an. Generell ist Vorsicht geboten, wenn nicht nur die beschriebene Person, sondern auch deren näheres Umfeld die Bezugnahme erkennen kann. Denn dann besteht die Gefahr, dass diese Personen die beschriebenen Geschehnisse insgesamt für bare Münze halten und nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können. Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll, tatsächliche Geschehnisse nur so darzustellen, dass die betreffenden Personen auch für „Insider“ nicht eindeutig erkennbar sind. Wen es interessiert: Das Bundesverfassungsgericht hat die Grundsätze zu dieser Thematik anhand des Buches „Esra“ von Maxim Biller festgeschrieben, wie man in diesem Urteil nachlesen kann.

Ein-Buch-schreiben.com: Während des Schreibens an einem Buch entstehen für Autoren immer wieder rechtliche Fragen. Dies dürfte besonders für Selfpublisher gelten, welche bei der Veröffentlichung eines Buches auf sich allein angewiesen sind. Viele Autoren scheuen vor allem aus Kostengründen, rechtlichen Rat bei einem Fachmann für Medien- und Urheberrecht einzuholen. Doch wie laufen Erstkontakt und eine Beratung mit einem Fachanwalt ab? Wie kann man bei einzelnen Zweifelsfragen vorgehen?

Christian Russ: Meist wird man zunächst telefonisch kontaktiert. Wenn es ganz einfache Fragen sind („Was muss ich tun, damit mein Werk urheberrechtlich geschützt ist…?“), beantworte ich die auch mal schnell am Telefon. Wenn es kompliziert wird, lasse ich mir Unterlagen schicken. Der Kontakt läuft meist per Mail, zu persönlichen Gesprächen kommt es nur in sehr komplexen Sachen. Die Abrechnung der Anwälte erfolgt im Regelfall nach einem anwaltlichen Gebührengesetz (RVG). Da es in Urhebersachen schwierig ist, einen Streitwert festzusetzen, vereinbare ich mit meinen Mandanten in diesen Fällen einen Stundensatz und rechne nach tatsächlichem Aufwand ab. Wenn es um Beratungsmandate geht, bleibt die Rechnung auch meist im mittleren dreistelligen Bereich. Wem das zu teuer ist, der kann Mitglied bei einem schriftstellerischen Verband – etwa dem DJV oder dem Selfpublisher-Verband – werden und die dortigen Rechtsauskünfte in Anspruch nehmen. Dem Rechtsrat aus dem Bereich „Family, Internet & Friends“ stehe ich dagegen eher skeptisch gegenüber.

Fazit

Prof. Dr. Christian Russ von der Kanzlei Fuhrmann Wallenfels aus Wiesbaden gab in dem Interview Orientierung bei einigen wichtigen Fragen für Autoren. Beim Zitieren muss man zwischen einem „Großzitat“ und „Kleinzitat“ unterscheiden. In einem Roman, der nicht der wissenschaftlichen Auseinandersetzung dient, ist ein „Kleinzitat“ von zwei bis drei Sätzen oder Zeilen zulässig. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine grobe Faustregel. Zitiert ein Autor in seinem Buch aus einem anderen Werk, muss immer der Urheber genannt werden. Im belletristischen Bereich haben wir es mit originellen und so schutzfähigen Titeln zu tun. Bevor man seinen Roman zum Beispiel als Selfpublisher veröffentlicht, ist eine ausführliche Recherche zum gewählten Buchtitel wichtig. So besteht auch keine Gefahr, dass später Schadensersatzansprüche auf einen zukommen.

Die Frage, wie weit man autobiographische Inhalte in seinem Roman verarbeiten darf, ist laut Prof. Russ schwierig zu beantworten. Es kommt hier immer auf den Einzelfall an. Man sollte in jeden Fall darauf achten, dass die beschriebene Person für das Umfeld nicht erkennbar sind. Eine gewisse Orientierung bei der Frage kann das Grundsatzurteil zum Roman „Esra“ von Maxim Biller bieten. Bei rechtlichen Fragen sollte man keine Berührungsängste haben und einen Fachanwalt für Medien- und Verlagsrecht kontaktieren. In einem ersten Telefongespräche kann man bereits einzelne Fragen klären. Eine Rechnung für Beratungsmandate bleibt häufig im mittleren dreistelligen Bereich.

Eine Buchidee finden – Tipps für Autoren

Eine Buchidee finden – Tipps für Autoren

Am Anfang eines jeden Romans steht die Buchidee. Doch wie findet man eine gute Idee für ein Buch? Man muss grundsätzlich eins sagen: Den meisten Autoren dürfte es nicht an Ideen fehlen, Dir dürfte es genauso gehen. Häufig kommt die Romanidee ganz von alleine und ist für viele Menschen erst der Anlass, mit dem Schreiben zu beginnen. Doch reicht ein Geistesblitz bereits für einen Roman mit 200 oder 300 Seiten? Diese Frage lässt sich recht einfach beantworten. Kannst Du den Handlungsstrang deiner Romanidee grob ausformulieren und zumindest eine DIN-A4-Seite damit füllen. Oder wird es vielleicht noch umfangreicher? Gratulation, dann hast Du offenbar  eine passende Idee für ein Buch gefunden. Solltest Du hingegen deine gute Not haben, deinen Geistesblitz näher auszuformulieren, dann reicht es vielleicht nur für eine Kurzgeschichte.

Inspiration
Oft bringt uns ein Geisblitz eine tolle Buchidee, Bild © by Peter Bast / pixelio.de

Hast Du deine Buchidee gefunden, ist es wichtig, dass sie Dir gefällt und Du voll dahinter stehst. Schreibe auf jeden Fall über ein Thema, welches Dir gefällt. Beim Schreiben von Romanen ist es nie wirklich sinnvoll, aktuellen Trends hinterherzulaufen. Trends können nämlich sehr schnell wieder Geschichte sein. Dazu ist es nicht ratsam zum Beispiel ein Buch über SM zu schreiben, wenn einem das Thema nicht liegt und man nur auf ein erfolgreiches Buch spekuliert.

Inspirationsquellen für eine Buchidee

Doch wie findet man nun eine Romanidee, wenn der Geistesblitz völlig ausbleibt. Es gibt eine ganze Reihe von Inspirationsquellen, um eine passende Idee für sein Buch zu finden. Das erste Werk vieler Autoren hat häufig einen autobiographischen Hintergrund. Dies ist sicherlich ein Weg, eine passende Romanidee zu finden, jedoch nicht die einzige Möglichkeit.

– autobiographische Erlebnisse und Familiengeschichten: Gerade im ersten Roman verarbeiten viele Schriftsteller autobiographische Stoffe. Manche Autoren nutzen auch Familiengeschichten für ihre Buchidee. Mit einem solchen Thema sollte man genügend Material für ein ganzes Buch haben. Bei autographischen Inhalten als Romanstoff besteht jedoch immer die Gefahr, dass man sich rechtlich angreifbar macht. Darfst Du zum Beispiel deine gescheiterte Beziehung  ausführlich in einem Roman verarbeiten, ohne dass dabei Persönlichkeitsrechte verletzt werden? Oder wie verhält es sich, wenn Du über dein näheres Familienumfeld schreibst? Dies sind alles Fragen, welche im Einzelfall nur ein Anwalt für Medien- und Urheberrecht beantworten kann.

– Bücher, Film und Fernsehserien: Eine große und gute Inspirationsquelle für eine Buchidee bilden Romane. Du kannst Dich von der Handlung eines Buches inspirieren lassen. Vielleicht hast Du vor kurzem ein Buch gelesen, welchem Du von Anfang an eine völlig andere Handlung gegeben hättest. Oder eine Nebenhandlung inspiriert Dich und Du könntest darüber ein ganzes Buch schreiben. Es kann auch Sinn machen, einen ganzen Roman in eine andere Zeit zu versetzen. Wie würde Romeo und Julia als SF funktionieren, wenn beide Liebenden zu zwei verfeindeten Rassen gehören. Oder wir verfrachten eine Figur wie Harry Potter mitten ins tiefe Mittelalter an eine strenge  Klosterschule. Wie würde man da wohl auf seine Zauberkräfte reagieren und welche Probleme hätte er als Zauberer. Neben Büchern können Filme und Fernsehserien ebenso eine Buchidee liefern.

In historischen Archiven kann man eine Idee für einen Roman finden, Bild © by MF / pixelio.de
In historischen Archiven kann man eine Idee für einen Roman finden, Bild © by MF / pixelio.de

– Historische Ereignisse, Quellen und Berichte: Interessierst Du Dich für historische Stoffe und Motive? Dann kommt jetzt deine Inspirationsquelle. Zahlreiche Buchideen basieren auf historischen Quellen. Vielleicht interessierst Du Dich besonders für eine Epoche oder eine historische Person. Dies könnte ein Ausgangspunkt für eine Romanidee sein. Auch historische Quellen und Berichte bieten eine ausgezeichnete Grundlage für ein Buch. In faktisch jeder Unibibliothek der Historiker findest Du einen Quellenlesesaal. Dort gibt es zum Beispiel Reiseberichte oder andere Zeitquellen. Ein solcher Lesesaal kann sich als wahre Fundquelle für eine Buchidee entpuppen. Gerade wer einen historischen Roman schreiben möchte, findet hier geeignete Motive für ein Buch. Solltest Du dich für einen historischen Stoff als Buchidee entscheiden, dürftest Du für die Recherche für deinen Roman noch einige Stunden in der Bibliothek verbringen.

– Zeitungsmeldungen und Zeitschriften: Auch in Zeitungen und Zeitschriften kann man eine passende Buchidee finden. Hier kann es sinnvoll sein, Zeitschriftenarchive in einer Bibliothek auf der Suche nach Inspiration durchzuschauen. Es gibt noch immer Bibliotheken, welche ganze Jahrgänge gebundener Tageszeitungen in den Regalen haben. Das Schleppen solcher Bände zum Lesetisch ist nicht nur ein ausgezeichnetes Fitnesstraining, gerade Krimiautoren könnten hier fündig werden und eine Romanidee entdecken. Vielleicht stößt Du ja auf einen 10 Jahre alten Artikel über einen Mordfall, welche Dich inspiriert. Oder Du bist kein Krimiautor, findest aber eine andere spannende Geschichte aus dem wirklichen Leben in einer alten Zeitung oder Zeitschrift. Auch hier solltest Du darauf achten, wie bei einem autobiographischen Roman keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen.

– Klassische Motive und Themen neu verarbeitet: Es ist immer wieder reizvoll, ein klassisches Thema der Literatur völlig neu zu bearbeiten. Die Neuinterpretation von Romeo und Julia war nur ein Beispiel. In der Literatur tauchen immer die gleichen Motive auf und sie werden immer wieder neu bearbeitet. Wie oft wurde schon über unerfüllte Liebe, Bruderstreit, vertauschte Kinder oder Dreiecksbeziehungen geschrieben. Doch immer haben die Autoren diesen Motiven ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Willst Du über nach der Geburt vertauschte Kinder schreiben, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeit, diese Buchidee umzusetzen. Dein Roman kann eine Tragödie oder Komödie werden, je nachdem wie Du den Stoff interpretierst.

Mit diesen Inspirationsquellen sollte eigentlich jeder Autor eine Buchidee finden. Hast Du hingegen noch immer keine Idee, worüber Du schreiben kannst, können auch einzelne Kreativitätstechniken weiterhelfen. Es gibt eine Reihe von Techniken, mit welchem man Ideen für Romane aber auch Kurzgeschichten, Charakternamen oder auch Projekte finden kann.

Die perfekte und einmalige Buchidee gibt es nicht

Der Abschnitt über die Motive deutet es bereits an: Es gibt nur selten völlig neue Romanideen. Es gibt vielmehr eine größere Anzahl von literarischen Themen, welche in verschiedenen Variationen immer wieder neu bearbeitet werden. Am denke nur an „Ein ganzes halbes Jahr“ von Joyo Moyes. Immer wieder konnte man lesen, dass der Roman letztendlich nur eine Kopie des Filmes „Ziemlich beste Freunde“  wäre und Moyes hier einfach eine Liebesgeschichte daraus gemacht hat. Auch wenn Ähnlichkeiten vorhanden sind, greift diese Kritik letztendlich ins Leere. Joyo Moyes hat der Geschichte von Lou und Will eben Ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Wäre der Roman dazu einfach eine freche Kopie, wäre das Buch sicherlich nicht so erfolgreich.

Jeder Autor muss seiner Buchidee seinen ganz individuellen Stempel aufdrücken. Ein gutes Buch lebt von der Umsetzung der Geschichte, dem Schreibstil des Autors und den Figuren. Denn mit einer tollen Buchidee alleine kann man noch keinen Verlagslektor überzeugen.

Zeitmanagement für Autoren – Zeitkiller eliminieren

Zeitmanagement für Autoren – Zeitkiller eliminieren

Im ersten Teil ging es um ein besseres Zeitmanagement für Autoren. Seine Zeit besser einzuplanen, ist nur ein Aspekt eines guten Selbstmanagements. Ebenso wichtig ist es, Zeitkiller zu erkennen und nach Möglichkeit zu eliminieren. Auf diese Weise kannst Du wertvolle Zeit für dein Buch und das Schreiben gewinnen. Es gibt eine Menge von typischen Zeitfressern, welche jeder kennt. Andere Zeitkiller sind wiederum recht individuell und Du wirst diese vielleicht gar nicht in der Auflistung finden.

Zeitkiller
Schon fünf vor zwölf – Wo ist die Zeit geblieben? Bild © by Lupo / pixelio.de

Was nicht im Beitrag behandelt wird, sind offensichtliche Zeitkiller wie Fernsehen, Computer spielen oder in der Kneipe sitzen. Das man auf diese Weise keine Fortschritte bei seinem Buch macht, dürfte klar sein. Hier hapert es einfach an der notwendigen Schreibdisziplin. Im Folgenden geht es um Zeitfresser, welche deinen Schreibprozess behindern können.

Facebook & Co – Der Zeitkiller Nummer 1

Was ist heute für die meisten Menschen der Zeitkiller Nummer 1? Richtig, das Internet und vor allem die Sozialen Medien. Mit Facebook, Twitter und Co. kann man sehr viel Zeit verschwenden. Vielleicht möchtest Du nur noch schnell sehen, was deine Freunde gepostet haben, bevor Du mit dem Schreiben beginnst. Am Ende bleibst Du länger in den Sozialen Medien als geplant. Die Zeit, welche Du für dein Buch eingeplant hast, schwindet dahin. Oder Du bist gerade an deinem Roman dran und es kommt ständig eine Nachricht über WhatsApp, welche Du nach Möglichkeit sofort beantwortest. Selbst eine klassische E-Mail kann schon dafür sorgen, dass Du von deiner Arbeit am Roman abgelenkt wirst.

Wie Du siehst, sind die Sozialen Medien echte Zeitkiller und lenken uns von unserer eigentlichen Arbeit dem Schreiben ab. Zu einem effektiven Zeitmanagement gehört es, solche Zeitfresser zumindest während des Schreibens zu eliminieren. Wenn Du an deinem Buch arbeitest, solltest Du am besten dein E-Mailprogramm und den Browser schließen. Dazu macht es Sinn, dein Smartphone abzuschalten.  So bist Du letztendlich gegen Ablenkungen gefeit und kannst in Ruhe arbeiten.

Perfektionismus ist der perfekte Zeitkiller

Perfektionismus ist ein weiterer bekannter Zeitkiller. Feilst Du zum Beispiel ewig lange an deinen Sätzen, bis diese perfekt sind? Bei der abschließenden Korrektur des Kapitels ändern sich dann doch wieder viele Formulierungen. Oder kann es Dir bei der Recherche nicht genau genug sein? Für deinen historischen Roman bist Du schon am siebten Fachbuch dran, viel Neues erfährst Du dort nicht. Oder Du mistest deine alten Notizen zum Roman aus, dabei schaust Du deine Unterlagen immer und immer wieder durch. Am Ende könnte ja noch etwas im Papierkorb landen, was man braucht.

Diese hier genannten Beispiele sind alles Zeitkiller. Bei einem übersteigerten Perfektionismus hilft auch das beste Zeitmanagement nichts. Von Aristoteles ist ein tolles Zitat für alle Perfektionisten überliefert: „Der Gebildete treibt die Genauigkeit nicht weiter, als es der Natur der Sache entspricht.“ Dies sollst Du nicht als Aufforderung verstehen, unpräzise zu arbeiten. Aber es stellt sich die Frage, wie genau man zum Beispiel bei einem historischen Roman sein muss und kann. Du arbeitest immerhin an einer fiktiven Geschichte und nicht an deiner Promotion in Geschichte. Man könnte es im Zeitmanagement auf folgende Formel bringen: Etwas weniger Perfektionismus ist etwas mehr Zeit für die eigentliche Arbeit an deinem Roman.

Aufschieberitis als Zeitkiller

Du kennst sicherlich die sogenannte Aufschieberitis. Hier schiebt man unangenehme Aufgaben immer wieder hinaus und erledigt stattdessen weniger wichtige Dinge. Der Fachbegriff für dieses Aufschieben von Aufgaben heißt Prokrastination (lateinisch von Aufschub, Vertagung). Auch hier handelt es sich letztendlich um einen Zeitkiller, auch wenn dies nicht so offensichtlich ist. Das Problem entsteht eben dadurch, dass letztendlich notwendige und wichtige Aufgaben liegen bleiben. Du widmest Dich dann vielleicht einer anderen Tätigkeit, welche im schlimmsten Fall Zeitverschwendung ist.

Nehmen wir einmal an, Du bist kein großer Freund vom Korrekturlesen. Diese Tätigkeit ist aber auch monoton und echt anstrengend. Statt Dich dem notwendigen Lektorat deines Romans zu widmen, recherchierst Du lieber noch einmal nach Verlagen für dein Manuskript. Zwar hast Du bereits eine Liste von passenden Buchverlagen für deinen Roman, aber man könnte ja etwas übersehen haben. Letztendlich bringt die Recherche keine neuen Erkenntnisse und die notwendigen Korrekturen wurden nur hinaus geschoben. Ein gutes Zeitmanagement sieht anders aus. Jeder hat so seine Aufgaben, welche er ungern angeht und am liebsten hinausschiebt. Letztendlich müssen diese getan werden, auch wenn dies einfach gesagt ist. Wenn Du größere Probleme mit Aufschieberitis hast: Es gibt im Internet auch Artikel, welche sich speziell mit dem Thema Prokrastination beschäftigen.

Persönliche Zeitkiller

Jeder hat sicherlich seine persönlichen Zeitfresser. Dauert bei Dir das Tippen am Computer zum Beispiel ungewöhnlich lange? Oder Du bist Dir unsicher bei der Kommasetzung und musst immer wieder nachschlagen? Vielleicht kämpfst Du auch mit Word und Formatierungen des Textes dauern bei Dir immer ungewöhnlich lange? Dies alles sind persönliche Zeitkiller. Man kann die Zeitfresser jedoch analysieren und so weit wie möglich eliminieren. Vielleicht lernst Du 10-Finger-Tippen. Es gibt hierzu kostenlose Lernprogramme im Internet. Die Zeit, welche Du hier investierst, zahlt sich später wieder aus. Vielleicht lernst Du nicht wirklich mit 10 Fingern zu Tippen, aber ein wenig schneller dürfte es nach etwas Übung schon gehen.

1-Finger-Tippen - Ein echter Zeitkiller beim Schreiben Bild © by Petra Bork / pixelio.de
1-Finger-Tippen – Ein echter Zeitkiller beim Schreiben Bild © by Petra Bork / pixelio.de

Das Tippen am Computer ist nur ein Beispiel. Jeder kennt seine ganz persönlichen Zeitkiller, diese können durchaus auch etwas skurril sein. Zu einem guten Zeitmanagement gehört es auf jeden Fall, diese Probleme anzugehen. In den meisten Fällen gibt es eine Lösung hierfür, auch wenn man etwas Zeit investieren muss. Auf lange Sicht lohnt es sich.

Zeitfresser eliminieren und Zeit gewinnen

Das Erkennen und Bekämpfen von Zeitkillern kann noch effektiver als eine gute Zeitplanung sein, wie diese im ersten Teil behandelt wurde. Auf diese Weise kannst Du wirklich Zeit für dein Buch gewinnen. Auch hier ist wiederum Disziplin die Grundlage für ein gutes Zeitmanagement. Sei einfach konsequent und schalte dein Smartphone aus, auch wenn Du neugierig auf eingehende Nachrichten bist. Dazu solltest Du bereit sein, deine Gewohnheiten zu ändern. Dies gilt besonders für die Perfektionisten unter den Autoren und für alle Personen mit einem Hang zu Aufschieberitis. Es ist sicherlich nicht immer einfach Zeitkiller zu bekämpfen, doch die Mühe lohnt sich: Am Ende hast Du mehr Zeit für dein Buch.

Zeitmanagement für Autoren – Zeit zum Schreiben finden

Zeitmanagement für Autoren – Zeit zum Schreiben finden

Viele Autoren kennen dieses Problem: Man möchte an seinem Buch schreiben, findet aber nie die Zeit für den Roman. Geht es Dir auch so? Dann liegt es vielleicht an deinem Zeitmanagement. Mit dem richtigen Selbstmanagement kann man täglich ein wenig Zeit für sein Buch und das Schreiben gewinnen. Natürlich steht Dir mit einer durchdachten Zeitplanung nicht plötzlich mehr Zeit am Tag zur Verfügung. Es geht vor allem darum, deine Zeit effektiver zu nutzen. Zeitmanagement basiert auf zwei Säulen: Der besseren Organisation unserer Stunden und dem Vermeiden von Zeitkillern. Dazu ist es wichtig, dass Du Prioritäten setzt und bei deinem Buchprojekt diszipliniert bist, sonst bringt die beste Zeitplanung nichts.

Zeitmanagement
Ideales Zeitmanagement – Ist noch Zeit, Bild © by Rainer Sturm / pixelio.de

Bevor es um die Tipps zum Zeitmanagement geht, möchten wir noch etwas Grundsätzliches zu diesem Thema sagen: Vielleicht hast Du dich bereits mit einer besseren Zeitplanung und dem Selbstmanagement beschäftigt. Im Internet und im Buchhandel findet man eine Vielzahl von Informationen hierzu. Dabei dürften Dir immer wieder die gleichen Methoden wie die ABC-Analyse oder das Eisenhower-Prinzip begegnen. Ebenso beliebt bei den Tipps zum besseren Zeitmanagement sind To-Do-Listen oder ausgeklügelte Zeitpläne. Die hier genannten Methoden wurden vor allem für den Büroalltag erarbeitet. Diese Tipps helfen Autoren, welche in ihrer Freizeit an ihren Roman schreiben, häufig nicht weiter.

Richtiges Zeitmanagement für Autoren

Im ersten Abschnitt geht es um die Frage, wie Du deine Zeit besser nutzen kannst. Hierbei ist es auch wichtig, dass Du kleine Zeitfenster während des Tages sinnvoll nutzt. Hier gilt das alte Sprichwort: Kleinvieh macht auch Mist. Das Ziel sollte es sein, dass Du täglich an deinem Roman schreibst. Regelmäßiges Arbeiten an deinem Werk wird auch der Qualität deines Buches gut tun.

30 Minuten bis 60 Minuten schreiben

Deine Zeit zum Schreiben ist knapp? Doch 30 bis 60 Minuten an Freizeit solltest Du doch jeden Tag haben. Das hoffen wir zumindest. Stelle die gewünscht Zeit z.B. auf einem Wecker oder einer Stoppuhr ein und arbeite diese ganze Zeit über intensiv ohne Pause an deinem Roman. Wenn der Wecker klingt, kannst Du den Stift fallen lassen oder auch gerne weiterschreiben. Hier geht es vor allem darum, dass Du Dir mit dem richtigen Zeitmanagement kleine Zeitinseln schaffst. Selbst wer zeitlich sehr angespannt ist, sollte wirklich jeden Tag 30 bis 60 Minuten zum Schreiben finden.

Diese kleinen Zeiträume kann man auch seiner Familie „verklickern“ und darauf hinweisen, dass man nun für 45 Minuten nicht gestört werden möchte. Schalte in diesem Zeitraum auch dein Handy aus, damit Du hier nicht unterbrochen wirst. Eine Schreibzeit von 30 bis 60 Minuten wird Dir sicherlich etwas kurz erscheinen, doch es geht um das kontinuierliche Arbeiten an deinem Roman. Dazu solltest Du nicht vergessen: Wir fangen mit dem Zeitmanagement für Autoren gerade erst an.

Feste Schreibzeiten

Dieser Tipp zum Selbstmanagement steht in einem engen Zusammenhang mit der vorhergehenden Strategie. Vielleicht gelingt es Dir über diese kurzen Schreibphasen deine ideale Schreibzeit zu finden und daraus regelmäßige Arbeitszeiten zu machen. Dieser Tipp macht besonders Sinn, wenn fehlende Zeit nicht das eigentliche Problem ist, sondern es eher an der Schreibdisziplin hapert. Hast Du grundsätzlich Zeit für deinen Roman, kommst aber irgendwie nie zum Schreiben, weil es doch immer etwas „dazwischen“ kommt? Dann stimmte etwas mit deinem Zeitmanagement nicht. Hier musst Du letztendlich Prioritäten setzen und feste Schreibzeiten pro Tag festlegen. Zu Beginn reicht es, wenn Du jeden Tag zwischen 18:00 und 19:00 Uhr schreibst. Später kannst Du diese Zeit zum Beispiel bis 20 Uhr verlängern.

Zeitmanagement
Finde feste Schreibzeiten für die Arbeit an deinem Roman, Bild: Rainer Sturm/ pixelio.de

Wenn Du eher ein Morgenmensch bist, kannst Du auch eine Stunde früher aufstehen und die Zeit zwischen 6 und 7 Uhr mit einem guten Morgenkaffee als deine feste Schreibzeit bestimmen. Wichtig ist nur, dass Du regelmäßige Schreibzeiten findest. So wird dein Buch auch große Fortschritte machen.

Wartezeiten effektiv nutzen

Wir haben im Alltag regelmäßig kurze Wartezeiten. Dazu gehört das Warten beim Arzt oder auf die (verspätete) Bahn. Zum effektiven Zeitmanagement gehört es auch, diese kleinen Zeitfenster zu nutzen. Wir hatten schon das Sprichwort: Kleinvieh macht auch Mist. Dies gilt auch hier. Autoren wird grundsätzlich empfohlen, immer ein Notizbuch dabei zu haben, um sich schnelle Ideen notieren zu können. Ein solches Büchlein macht natürlich auch für Dich Sinn und hier geht es nicht nur darum, Ideen zu notieren. Während kurzer Wartezeiten, kannst Du an deinem Roman weiter arbeiten. Es geht hier nicht so sehr um das Schreiben. Aber vielleicht kannst Du in der kurzen Zeit ein Kapitel strukturieren oder einen Charakter in seinen Grundzügen erstellen.

Wer häufiger mit der Bahn unterwegs ist, sollte diese Zeiten auf jeden Fall effektiv nutzen. Gerade im ICE bietet die Bahn gute Möglichkeiten zum Arbeiten. Zu einem effektiven Zeitmanagement gehört es, Fahrten mit dem ICE nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Vielleicht kannst Du Dich im Zug nicht unbedingt auf das Schreiben konzentrieren, aber vielleicht kannst Du ein ausgedrucktes Kapitel Korrekturlesen oder mit Anmerkungen zur Überarbeitung versehen.

Arbeitsprozesse beenden

Zu einem guten Zeitmanagement gehört es auch, dass man einzelne Arbeitsprozesse möglichst am gleichen Tag beendet. Nehmen wir einmal an, Du schaust eine umfangreiche Liste mit Daten zu deinem historischen Roman durch. Diese Liste ist aber lang und die Durchsicht reichlich monoton. Da mache ich doch lieber morgen weiter und schreibe noch etwas. Am nächsten Tag weißt Du vielleicht nicht mehr, wo Du in der Liste stehen geblieben bist und der „Spaß“ beginnt erneut. Die Liste mit den historischen Daten ist nur ein Beispiel.

Es gehört zu einem effektiven Zeitmanagement einzelne (oft kleinere) Arbeitsprozesse am gleichen Tag zu beenden, sofort dies möglich ist. Nimmt man sein solche Arbeit am Folgetag wieder auf, muss man sich wieder etwas einarbeiten. Im schlimmsten Fall ist man sich nicht sicher, wo man am Vortag stehengeblieben ist.

Disziplin ist die Grundlage von guten Zeitmanagement

Ein gutes Zeitmanagement besteht letztendlich darin, diszipliniert seine vorhandene Freizeit für das Schreiben zu nutzen, auch wenn gerade eine andere Tätigkeit mehr Spaß macht. Feste Schreibzeiten können hier helfen. Durch die konsequente Nutzung von kurzen Wartezeiten im Alltag, kann man sein Buchprojekt noch immer ein Stück vorantreiben. Ebenso ist es sinnvoll, kleine Arbeitsprozesse so zu planen, dass man diese Arbeitsschritte am gleichen Tag beenden kann. So sparst Du Dir die Einarbeitungszeit am nächsten Tag.

Doch ein effektives Zeitmanagement ist nicht der einzige Schlüssel, um mehr Zeit zum Schreiben zu finden. Um wirklich mehr Zeit für deinen Roman zu gewinnen, musst Du auch die Zeitkiller in deinen Leben konsequent eliminieren. Wie Du Zeitkiller identifizierst und bekämpft, erläutern wir im zweiten Teil des Beitrags.

Alles Wissenswerte zur ISBN

Alles Wissenswerte zur ISBN

ISBN ist eine Abkürzung für Internationale Standard Buch Nummer. Die Kennziffer für Bücher wurde in den 60er Jahren eingeführt. Jede Buchnummer wird weltweit nur einmal vergeben und verliert nie ihre Gültigkeit, selbst wenn das betreffende Buch seit Jahren vergriffen ist Die Vergabe der ISBN Nummer erfolgt durch nationale Organisationen im jeweiligen Land. In Deutschland vergibt die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH (Agentur für Buchmarktstandards) die Kennziffer an Verlage. Auch Privatpersonen können eine Internationale Standard Buch Nummer erhalten, wenn diese ein Buch veröffentlichen wollen. Wie Du eine entsprechende Nummer für deinen Roman bekommst und was sie kostet, erfährst Du in einem extra Beitrag.

ISBN
Die Internationale Standard Buch Nummer auf dem Buchrücken eines Romans.

Eine ISBN bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Über die Kennziffer lassen sich Bücher weltweit eindeutig identifizieren. Dazu lässt sich dank der Nummer jeder Roman problemlos über den Buchhandel bestellen, da nach der Vergabe der Internationalen Standard Buch Nummer zugleich ein Eintrag ins Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) erfolgt. Die Buchnummer ist keine Pflicht, ist jedoch für jeden Autor und seinen Roman ratsam. Wenn Du einige Bücher aus deinem Regal nimmst, wirst Du sehen, dass faktisch alle Bücher eine ISBN haben. Dabei wird Dir sicherlich auch auffallen, dass es Nummern mit 10 und 13-Ziffern gibt.

Unterschiede zwischen ISBN-10 und ISBN-13

Die ISBN-10 ist eine alte Kennziffer zur eindeutig Identifizierung von Büchern. Seit dem 01. Januar 2007 gilt die Internationale Standard Buch Nummer mit 13 Zahlen. Im englischsprachen Raum und in Osteuropa konnten die Verlage mehr keine Nummern für ihre Veröffentlichungen vergeben, deshalb wurde die neue Buchnummer notwendig. Wenn Du heute ein Buch in einem Verlag oder als Self-Publisher veröffentlichst, hat es immer eine ISBN-13. Doch nicht nur Bücher bekommen eine ISBN. Mittlerweile gibt es Multimedia Produkte oder Software (z.B. Lernsoftware mit Beiheft) mit einem redaktionellen Anteil. Auch diese Medien erhalten eine Buchnummer.

Wer sich ein wenig mit der Internationalen Buch Nummer auskennt, kann  nur anhand der Ziffern erkennen, woher ein Buch kommt oder ob es sich um einen großen Verlag handelt. Jede ISBN Nummer weltweit setzt sich aus fünf Bestandteilen zusammen. Die ersten drei Zahlen sind das Präfix mit der Nummer 978 oder 979. Mit diesem Präfix entstand die ISBN-13 und es lassen sich nun vielmehr Buchnummern vergeben. An zweiter Stelle steht die Ländernummer, welche auch Gruppennummer genannt wird. Der deutsche Sprachraum mit Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein hat die Ländernummer 3. Unter einer Gruppennummer wird gleichsprachige Literatur zusammengefasst. Dies sieht man sehr schön an der Ländernummer 2, hierzu gehören Bücher auf Französisch aus Frankreich und Kanada.

Teil 1 978 Präfix 978 oder 979
Teil 2 3 Ländernummer für nationale oder geographische Sprachgruppen
Teil 3 8361 Verlagsnummer in nationaler oder geographischer Sprachgruppe
Teil 4 1224 Titelnummer für ein einzelnes Buch in einem Verlag
Teil 5 6 Prüfnummer, um die Richtigkeit der ISBN zu ermitteln

Der dritte Teil einer ISBN ist die Verlagsnummer. Diese Zahl kann in Deutschland zwischen 3 und 7 Stellen bestehen. Die Agentur für Buchmarktstandards vergibt diese Nummer. Der Verlag legt daraufhin die Titelnummern (Teil 4) fortlaufenden für seine Publikation fest. Anhand einer ISBN wie 978-3-8361-1224-6 kannst bereits erkennen, ob es sich um einen größeren Buchverlag handelt. Der Verlag im Beispiel hat bereits 1224 Titel veröffentlicht. Ganz große Verlage wie Rowohlt haben auch mehrere Verlagsnummern. Am Ende der ISBN Nummer steht die Prüfziffer. Anhand dieser Nummer kann man errechnen, ob die gesamte Zahlfolge korrekt ist. Darüber hinaus hat die Prüfziffer keine weitere Aussagekraft. Möchtest Du wissen, zu welchem Buch eine ISBN gehört, kannst Du dies auch über eine spezielle Suchmaschine im Internet kostenlos ermitteln.

EAN, ISSN, ASIN –  Unterschiede zur ISBN?

Neben der Internationalen Standard Buch Nummer gibt es weitere standardisierte Nummern weltweit. Für Autoren kann es wichtig sein, hier die Unterschiede zu kennen. Die EAN (Europäische Artikel Nummer) mit 13 Stellen findet man auf allen Produkten. Hierzu gehören zum Beispiel Lebensmittel, Bekleidung und elektronische Geräte. Seit dem 01. Januar 2007 sind EAN und ISBN identisch. Wenn Du deinen Roman veröffentlichst und eine Internationale Standard Buch Nummer beantragst, musst Du dich nicht zusätzlich um eine EAN kümmern. Wichtig für die Bestellung deines Romans über einen Buchhändler ist sowieso nur die ISBN. Die Gleichsetzung von EAN und ISBN-Nummer dient mehr der internationalen Standardisierung.

ISBN und EAN
ISBN (Ländercode 85 Brasilien) und EAN (unten) sind identisch

Vielleicht stehen in deinem Bücheregal auch einige Publikationen mit einer ISSN (International Serial Standard Number). Diese immer 8-stellige Nummer ist für Zeitschriften und Schriftenreihen gedacht. Dazu gehören beispielsweise fortlaufende Schriften wie lose Blattsammlungen oder Jahrbücher. Für die wenigsten Autoren dürfte eine ISSN von Bedeutung sein. Wenn Du deinen Roman (selbst bei einem Mehrteiler) veröffentlichst, brauchst Du eine bzw. mehrere ISBN.

Bei Amazon findet man die ASIN (Amazon Standard Identifikationsnummer). Diesen 10-stelligen Code hat der Online-Händler eingeführt. Diese Kennziffer aus Zahlen und Buchstaben findet man vor allem bei eBooks. Aber auch bei Büchern verwendet Amazon diesen Code. Die 10-stellige ASIN entspricht dabei der alten ISBN-10. Bei der Kennziffer des Online-Händlers handelt es sich um einen betriebsinternen Code ohne internationalen Standard. Die ASIN bringt einen Vorteil mit. Möchtest Du deine eBooks als Self-Publisher nur über Amazon verkaufen, musst Du keine ISBN beantragen. Alle elektronischen Bücher erhalten bei Veröffentlichung eine ASIN zugeteilt

Recherche für Roman-Autoren – Informationen finden

Recherche für Roman-Autoren – Informationen finden

Recherche gehört zum Schreiben vieler Bücher dazu, nur so kann man einen Roman ohne logische Fehler und Ungereimtheiten verfassen. Wie groß der Aufwand bei der Beschaffung der notwendigen Informationen ist, hängt vor allem vom Genre ab. Eine aufwendige Recherche benötigen natürlich vor allem historische Romane. Aber auch Science Fiction und Krimis verlangen ein genaues Arbeiten. Schreibst Du SF, musst Du auf eine Vielzahl von technischen Feinheiten achten und  selbstverständlich ein gewisses Verständnis für Technik mitbringen. Ebenso müssen gerade angehende Krimi-Autoren viel recherchieren. Es reicht hier nicht nur, sich einen besonders raffinierten Mord auszudenken. Willst Du einen Krimi schreiben, musst Du im Vorfeld zum Beispiel folgende Fragen stellen und klären: Wie funktioniert Polizeiarbeit in den Land, wo deine Handlung spielt? Wie geht ein privater Ermittler vor? Wie arbeitet ein Richter?

Ja, selbst für Fantasy-Autoren ist Recherche wichtig. Zwar spielt hier die Handlung des Romans in einer völlig anderen Welt, doch diese Welt muss für den Leser nachvollziehbar sein. Wichtige Fragen je nach Handlung wären: Wie funktioniert das Regierungssystem? Wie ist die Armee organisiert, welche den Orksturm aufhalten soll? Für Fantasy-Autoren ergeben sich mitunter schwierige Fragen, welche sich oft nur schwer beantworten lassen. Wie viel Kilo wiegt zum Beispiel ein Troll? Diese Frage kann relevant sein, wenn man einen glaubwürdigen Kampf mit einem solchen Ungetüm darstellen möchte. Selbst auf solche Fragen weiß das Internet eine Antwort, wobei die Meinungen über das Gewicht von Trollen doch recht weit auseinandergehen.

Recherche Online
Heute kann viel Recherche für einen Roman online machen, Bild © by Rainer Sturm / pixelio.de

Das gute Internet. Dank dem World Wide Web ist Recherche für Autoren heute viel leichter. In früheren Zeiten mussten Schriftsteller für ihren Roman noch zig Bibliotheken abklappern und in dunkle Archive hinabsteigen. In Zeiten der Internetrecherche ist dies vorbei. Jedoch solltest Du einige Regeln beachten, damit Du auch die richtigen und vor allem verlässlichen Informationen findest.

Recherche für Autoren im Internet – Wikipedia und Co

Unendliche Weite – So könnte man heute das Internet beschreiben. Hier findet man schnell jede Info, welche man benötigt. Auf der anderen Seite kann auch jeder der möchte, Informationen einstellen. Grundsätzlich ist eine Online Recherche ein guter Weg, um zum Beispiel sich über die Schlacht bei Tannenberg 1410 zu informieren, wenn man einen historischen Roman über den Deutschen Ritterordnen schreibt. Gibt Du den Suchbegriff bei Google ein, findest Du zahlreiche Artikel und Landkarten zur Bewegung der Truppen auf dem Schlachtfeld. Dazu verweist Google auf YouTube-Videos mit Dokumentationen zur Schlacht. Auf diesem Weg kannst Du schon sehr viele Informationen für dein historisches Buch gewinnen.

Doch ganz egal, aus welcher Quelle deine Informationen aus dem Netz stammen, Du solltest diese Fakten immer zweimal checken. Wie bereits erwähnt: Jede Person kann heute etwas im Internet veröffentlichen. Doch hat diese Person vor einer Veröffentlichung sauber recherchiert? Man weiß es nicht. Vielleicht hält sich nur jemand für einen Experten auf einem Fachgebiet. Oder die Person will im Extremfall sogar bewusst Fehlinformationen verbreiten. Geht man richtig an die Sache ran, ist Online Recherche hilfreich und ergiebig. Doch Du solltest Dich nicht nur auf das Internet verlassen.

Recherche Bibliothek
In Bibliotheken findet man detailierte Informationen für sein Buch, Bild © by I-vista / pixelio.de

In Bibliotheken kannst Du wichtige Informationen für deinen Roman finden und das Thema vor allem vertiefen. Hier findest Du Fachliteratur, die das Thema deines Buches viel ausführlicher behandelt als es im Internet möglich ist. Achte dabei jedoch auf möglichst aktuelle Literatur, denn sonst könnten die Forschungsergebnisse bereits überholt sein. Man denke zum Beispiel an neue Erkenntnis bei der historischen Forschung, welche alte Annahmen über einen Schlachtverlauf über den Haufen werfen. Wer zum Beispiel einen historischen Roman über die Varusschlacht schreibt und sich hier auf ältere Forschungsliteratur bei der Recherche stützt, wird mitunter einige Fakten falsch darstellen. Neben dem Besuch in einer Bibliothek kannst Du für deinen Roman auch Zeitzeugen (vielleicht nicht unbedingt von der Varusschlacht) befragen wie Museen und Archive aufsuchen. Am Ende kommt es bei der Informationsbeschaffung für dein Buch auf die richtige Mischung an. Wie die Arbeit eines Autors bei der Recherche aussehen könnte, verdeutlich der Erfolgsautor Andreas Eschenbach überzeugend in einem Beitrag auf seiner Seite.

Wie viel Recherche ist notwendig?

Wie intensiv muss man für seinen Roman eigentlich recherchieren? Dies hängt natürlich vor allem vom Thema und Vorwissen des Autors ab. Doch die Frage ist durchaus berichtigt. Recherche kann schnell zum echten Zeitfresser werden. Muss man wirklich noch das fünfte und sechste Buch zum höfischen Leben in Versailles durchschauen? Wohl eher nicht. Man könnte es auf diese Formel bringen: Das Buch muss nicht perfekt sein. Fehlen Dir jedoch wichtige Informationen zu deinem Roman, muss Du diese recherchieren, Du solltest jedoch bei der Recherche nicht dem Perfektionismus verfallen.

Bei fast jedem Roman wird es immer wieder Leser geben, welche von logischen Fehlern oder fehlendem Realismus sprechen. Man nehme nur den Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes. Gerade Personen, welche Erfahrungen mit Menschen im Rollstuhl haben, kritisierten den Roman von Moyes (z.B. in den Rezensionen auf Amazon) als stellenweise nicht realistisch. Dabei mögen einige Einwände durchaus stimmen. Doch ein Roman ist immer noch Fiktion und kann nicht in allen Punkten die Realität abbilden. Am Ende kann man nur sagen: Dem Roman von Jojo Moyes haben die Kritiken nicht geschadet. Das Buch hat sich weltweit erfolgreich verkauft, viele Leser begeistert und wurde am Ende sogar verfilmt.

Lektorat für Romane – Was müssen Autoren beachten?

Lektorat für Romane – Was müssen Autoren beachten?

Das Lektorat des eigenen Romans wird häufig stiefmütterlich behandelt. Das Buch ist fertig und soll endlich zum Verlag. Wer dazu sein Werk als Self-Publisher veröffentlicht, nimmt es mit den Korrekturen vielleicht nicht ganz so ernst. Über ein paar Fehler im Text werden die Leser schon hinwegsehen, es zählen doch vor allem die Handlung und der Inhalt. Dieses Vorgehen mancher Autoren mag etwas überspitzt klingen, doch die Botschaft dahinter dürfte klar sein: Du solltest das Lektorat deines Romans sehr ernst nehmen. Wer sein Buch mit zahlreichen Fehlern an einen Verlag schickt, hat schon von Anfang an verloren. Kein Lektor wird sich näher mit einem Manuskript befassen, welches bereits auf der ersten Seite mehrere Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung hat.

Lektorat
Der Duden – Dein bester Freund beim Lektorat, Bild © by Regina Kaute / pixelio.de

Auch für Self-Publisher gilt. Wer seinen Roman ohne ausreichende Korrekturlesung einfach veröffentlicht, könnte sich über Rezensionen wie folgt ärgern: „Spannende Story. Doch ein Lektorat hätte den Buch gut getan.“ Oder „Gutes Buch, jedoch der Autor hätte noch einen Lektor darüber lesen lassen sollen.“ Willst Du wirklich solche Rezensionen unter einer Veröffentlichung mit deinem Namen lesen? Eigentlich wäre es doch sehr schade, um die ganze Mühe, die Du Dir mit deinem Werk gemacht hast? So ist es an der Zeit wieder einen guten alten Freunden kennenzulernen: Konrad Duden.

Drei Schritte beim Lektorat für Romane

Doch wie sollte ein Autor bei einem Lektorat vorgehen? Ein Verfahren in drei Schritten kann gewährleisten, dass am Ende ein möglichst fehlerfreier Text steht. In einem ersten Schritt solltest Du dein „fertiges“ Buch lesen und immer wieder lesen, um möglichst viele Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung auszumerzen. Hast Du an einigen Stellen Zweifel, wie es zum Beispiel bei der Kommasetzung aussieht, frage Freunde und Bekannt um Hilfe. Dazu gibt es verschiedene Seiten und Foren im Internet, wo man Zweifelsfälle diskutieren kann. Zum einem Lektorat gehören natürlich auch die Verbesserung der Stilistik und das Auffinden von logischen Fehlern. Feile ruhig noch etwas an einzelnen Formulierungen, auch wenn Du auf der Jagd nach Rechtscheibfehlern bist, dies wird deinem Text gut tun. Erst wenn Du das Gefühl hast, mehr keine Fehler zu finden, kannst Du dein Buch zum Lektorat an eine zweite Person geben.

Vielleicht hast Du einen guten Freund oder Bekannten, der das Korrekturlesen deines Romans übernehmen kann. Natürlich sollte dieser einigermaßen felsenfest in der deutschen Sprache sein. Im Regelfall dürfte es dann so laufen: Die Person dürfte beim Lektorat deines Romans noch eine größere Anzahl von Fehlern finden. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn man ist gegen seine eigenen Fehler betriebsblind. Sicherlich bleiben bei der Korrektur des Buches noch einige Fehler unentdeckt. Wer ein weitgehend perfektes Manuskript möchte, sollte sich an einen Lektor wenden.

Hier wären wir beim besagten dritten Schritt auf dem Weg zum fehlerfreien Text, welcher vor allem für Self-Publisher gedacht und sinnvoll ist. Wer sein Buch in Eigenregie veröffentlichen möchte, sollte zumindest über ein professionelles Lektorat nachdenken. Dies ist natürlich eine Kostenfrage. Im folgenden Abschnitt erfährst Du, was ein Lektor in etwa kostet und wie man den Preis für das Lektorieren berechnen kann. Wer sein Manuskript an einen Verlag schickt, sollte sich diesen dritten Schritt sparen. Kann man mit seinem Roman einen Buchverlag oder Literaturagenten überzeugen, erfolgt im Regelfall ein kostenloses Lektorat oder zumindest Korrektorat. Sollte der Verlag hingegen vor der Veröffentlichung Geld hierfür verlangen, sollten bei Dir die Alarmglocken klingeln. Möglicherweise bist Du an einen der berüchtigten Zuschussverlage geraten.

Was kostet ein Korrektorat oder Lektorat für Autoren?

Es sind bereits die Begriffe Korrektorat und Lektorat gefallen. Bevor man überhaupt über die Preise für ein professionelles Lektorat redet, sollte man die Unterschiede kennen. Ein Korrektorat umfasst im Regelfall die Durchsicht von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Ein Lektorat eines Romans geht noch wesentlich weiter. Hier erfolgt eine Überprüfung auf inhaltliche und logische Fehler, dazu stehen einzelne Formulierungen und die Stilistik auf dem Prüfstand. So ist es nicht verwunderlich, dass diese umfassende Form der Textkorrektur teurer als ein Korrektorat ist. Ein mittlerer Preis für ein Lektorat liegt bei 6 bis 7 Euro pro Normseite. Damit Du einschätzen kannst, was Dich ein professioneller Lektor kosten würde, musst Du die Zeichenzahl deines Buches auf Normseiten umrechnen.

Normseite
Die Normseite mit 1800 Zeichen aus dem Schreibmaschinenzeitalter, Bild © by Tim Reckmann / pixelio.de

Eine klassische Normseite umfasst 1800 Zeichen mit Leerzeichen. Dies entspricht einer Buchseite mit 30 Zeilen á 60 Zeichen (etwa 300 Wörter). Diese Definition stammt noch aus der Zeit der Schreibmaschinen, wo man eine Seite von oben bis oben vollgeschrieben hat. Die VG Wort sieht eine Standardseite mit 1800 Zeichen als nicht mehr zeitgemäß und definiert die Normseite mit 1500 Zeichen mit Leerzeichen. An dieser Definition orientieren sich heute viele Lektorate und Übersetzer. Damit Du die Kosten für ein Lektorat deines Romans richtig einschätzen kannst, musst Du dein Manuskript in Normseiten umrechnen. Dazu nimmst Du bei Word einfach die Zeichenzahl mit Leerzeichen (unter Wörter zählen) und teilst diese durch 1500. Schon hast Du die Anzahl der Normseiten ermitteln.

Doch bevor Du überhaupt eine Normseite ermittelst. Solltest Du Dich beim Dienstleister erkundigen, wie dieser eine solche Seite definiert. Diese Informationen findet man im Regelfall auf der Internetseite des Anbieters. 1500 Zeichen sind die Definition der VG Wort. Doch einige Lektorate rechnen auch mit 1600 Zeichen oder mit 250 Wörtern pro Normseite. Doch nun haben wir genug über Zeichenzahlen philosophiert. Was würde nun das Lektorat eines Buches mit 300 Normseiten kosten. Bei 6 Euro pro Seiten wären dies 1800 Euro. Bei einem Korrektorat sind die Kosten einige hundert Euro niedriger. In jedem Fall ist es ein stolzer Preis für einen Self-Publisher, der seinen ersten Roman vielleicht in einer Auflage von 400 Exemplaren verkauft.

Möchtest Du für die Korrektur deines Buches nicht so tief in die Tasche greifen, gibt es eine interessante Alternative. Im Internet findet man eine Vielzahl von ehrenamtlichen Lektoren, welche jungen Autoren gerne weiter helfen. Einen solchen Service bietet auch die Leselupe an. Hierbei handelt es nicht um ein professionelles Lektorat. Vielmehr steht das inhaltliche Rezensieren wie ein Austausch zwischen Autor und Lektor im Vordergrund, der für beide Seiten vor allem Spaß an der literarischen Arbeit bedeutet.

Ein Lektorat ist wichtig

In diesem Beitrag wurde das Thema Lektorat ausführlich behandelt. Vielleicht findest Du es übertrieben, deinen Roman in drei Schritten zu korrigieren. Hinzu kommt noch die Frage der Kosten für einen professionellen Dienstleister. Doch es ist wichtig, dass Du nach einer gründlichen Überarbeitung deines Werkes es zumindest noch eine zweite Person lesen lässt. Bekanntlich ist man gegen seine eigenen Fehler betriebsblind. Lasse dieser Person ausreichend Zeit für die Korrekturen. Du hast vielleicht über ein Jahr an deinem Buch geschrieben und kannst nun nicht einige Wochen auf die Textkorrektur warten?

Dieser Ratgeber soll alle Autoren ein wenig für die Bedeutung eines Lektorats sensibleren. Mit einem Roman mit wenigen Fehlern steigen die Chancen auf eine Veröffentlichung im Verlag. Um es deutlicher zu formulieren: Erst dann besteht die Chance auf eine Veröffentlichung. Oder würdest Du dich als Verlagslektor längere Zeit mit einem Manuskript mit Fehlern in Grammatik und Rechtschreibung widmen, wenn auf deinem Schreibtisch so viele Einsendungen liegen, dass das Wort rechtzeitiger Feierabend zur Utopie wird? Auch als Self-Publisher solltest Du auf einen möglichst fehlerfreien Text achten. Eine oberflächliche Überarbeitung des eigenen Romans rächt sich spätestens bei den Rezensionen. Ob man Geld in ein professionelles Lektorat investieren möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden.

ISBN beantragen – Tipps für Autoren

ISBN beantragen – Tipps für Autoren

Die ISBN (Internationale Standard Buch Nummer) spielt eine zentrale Rolle auf dem Buchmarkt. Mit einer ISBN Nummer kann man jedes Buch weltweit eindeutig identifizieren und problemlos bestellen. Möchtest Du deinen Roman einem breiten Publikum anbieten, solltest Du auf jeden Fall eine ISBN beantragen. Dieser Beitrag ist besonders wichtig für alle Autoren, welche ihren Roman in einem Selbstverlag oder als Self-Publisher veröffentlichen möchten. Doch was steckt hinter der Buchnummer und warum ist diese so wichtig?

ISBN-13
Die ISBN-13 mit 13 Ziffern gilt seit dem 01. Januar 2007

Die Internationale Standard Buch Nummer wurde  in den 60er Jahren eingeführt. Das Ziel war eine eindeutige Kennzeichnung von Büchern weltweit. Zuerst gab es die ISBN-10 mit 10 Ziffern. Seit dem 01. Januar 2007 besteht die Buchnummer aus 13 Zahlen. In Osteuropa und im englischsprachigen Raum konnten die Verlage mehr keine neue ISBN beantragen, deshalb war diese Erweiterung auf 13 Ziffern notwendig. Wenn Du heute eine Nummer für dein Buch (z.B. im Selbstverlag) beantragst, kommst Du immer eine ISBN-13. Erst über eine solche eindeutige Nummer ist dein Roman problemlos über den Buchhandel erhält und es erfolgt ein Eintrag in das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).

Für die Vergabe der Nummer gelten folgende Regelungen. Jede ISBN wird weltweit nur einmal vergeben. Veröffentlichst Du dein Buch ein weiteres Mal mit verändertem Text (z.B. bei einer erweiterten Fassung) oder einem neugestalteten Cover, musst Du eine neue ISBN beantragen. Dies gilt auch für verschiedene Formen der Veröffentlichung. Hardcover, Taschenbuch und eBook bekommen jeweils eine extra Nummer. Bei einem eBook ist es sogar so, dass jedes Dateiformat (z.B. EPUB und MOBI) eine extra ISBN erfordert. Nur bei einer unveränderten Neuauflage (gilt auch bei kleinen Korrekturen im Text) benötigt man keine neue ISBN Nummer. Die Buchnummer darf in Deutschland nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH vergeben. Die Agentur für Buchmarkstandards, wie die Organisation auch genannt wird, verkauft ISBN Nummern an die deutschen Verlage und Einzelpersonen.

ISBN beantragen – Wie bekomme ich eine Buchnummer?

Wer seinen Roman über einen Verlag veröffentlicht, muss sich nicht selber um die ISBN kümmern. Jeder Verlag weltweit vergibt für seine Veröffentlichungen automatisch eine fortlaufende Nummer. Dies gilt natürlich auch für alle Autoren, welche ihren Weg über eine Literaturagentur zum Verlag finden. Veröffentlichst Du deinen Roman hingegen über einen Anbieter für Self-Publishing wie ePubli, BoD oder BookRix, kannst Du selber entscheiden, ob Du eine ISBN beantragen möchtest oder nicht. Dabei ist es in jedem Fall ratsam, eine Buchnummer für sein Werk zu beantragen. Bei einem Dienstleister für Self-Publishing kannst Du eine ISBN für einen geringen Aufpreis kaufen. Dazu gibt es immer wieder attraktive Aktionen bei den Anbietern. Bei einer Buchveröffentlichung bekommt man zum Beispiel die Buchnummer geschenkt oder für einen Aktionspreis.

In Deutschland vergibt die Agentur für Buchmarktstandard die ISBN (Bildquelle: MVB)
In Deutschland vergibt die Agentur für Buchmarktstandards die ISBN an Selbsverlage (Bildquelle: MVB)

Die dritte Variante neben einer Veröffentlichung im Verlag oder als Self-Publisher ist der Selbstverlag. Hier musst Du einiges beachten. Eine ISBN für einen Eigenverlag bekommt man direkt bei der Agentur für Buchmarktstandards. Eine Einzel-ISBN für Selbstverlage „mit voraussichtlich einmaliger Verlagsproduktion“ kostet 90,98 Euro inklusive MwSt. Möchtest Du ein weiteres Buch veröffentlichen, musst Du erneut eine ISBN beantragen und es fallen wieder die gleichen Kosten an.

Will man mehrere Bücher veröffentlichen, kann man auch einen kleinen Verlag gründen. Hier wird in jedem Fall eine Gebühr von 146 Euro für eine ISBN-Verlagsnummer fällig. 10 Buchnummern kosten dann 27 Euro und für 100 Nummern werden 94 Euro fällig. Dies Variante ist deutlich günstiger als eine einzelne Buchnummer. Jedoch wer einen Verlag gründet, muss auch ein Gewerbe anmelden. Du bist dann allein für Druck, Vertrieb und Verkauf deiner Bücher verantwortlich. Damit ist viel Verantwortung, Zeitaufwand und auch ein finanzielles Risiko verbunden. Bevor Du dich für diesen Schritt entscheidest, solltest Du dich genau informieren und eventuell beraten lassen. Der erste Anlaufpunkt kann die Infoseite der MVB sein. Es gibt eine ausführliche Infoseite für Selbstverleger und Verlagsgründer.

Wann muss ich keine ISBN beantragen?

Du brauchst keine Internationale Standard Buch Nummer, wenn Du deinen Roman nur in deinem Freundes- oder Bekanntenkreis verschenken möchtest. Ebenso verhält es sich, wenn Du das Buch ausschließlich über deine eigene Internetseite verkaufst und verschickst. Die ISBN Nummer ist nur für den Vertrieb über den Buchmarkt gedacht. Wer dazu ein eBook ausschließlich auf Amazon veröffentlichen und darüber verkaufen möchte, kann ebenso auf eine ISBN verzichten. Amazon vergibt mit der ASIN eine extra Nummer für eBooks. Amazon verlangt ausdrücklich keine Buchnummer für elektronische Bücher.

Möchtest Du dein eBook neben Amazon auch über andere Online Shops verkaufen, musst Du mit großer Wahrscheinlichkeit eine ISBN beantragen. Die meisten Online Shops verlangen für eBooks eine Internationale Standard Buch Nummer.

Kreativitätstechniken für Autoren – Schreibblockaden überwinden

Kreativitätstechniken für Autoren – Schreibblockaden überwinden

Manchen Autoren fehlt es nie an Ideen für Kurzgeschichten und Romane, jedoch scheitert es mitunter an der Umsetzung der Idee. Man hat die Geschichte so klar im Kopf, kann aber nur wenig oder gar nichts zu Papier bringen. Gehörst auch Du dieser Art von Autoren und kämpfst regelmäßig mit Schreibblockaden? Dann haben wir eine gute Nachricht: Es gibt einige Kreativitätstechniken gegen solche Blockaden. Diese Methoden sorgen dafür, dass Du wieder in einen Schreibfluss kommst.

Schreibblockade
Die Schreibblockade und das leere Blatt fürchten viele Autoren, Bild © by Kersten Schröder / pixelio.de

Dabei darf man nicht unerwähnt lassen, dass die vorgestellten Techniken gegen Schreibblockaden nicht ganz so effektiv sind, wie die Kreativitätstechniken zur Ideenfindung aus dem ersten Teil. Dies liegt einfach daran, dass Du deine Blockade im Kopf lösen musst und unverkrampfter an das Schreiben des Buches gehen solltest. Die hier vorgestellten Methoden können zumindest einen ersten Beitrag dazu leisten, Schreibblockaden zu bekämpfen.

Kreativitätstechniken gegen Schreibblockaden

Techniken gegen Blockaden beim Schreiben setzen an verschiedenen Stellen an. Beim Free Writing ist es das Ziel, überhaupt in einen Schreibfluss zu kommen. Bei anderen Methoden versucht man die Komplexität des Themas zu reduzieren. Gerade bei komplizierten Romanstoffen macht dies Sinn. Weitere Kreativitätstechniken möchten die Perfektionisten unter den Autoren etwas zügeln. Hier heißt es dann: Schreibe nur deinen Text und verbessere das Geschriebene nicht gleichzeitig.

Free Writing

Free Writing ist eine wichtige Methode des Kreativen Schreibens und kann Dir dabei helfen, in einem Schreibfluss zu kommen. Das Verfahren ist mit Brainstorming vergleichbar, wie wir es im ersten Teil zu den Kreativitätstechniken vorgestellt haben. Schnapp Dir ein leeres Blatt Papier, Du nutzt hierfür kein Textverarbeitungsprogramm. Nun beginnst Du fünf oder zehn Minuten (Zeit stellen) ohne Unterbrechung zu schreiben. Sei spontan und nimm Dir ein beliebiges Thema vor. Dies kann die mangelhafte Umsetzung der Hausordnung in deiner WG sein, eine Zusammenfassung des Filmes von gestern oder eine Ode an deine Schreibtischlampe. Hauptsache Du schreibst und deine Schreibblockaden lösen sich.

Es ist bei dieser Kreativitätstechnik sehr wichtig, dass man tatsächlich die ganze Zeit am Schreiben ist. Fällt Dir nichts mehr ein, wiederhole einfach die vorhergehenden Worte oder variiere diese. Es kann sogar reichen, einfach nur mit dem Stift über das Papier zu fahren. Mit dieser ständigen Schreibbewegung kannst Du vielleicht die ärgerlichen Schreibblockaden lösen und zu deinem Roman übergehen.

Mitten drin anfangen

Es gibt berühmte und es gibt berüchtigte Romananfänge. Häufig parodiert wurde der Anfang des Romans Paul Clifford („It was a dark and stormy night“) von Edward George Bulwer-Lytton. Jedes Jahr richtet man sogar den Bulwer-Lytton Fiction Contest aus. Wer den schlechtesten Anfangssatz für einen Roman schreibt, gewinnt den Contest. Aber welcher Autor möchte schon Namensträger seines solchen Preises sein. Doch kommen wir zurück zu den Kreativitätstechniken. Was soll das Beispiel von Bulwer-Lytton verdeutlichen? Immer wenn wir uns an einen Romananfang oder Kapitelanfang setzen, wird das Schreiben noch etwas schwerer und es kann auch schief gehen. Dies weißt Du sicherlich aus eigener Erfahrung.

Mit einem guten Anfang will man den Leser packen und nicht mehr loslassen. Dies ist nicht so einfach, es muss schließlich richtig gut werden. Schon sind Schreibblockaden vorprogrammiert. Eine Strategie ist es, einfach mittendrin anzufangen. Hast Du das Kapitel in der Mitte begonnen, fällt der Kapitelanfang später häufig leichter. Diese Technik eignet sich auch wunderbar für journalistische Texte im Internet. Ein guter Artikel (am besten mit Teaser) soll den Leser auf der Website halten und zum weiterlesen animieren. Schreibt man den Anfang erst, wenn der eigentliche Artikel steht, ist es einfacher und Schreibblockaden kommen erst gar nicht auf.

Das Thema gliedern

Die antike Rhetorik kennt bei der Erstellung von Reden fünf Produktionsstadien. Die ersten drei Produktionsschritte kann man direkt auf das Schreiben eines Buches übertragen: Die Findung des Stoffes (inventio), die Gliederung des Themas (dispositio) und das Verfassen des Textes (elocutio). Selbst der geübte antike Rhetor würde nicht auf die Idee kommen, die Gliederung einfach zu übergehen. Eine klare Strukturierung gehört zu den Kreativitätstechniken, welche die Komplexität eines Themas reduzieren sollen. Schreibblockaden können auch daher kommen, dass Du Dir gar nicht über die Struktur deines Kapitels klar bist. Hast Du deinen Plot Schritt für Schritt vor Augen? Nein? Dann strukturiere doch dein Kapitel.

Auf diese Weise entsteht ein Fahrplan, an welchen man sich orientieren kann. Dies kann besonders bei historischen Romanen oder Krimis sinnvoll sein, wenn es um eine bestimmte geschichtliche Zeitabfolge oder einen Tathergang geht. Nun kannst Du Dich nur noch auf das Schreiben konzentrieren, weil Du den Plot klar vor Augen hast. Es ist nie sinnvoll, sich beim Verfassen eines Textes auf mehr Sachen zu konzentrieren. Diese Botschaft gilt auch in unserem nächsten Tipp und richtet sich vor allen an alle Perfektionisten unter den Autoren.

Nur Schreiben

Was soll denn bitte „Nur Schreiben“ heißen und was hat dieser Tipp bei den Kreativitätstechniken zu suchen, wird Du vielleicht fragen. Hier geht es darum, wirklich nur an seinen Roman zu schreiben und nicht gleichzeitig den Text zu redigieren. Dies ist vor allem ein Problem von Perfektionisten. Der gerade geschriebene Satz wird sofort in wieder in Word umformuliert und „ausgebessert“. Manchmal ist keine Formulierung gut genug, um es überhaupt aufs Papier zu schaffen. Hier wären wir wieder einmal beim alten Thema Schreibblockaden. Perfektionismus kann ein großer Kreativitätskiller sein.

Kreatives Schreiben
Warum nicht auf Papier schreiben, statt den Computer zu nutzen, Bild © by Rainer Sturm, pixelio.de

Es ist wirklich wichtig, dass Du Dich nur auf das Schreiben konzentrierst, so simpel es auch klingen mag. Die Überarbeitung des Textes kommt später noch. Es kann übrigens sehr hilfreich sein, das eigene Buch mit der Hand zu schreiben, statt den Text sofort am Computer zu tippen. Eine handgeschriebene Fassung erfährt beim Eintippen schon immer eine erste Bearbeitung. Wenn Du dies im Hinterkopf hast, schreibst Du vielleicht entspannter. Dazu sorgt eine handgeschriebene Version dafür, dass man zu weniger Änderungen im Manuskript neigt, sonst wird es unübersichtlich.

Kreativer Ort statt Kreativitätstechnik

Du hast jetzt vier Kreativitätstechniken gegen Schreibblockaden kennengelernt. Einige dieser Tipps erscheint Dir vielleicht so simpel, dass man kaum von einer echten Methode sprechen kann. Doch eine Blockade beim Schreiben lässt sich nicht immer durch eine „Technik“ lösen. Du musst die Schreibblockade in deinem Kopf lösen. Hier kann ein kreativer Ort helfen und die gewünschte Inspiration zum Schreiben bringen. Schreibe doch einmal deinen Roman an einen inspirierenden Ort. Dies kann der historische Lesesaal der Bibliothek, ein Cafe in der Altstadt oder eine schöner Platz im Park sein.

Was ebenso gegen Schreibblockaden hilft ist das Schreiben in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkung. Um entspannt schreiben zu können, solltest Du auf jeden Fall das Handy ausschalten und auch nicht nebenbei eingehende Mails und Facebooknachrichten lesen. In der richtigen Atmosphäre fällt der Schreiben gleich viel leichter.