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Kategorie: Buchmarketing

Der Literaturagent – Der andere Weg zur Veröffentlichung

Der Literaturagent – Der andere Weg zur Veröffentlichung

Sicherlich hast Du schon von Literaturagenten gehört. Doch was macht so ein Agent eigentlich? Eine Literaturagentur ist ein Dienstleister und dient als Vermittler zwischen Autor und Verlag. Der Literaturagent bietet das Buchmanuskript verschiedenen Verlagen an und handelt im Erfolgsfall den Autorenvertrag aus. Seriöse Agenturen nehmen im Vorfeld vom Schriftsteller kein Geld, erst im Erfolgsfall fällt eine Provision in Höhe von 15-20 Prozent des Autorenhonorars an. Gerade für Nachwuchsautoren mit dem ersten Buch kann eine Literaturagentur hochinteressant sein. Die Literaturagenturen haben gewachsene Kontakte zu Verlagslektoren und kennen den deutschen Buchmarkt genau.

Literaturagent
Der Literaturagent vermittelt euer Manuskript, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein Agent ist mit den einzelnen Verlagsprogrammen vertraut und weiß dadurch, welchem Verlagslektor er ein Manuskript anbieten kann. Dazu arbeitet er als Fachmann im Erfolgsfall häufig einen besseren Autorenvertrag mit dem Verlag aus als der Autor selbst. Literaturagenten werden bei Buchverlagen übrigens gerne gesehen, schließlich nehmen sie den Verlag Arbeit ab. Der Agent hat bereits eine Selektion durchgeführt. Er präsentiert im Regelfall ausgewählte und hochwertige Manuskripte, die sich auf dem Buchmarkt verkaufen lassen. Dies wissen die Verlage durchaus zu schätzen.

Bei einer Literaturagentur wie bei einem Verlag bewerben

Wenn Du Dich entscheidest, ein Buch an eine Literaturagentur zu schicken, solltest Du mit der gleichen Sorgfalt wie bei einem Verlag vorgehen. Eine Agentur verlangt häufig ebenso Anschreiben, Kurzexposé und Autorenvita. Informiere Dich im Vorfeld genau auf der Seite des Dienstleisters. Agenturen schließen zum Beispiel bestimmt Genre aus oder bevorzugen einzelne Literaturgattungen. Dazu findest Du mitunter Informationen zur gewünschten Romanlänge in Normseiten. Auch einen Literaturagenten musst Du von deinem Werk überzeugen. Agenturen wählen Manuskripte nach ähnlich strengen Kriterien wie Verlage aus, schließlich sind die Dienstleister auf die Vermittlung und den Erfolg eines Buches angewiesen. Eine Literaturagentur arbeitet jedoch schneller als viele Verlage, Du erhält in kürzerer Zeit eine Antwort auf deine Einsendung.  Kannst Du den Agenten am Ende für dein Werk begeistern, hast Du schon einen kleinen Erfolg erzielt.

Viele Agenturen arbeiten jedoch nicht nur als reine Vermittler zwischen Verlag und Schriftstellern, sondern beraten die Autoren ausführlich. Der Agent hilft zum Beispiel beim letzten Feinschliff von Leseprobe und Exposé. Er spricht mit dem Autor ab, welche Verlage infrage kommen und welchen Preis man für ein bestimmtes Manuskript erzielen kann. Doch auch ein Detail sollte man nicht aus den Augen lassen: Ein Literaturagent ist keine Garantie für eine Veröffentlichung. Hast Du einen Vermittler von deinem Manuskript überzeugt, bestehen tatsächlich sehr gute Chancen für einen Vertrag. Doch es kann passieren, dass der Agent keinen passenden Verlag findet.

Seriöse Literaturagenten verlangen vor Vermittlung keine Gebühren

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Literaturagenten. Verschaffe Dir am besten einen Überblick über den Agenturmarkt mit den einschlägigen Suchbegriffen bei Google. Es kann auch sehr sinnvoll sein, Erfahrungsberichte zu lesen. Dazu gibt es bei seriösen Agenturen einen Bereich mit Referenzen. Hier kannst Du Dir einen Überblick darüber verschaffen, welche Romane erfolgreich an Verlage vermittelt wurden. Jede größere Stadt verfügt im Regelfall über einen solchen Dienstleister. Wenn Du an einer Vermittlung deines Buches interessiert bist, informiere Dich, welche Agenturen es in deiner Stadt gibt, falls der direkte und persönliche Kontakt Dir wichtig ist. Vielleicht kannst Du vor Ort ein Bild von der Literaturagentur machen.

Sei vorsichtig, wenn der Dienstleister Einreichungskosten, Bearbeitungsgebühren oder Geld für ein kostenpflichtiges Lektorat verlangt. Dies ist ein häufig Anzeichen, dass Du es mit einem schwarzen Schaf der Branche zu tun hast, der Dich als Autor am Ende vielleicht noch an einen Zuschussverlag vermittelt. Literaturagent ist kein geschützter Beruf, jeder kann sich Dienstleister und Vermittler für Verlage ausgeben. Die Literaturagentur der Leselupe, welche auch diesen Literaturblog betreibt, vermittelt beispielsweise ohne solche Gebühren gute Manuskripte von Autoren an deutsche Verlage. Erst bei einem Vermittlungserfolg fällt das branchenübliche Agenturhonorar an.

Wie schreibt man ein Exposé für einen Roman?

Wie schreibt man ein Exposé für einen Roman?

Wie schreibt man ein überzeugendes Exposé für sein Buch? Diese Frage beschäftigt viele Autoren, bevor sie ihren Roman an einen Verlag schicken. Einheitliche Vorgaben für die Inhaltsangabe zum eigenen Buch gibt es nicht. Informiert man sich in Schreibratgebern und auf Internetseiten über das Thema, findet man teilweise sogar widersprüchliche Angaben. Bevor Du Dich an dein Exposé machst, ist es sinnvoll, den französischen Begriff (frz. Darlegung) zu definieren oder sich der Begrifflichkeit etwas zu nähern. Wikipedia bringt es eigentlich sehr schön auf den Punkt: „Ein Exposé oder Exposee ist eine vorausschauende Inhaltsangabe eines literarischen Werks; es soll die Grundidee und den groben Handlungsverlauf vorstellen. Es ist meist nur einige Seiten lang und enthält weder Dialoge noch Einzelheiten. Es skizziert die Hauptfiguren oder gibt die thematische Grundlinie eines Buchs wieder.“ (Quelle: Wikipedia)

Exposé
Frust beim Exposé schreiben – Mit 5 Tipps zur Inhaltsangabe, Bild © by Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Das Online-Lexikon verdeutlicht in wenigen Sätzen, was die Inhaltsangabe eines literarischen Werkes ausmacht. Mit einem Exposé gibst Du die Haupthandlung deines Romans und auf 2 bis 3 Seiten die Essenz deines Buches wieder. Beim Schreiben des Romanexposés solltest Du Dich nicht nur auf eine reine Inhaltsangabe konzentrieren, sondern den Lektor tatsächlich die Grundidee deines Werkes vermitteln. Beim Schreiben der 2 bis 3 Seiten sollte man auch den Zweck nicht aus den Augen lassen. Das Exposé soll dem Lektor vor allem vermitteln, ob dein Roman für das Verlagsprogramm relevant ist und sich verkaufen lässt.

Es wurde bereits erwähnt, es gibt keine verbindlichen Vorgaben oder gar einen Standard für ein Romanexposé. Du kannst Dich jedoch an einige Richtlinien halten, womit deine 2 bis 3 Seiten mehr Beachtung gewinnen und sich die Chance auf eine Veröffentlichung erhöht.

Die Anforderungen der Verlage an das Exposé beachten

Bevor Du überhaupt mit dem Schreiben eines Exposé beginnst, informieren Dich beim Verlag, welchen Du anschreiben möchtest, über die Anforderungen. Auf der Internetseite des Buchverlages könnte zum Beispiel stehen, dass ein Buchexposé nur zwei Seiten umfassen soll. Dies ist mitunter hart. Viele Autoren sind bereits der Ansicht, dass schon drei Seiten eigentlich viel zu wenig für ein Exposé sind. Manche Verlage machen dazu nähere Angaben, was sie von der Zusammenfassung eines Romans erwarten. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Piper Verlag aus München. Es gibt übrigens auch keinen Bonus für besonders umfangreiche Werke. Einen Wälzer von 800 Seiten muss man ebenso auf 2 bis 3 Seiten zusammenfassen wie ein Buch mit 250 Seiten.

Beachte die Vorgaben des Verlegers, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Es ist nicht empfehlenswert, mit der Schriftart oder Schriftgröße zu tricksen. Schreibst Du dein Exposé in Schriftgröße 10, sind die 2 bis 3 Seiten vielleicht kein so großes Problem. Dies wir noch einfacher, wenn deine Seite 40 Zeilen umfasst. Dies mag jetzt etwas überspitzt klingen, aber Lektoren dürften solche Tricksereien nicht gefallen.

Äußere Form und Stil beachten

Es gibt keine äußeren Vorgaben an ein Romanexposé. Es empfiehlt sich jedoch, sich bei besagten 2 bis 3 Seiten an die Normseite (1800 Zeichen, 30 Zeilen) zu halten. In einer Kopfzeile können deine Adresse und gerne auch der Arbeitstitel deines Romans stehen. Eine gute Schriftart für deine Inhaltsangabe ist Courier New oder Times New Roman mit der Schriftgröße 12. Es ist dazu selbstverständlich, dass dein Exposé keine Fehler bei Rechtschreibung und Zeichensetzung enthalten darf. Auch der Stil deiner Inhaltsangabe ist wichtig und sollte den Lektor ähnlich wie deine Leseprobe ansprechen. Einige Schreibratgeber schlagen vor, dass der Stil in deinem Exposé dem Grundton deines Romans entsprechen soll. Dies ist eine interessante Idee, ist jedoch kein zwingendes Kriterium für dein Buchexposé.

Genre, Zielgruppe und Umfang deines Romans benennen

Es wird immer wieder in Ratgebern oder im Internet empfohlen, vor der eigentlichen Inhaltsgabe und der Charakterentwicklung einige grundlegende Angaben zu machen. Das Exposé sollte deine vollständige Adresse, einen Arbeitstitel für das Buch, Genre mit Zielgruppen nennen und den Umfang in Normseiten enthalten. Einige Ratgeber empfehlen dazu, ein Abstract mit 2 bis 3 Sätzen vor die Inhaltsangabe zu stellen oder auch etwas zur Erzählperspektive (z.B. Ich-Erzähler) zu schreiben. Im Abstract fasst Du die Handlung deines Romans in seiner ganzen Essenz zusammen. Ist ein solches Vorgehen sinnvoll? Bedenkt man, welchen Zweck ein Exposé verfolgen soll, machen solche Angaben durchaus Sinn.

Der Lektor will aufgrund deiner Angaben im Romanexposé eine erste Einschätzung treffen, ob dein Buch ins Verlagsprogramm passt und sich gut verkaufen lässt. Hier hilft es natürlich, wenn Du das Genre deines Werkes mit Zielgruppe möglichst klar benennst. Auch der Umfang deines Buches in Normseiten sollte im Exposé stehen. Es reicht, wenn Du deine Adresse, den Arbeitstitel, das Genre mit Zielgruppe und die Anzahl der Normseiten nennst. Diese Angaben gehören übrigens auch zu den 2 bis 3 Seiten des Buchexposés. Wer übrigens noch nach einer Bestätigung sucht, dass es keine klaren Vorgaben für ein Exposé gibt: Es gibt Beispiele im Internet, wo Autoren solche Angaben in Anschluss an die Inhaltsangabe und die Charakterentwicklung stellen und Erfolg bei einem Verlag hatten.

Inhaltsangabe und Charakterentwicklung im Exposé

Nun kommen wir zum eigentlichen Kern. In der Inhaltsangabe fasst Du die Haupthandlung deines Romans zusammen. Nebenhandlungen oder gar Dialoge gehören nicht in die Zusammenfassung. Der Lektor soll die Gesamtgeschichte deines Buches kennenlernen und deutlich erkennen, wie die Konflikte der Handlung aufgelöst werden. Hier geht es nicht darum, etwas möglichst spannend zu machen oder zu verbergen. Der Lektor ist kein Leser und es handelt sich nicht um einen Klappentext. Das Ende deines Romans gehört ins Exposé. Die Inhaltsangabe wird im Präsens geschrieben. Zum Beispiel: „Micky ist ein mittelmäßiger Geschäftsmann. Sein größter Traum ist es, amerikanischer Präsident zu werden. Zu Beginn glaubt niemand an ihn.“

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Die Charakterentwickung kann man ins Exposé aufnehmen, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Es wird immer wieder empfohlen, etwas zur Charakterentwicklung der Hauptfiguren zu schreiben. Für einen Lektor ist es interessant, wenn er sieht, wie sich die Figuren entwickeln und wie glaubwürdig diese sind. Mit Inhaltsangabe und Charakterentwicklung sollte das Exposé tatsächlich nur 2 bis 3 Seiten enthalten, was natürlich schwierig ist. Solltest Du deinen ersten Entwurf wegen der Länge kürzen müssen, es ist ratsam, bei der Charakterentwicklung statt bei der Inhaltsangabe zu streichen.

Romanexposé: Nicht zu lang

Zum Schluss noch einmal der wichtigste Tipp: Das Exposé darf nicht länger als 2 bis 3 Seiten sein. Viele Autoren denken, dass ein Verlag gerade bei ihnen eine Ausnahme macht, wenn das Buchexposé von 4 oder gar 5 Seiten nur überzeugend ist. Doch die Verlage machen eben keine Ausnahme, vielmehr landet ein solches Romanexposé schnell im Papierkorb. Dies kann man hier so kurz und bündig sagen.

Ein gutes Exposé zu schreiben ist schwierig

Kein Zweifel, es ist schwierig ein gutes und überzeugendes Buchexposé zu schreiben. Ein Verlag möchte anhand dieser Darlegung von 2 bis 3 Seiten auch sehen, ob Autoren die Haupthandlung ihres Romans knapp und ohne logische Brüche darstellen können. Es wird sicherlich etwas Zeit erfordern, bis Du ein gutes Exposé geschrieben hast. Es ist nicht unüblich, dass Autoren mehrere Versionen schreiben und jede Fassung immer etwas kürzer wird bzw. werden muss, damit man auf die gewünschte Länge kommt.

Es kann auch sinnvoll sein, sich an Beispielen zu orientieren. Im Internet fehlt es nicht an guten Vorlagen erfolgreicher Romanexposés, welche den Autoren einen Vertrag bei einem Buchverlag brachten. Mit etwas Suche über Google findet man genügend gute Anregungen. Bevor Du dann dein Exposé an den ersten Verlag schickst, ist es sinnvoll es Freunden und Verwandten vorzulegen. Bitte um ehrliche Kritik. Sollten diese Personen nicht überzeugt sein, versuche noch einmal an deinem Romanexposé zu feilen.

„Langweiliger Roman“ – Umgang mit negativen Rezensionen

„Langweiliger Roman“ – Umgang mit negativen Rezensionen

Schlechte Rezensionen zum eigenen Roman treffen jeden Autor, dies gilt für Erstautoren wie auch alte Hasen auf dem Buchmarkt. Doch wie soll man auf eine schlechte Kritik oder Bewertung reagieren? Als erste Regel gilt eigentlich immer: Bewahre Ruhe und reagiere nicht sofort auf eine schlechte Rezension.  Wer in einem ersten Anfall von Ärger sofort antwortet und vielleicht seinen Kritiker sogar persönlich angreift, konnte es später bereuen und es besteht die Gefahr einer verbalen Auseinandersetzung mit dem Rezensenten. Dazu lesen noch viele Personen (z.B. auf Amazon) mit und sehen eine solchen Streit im Internet kritisch. Als erster Schritt bei einer negativen Bewertung ist es ratsam, dass Du erst einmal tief durchatmest, die Kritik ein weiteres Mal in Ruhe liest und die negative Rezension richtig einordnest.

Gefällt mir nicht – Negatives Rezensionen sind ein Alptraum für Autoren , Bild © by Tim Reckmann / pixelio.de

Dieser Beitrag soll Autoren eine Orientierung geben, mit schlechten Bewertungen zum eigenen Roman richtig umzugehen. Durch die richtige Einordnung der Buchkritik fällt der Umgang mit solchen negativen Rezensionen häufig leichter. Dazu diskutieren wir die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, auf diese Form der Kritik zu reagieren und diese zu kommentieren. Der Text konzentriert sich auf Bewertungen bei Amazon mit den typischen 1 bis 5 Sternen, die Tipps lassen sich aber auch auf andere Internetseiten oder Blogs übertragen.

Richtige Einordnung von negativen Bewertungen

Bevor Du Dir über jede negative Rezension den Kopf zerbrichst, macht es erst einmal Sinn, diese bei Amazon richtig einzuordnen. Denn es gibt ganz unterschiedliche Arten von Bewertungen und nicht jede Kritik ist von Belang oder erfordert gar eine Antwort. Interessant ist immer die Frage: Was wird überhaupt kritisiert und wie konkret sind die Aussagen. Negative Rezensionen kann man grob in diese vier Gruppen teilen.

Kritik ohne Bezug zum Buch

Schlechte Rezensionen, welche eigentlich keinen direkten Bezug zu deinem Roman haben, gibt es auf Amazon immer wieder. Da hat der Postbote ein leicht beschädigtes Paket gebracht oder die Lieferung dauert länger als sonst. Vielleicht hat auch der Download eines eBooks auf den Kindle Probleme bereitet. Und wer trägt die Schuld an dieser ganzen Misere, natürlich dein Roman und schnell ist eine negative Rezension mit einem Stern geschrieben. Solche Bewertungen sind ärgerlich, sie verschlechtern unnötig den Durchschnitt (fünf Sterne) bei Amazon. Doch hat die Kritik etwas mit deinem Buch und deiner Art zu Schreiben zu tun? Nein, so ist auch sinnlos sich darüber zu ärgern. Dazu kannst Du sicher sein, dass jeder Leser dieser Bewertung, die „Kritik“ richtig einordnen kann. Sie sagt nichts über dein Buch aus und sollte den interessierten Leser somit nicht vom Kauf abhalten.

Negative Rezensionen ohne Aussage

Kritik ohne tiefere Aussage gibt es leider recht häufig bei Amazon. Hierzu gehören vor allem Kurzrezensionen. Die Buchkritik klingt dann zum Beispiel wie folgt „Langweiliger Roman, hat mir nicht gefallen.“, „Ich habe das Buch nach der Hälfte weggelegt.“ oder „Schlechtes Buch, schade ums Geld.“ Hier ist nur eines klar, dem Leser hat dein Roman ganz offenkundig nicht gefallen. Was dem Kritiker konkret an deinem Buch nicht gefallen hat, bleibt wohl immer ein Geheimnis. Solche negative Rezensionen sind nicht erfreulich, finden sich letztendlich bei jedem Autor ab einer gewissen Anzahl von Bewertungen. Interessierte Leser werden sich sicherlich bei ihrer Kaufentscheidung nicht an solchen Kritiken orientieren, sofern diese nicht häufiger auftreten. Ein potentieller Käufer orientiert sich eher an den sachlichen und ausführlichen Bewertungen.

Ausführliche und sachliche negative Rezensionen

Jeder Autor freut sich darüber, wenn sich ein Leser ausführlich mit seinem Buch auseinandersetzt. Weniger erfreulich ist es natürlich, wenn die Bewertung des ganzen Romans negativ ausfällt. Doch gerade diese ausführlichen Rezensionen sind wertvoll für Dich und Du solltest sie genau analysieren. Bemängelt der Leser eine Vielzahl von Rechtschreibfehlern in deinem Buch, ist es sinnvoll, darauf zu reagieren und deinen Roman noch einmal einem Lektorat zu unterziehen. Bei einem eBook kann man zum Beispiel recht problemlos eine neue und korrigierte Datei hochladen. Betrifft die negative Rezension nun wiederum den Handlungsstrang und die Figuren des Buches, lässt sich im Regelfall nichts ändern. Du kannst Dir solche Kritik nur zu Herzen nehmen und es beim nächsten Buch besser machen.

Selbst Bestseller sind nicht vor Bewertungen mit 1 Stern oder 2 Sternen sicher (Bildquelle: Amazon)

Wie wirken nun solche negative Bewertungen auf den potentielle Leser bei Amazon? Hier kommt es letztendlich darauf kann, wie es bei der Gesamtbewertung aussieht. Bewertungen mit 1 oder 2 Sternen finden sich fast bei jedem Roman beim Online-Händler. Selbst Bestseller sind nicht dagegen immun. Hast Du mehr Bewertungen mit 4 und 5 Sternen, solltest Du Dir negative Rezensionen nicht so sehr zu Herzen nehmen, diese gehören sozusagen zum Berufsrisiko eines Autors. Dein Buch kann und muss auch nicht allen Lesern gefallen. Solltest Du hingegen nur negative Bewertungen auf Amazon bekommen, ist es sinnvoll, diese sehr genau zu analysieren und daraus für dein nächstes Werk zu lernen.

Unfaire und persönliche Kritik

Leider gibt es auf Amazon auch immer wieder unfaire Kritik. Dies kann so weit gehen, dass ein Rezensent einen Autor persönlich angreift. Solche negativen Rezensionen können viele Gründe haben. Einem Leser gefällt das Thema deines Buches nicht und er kann deine Sicht der Dinge in deinem Roman nicht teilen. Dein Buch basiert auf einer wahren Geschichte, was der Kritiker anzweifelt, auf viele Ungereimtheiten im Handlungsverlauf und logische Fehler verweist. Dazu kann hinter einer unfairen Bewertung mit einem Stern auch ein missgünstiger Konkurrent stehen.

Gegen unfaire Rezensionen kann man bei Amazon vorgehen und diese über den Button „Missbrauch melden“ (mit genauer Begründung) bemängeln. Leider reagiert der Online Händler auf solche Meldungen nur sehr selten und lässt „Rezensenten“ eine sehr große Freiheit. Von 10 Meldungen hat etwa 1 Meldung Erfolg. Meldest Du eine solche unfaire Bewertung bei Amazon, ist es ratsam einige Tage Geduld zu haben. Wurde die Rezension nach einer gewissen Zeit noch immer nicht gelöscht, kann eine weitere Meldung Sinn machen. Dann bearbeitet vielleicht ein anderer Support-Mitarbeiter deine Meldung und Du hast Erfolg. Sollte die negative Rezension auch nach dem zweiten Versuch nicht verschwinden, ärgere Dich nicht. Interessierte Leser an deinem Roman können solche Bewertungen durchaus richtig einordnen. Hier ist es auf jeden Fall nicht ratsam, den Rezensent zu antworten. Schnell kann daraus eine kleine Fehde auf Amazon entstehen, welche Außenstehende vielleicht mit Kopfschütteln verfolgen.

Soll man auf negative Rezensionen antworten?

Am Ende sind wir wieder bei der Fragen angelangt: Soll man auf negative Rezensionen auf Amazon reagieren? Hierauf gibt es keine richtige Antwort. Wir raten davon ab. Der Beitrag hat es gezeigt, nur die wenigsten Bewertungen erfordern eine Reaktion des Autors. Das Kommentieren von schlechten Rezensionen kostet Dich Zeit und Energie. Dazu besteht immer wieder die Gefahr, dass der Kritiker auf deinen Kommentar antwortet und es zu einer Auseinandersetzung kommt.

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Die Auseinandersetzung mit dem Kritiker vermeiden, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Du solltest auf deine Leser vertrauen. Interessenten für dein Buch wissen negative Bewertungen durchaus richtig einzuordnen. Niemand wird sich gegen deinen Roman entscheiden, weil es die Post nicht schnell genug geliefert hat. Dazu wird sich kein potentieller Käufer nur an negativen Rezensionen orientieren. Entscheiden ist immer die Gesamtbewertung deines Romans.

Unaufgefordert eingesandte Manuskripte – Die Kriterien der Verlage

Unaufgefordert eingesandte Manuskripte – Die Kriterien der Verlage

Verlage in Deutschland erhalten jedes Jahr eine Vielzahl unaufgefordert eingesandter Manuskripte. Große Buchverlage wie Diogenes, Knaur oder Rowohlt bekommen nach Schätzung von Experten zwischen 3000 bis 6000 unverlangte Einsendungen pro Jahr, doch auch kleinere Verlage erhalten regelmäßig Post von potentiellen Autoren. Die Chancen, dass ein unverlangt zugesandtes Manuskript auch veröffentlicht wird, gelten als sehr schlecht. Diogenes meldete 2015, man hätte von 9000 solcher Einsendungen in drei Jahren nur einen Roman veröffentlicht. Im Internet findet man wenig konkrete Informationen zum Umgang von Verlagen mit unaufgefordert eingesandten Manuskripten. Einen kleinen Einblick bietet der Bericht einer Praktikantin.

Manuskripte Post
Buchverlage bekommen täglich viel Post von Autoren, Bild © by Rainer Sturm / pixelio.de

Die Praktikantin in einem größeren deutschen Verlag hatte die Aufgabe unverlangt eingesandte Manuskripte zu sichten und interessante Einsendungen an den zuständigen Lektor weiterzuleiten. Dabei standen pro Roman 10 Minuten zur Prüfung zur Verfügung: „Unaufgefordert eingesandte Manuskripte lesen und begutachten. Hihihi. Das ist wirklich großartig. Denn 99% von denen sind schlichtweg ganz, ganz, ganz, ganz schlecht. Ehrlich wahr. Das ist ein bisschen wie DSDS. Man fragt sich, welcher Verwandte, Bekannte oder Freund den jeweiligen Personen ein Talent bestätigt hat.“ (Quelle: schriftverkehrt.de)

Gleichzeitig versucht der Bericht mit dem Mythos aufzuräumen, man könne als Autor mit einem Erstlingswerk von einem Verlag entdeckt werden: „Nette Idee. Ist aber leider nicht drinnen. Das passiert nicht, und wenn, dann vielleicht ein, zweimal in der gesamten Geschichte eines Verlages.Und die Chancen schwinden von Jahr zu Jahr.“ (Quelle: schriftverkehrt.de) Die genannten Zahlen zu wenigen Veröffentlichungen von Erstautor und der Bericht machen wenig Mut. Doch es gibt Möglichkeiten, dass Du bei deinem unaufgefordert eingesandten Manuskript die Chance auf eine Veröffentlichung zumindest erhöhst. Auf diese Kriterien achten deutsche Buchverlage.

1. Programmschwerpunkte davor studieren

Bevor Du überhaupt daran denkst, einen Verlag anzuschreiben, solltest Du das jeweilige Programm studieren. Passt dein Roman überhaupt zum Profil des Buchverlags? Welche Genre werden veröffentlicht? Hier reicht schon eine kurze Durchsicht der bisherigen Veröffentlichungen auf der Homepage, um bestimmte Programmschwerpunkte zu erkennen. Ein Kinderbuchverlag wird sicherlich keine Horrorliteratur veröffentlichen und umgekehrt. Wenn Du nur wenige Minuten investierst, um ein Verlagsprogramm zu studieren, sparst Du Dir viel Zeit und einige frustrierende Erlebnisse. Unverlangt eingesandte Manuskripte die nicht ins Programm passen, bekommen im besten Fall eine schriftliche Absage.

2. Anforderungen des Verlags an Exposé und Textprobe beachten

Hast Du nun einen passenden Buchverlag gefunden, solltest Du ganz genau darauf achten, was gewünscht wird. Die Verlage informieren auf ihrer Homepage detailliert darüber, was ein Autor einschicken soll. So erfährst Du zum Beispiel, wie lang eine Leseprobe maximal sein soll oder ob auch eine Autorenvita gewünscht wird. Dazu schreiben Buchverlage häufig etwas zum Umgang mit unaufgefordert eingesandten Manuskripten. Hier erfährt man zum Beispiel, wie lange eine Überprüfung der Einsendung im Regelfall dauert oder wie man Kontakt mit Dir aufnimmt. Wird auf der Seite eine Bearbeitungszeit von 10 Monaten genannt, solltest Du auch die nötige Geduld haben.

3. Anschreiben an den Lektor adressieren

Ein richtig adressiertes Anschreiben an den zuständigen Lektor erhöht die Chance, dass dein unverlangt eingesandtes Manuskript die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. Schreibst Du hingegen „Sehr geehrte Damen und Herren“, wirkt es häufig so, als würdest Du ein solches Standardanschreiben an ganz viele Verlage schicken. Für einzelne Lektoren ist eine fehlende Adressierung bereits ein K.o.-Kriterium und die Einsendung wandert in den Papierkorb. Wer der zuständige Lektor für dein Genre in einem Buchverlag ist, erfährst Du im Regelfall auf der Verlagsseite oder durch einen Anruf. Die Mühe lohnt sich auf jeden Fall, den Namen der richtigen Person in Erfahrung zu bringen.

4. Ein gutes Exposé ist das A und O

Wie intensiv sich ein Lektor (oder Praktikant) mit einem unaufgefordert zugesandten Manuskript beschäftigt, hängt vor allem vom Exposé ab. Kannst Du mit der Zusammenfassung deines Romans überzeugen, liest der Verlagslektor häufig auch deine Leseprobe. Ein überzeugendes Exposé sollte maximal drei Seiten umfassen. Es muss den groben Handlungsverlauf (ohne Details) und die Grundideen deines Buches vorstellen. Die Zusammenfassung sollte auch das Ende deines Romans verraten und zugleich deutlich machen, warum das Manuskript für den Verlag interessant ist. Ein gutes Exposé ist schwierig, es erfordert viel Mühe und Zeit. Solltest Du eine Vielzahl von Absagen erhalten und Du bist vom Potential deines Werkes überzeugt, kann es sich lohnen, noch etwas am Exposé zu feilen.

5. Keine Fehler im Exposé oder in der Leseprobe

Der nächste Punkt ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Deine Einsendung an den Verlag ist mit einer Bewerbung für einen Job vergleichbar. Finden sich gleich im Anschreiben drei Fehler, wird sich der Praktikant oder Lektor sicherlich nicht die Mühe machen und den Rest lesen. Dazu gibt es für viele Verlagslektoren weitere K.o-Kriterien. Dazu gehören zum Beispiel Smileys im Anschreiben, farbliche Hervorhebungen im Text oder man liefert das Cover für seinen Roman gleich mit. Eine interessante Liste mit K.o.-Kriterien für unaufgefordert eingesandte Manuskripte hat der Lektor Bernhard Salomon zusammengestellt. Die dort genannten Fehler sollte man in jedem Fall vermeiden.

Lektorat
Rechtschreibfehler in Exposé und Textprobe vermeiden Bild © by Regina Kaute / pixelio.de

6. Geduld haben und nicht nachhaken

Du hast deinen Roman an einen oder mehrere Verlage geschickt, nun heißt es erst einmal Geduld haben. Bis Du eine Antwort bekommst, können Monate vergehen. Buchverlage verweisen auf ihrer Seite im Regelfall daraufhin, dass die Durchsicht von unverlangt zugesandten Manuskripten viel Zeit in Anspruch nimmt. Häufig findet man den Hinweis, von schriftlichen und telefonischen Rückfragen nach dem Stand der Bearbeitung abzusehen. Einzelne Verlag schreiben dazu auf ihrer Homepage, dass sie keine Absagen verschicken. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll nicht nachzuhaken und einfach Geduld zu haben. Eine telefonische Rückfrage erhöht zumindest nicht die Chancen auf eine Veröffentlichung.

Vorsicht vor Zuschussverlagen

Vielleicht hast Du schon mehrere Absagen für dein Buch bekommen. An einem Tag kommt dann ein Antwortschreiben, welche deinen Roman über den Klee lobt. Dein unverlangt zugesandtes Manuskript ist genau das Werk, was man schon lange gesucht hat. Dein Roman kommt auf den Buchmarkt, Du musst Dich nur mit einer bestimmten Geldsumme an der Veröffentlichung beteiligen. Dies sei jedoch nur eine Investition, dein Buch wird dieses Geld schnell wieder reinbringen. Bei aller Freude über diese Zusage solltest Du vorsichtig sein und zum Verlag recherchieren. Mit großer Sicherheit hast Du es mit einem Zuschussverlag zu tun. Ein normaler Buchverlag verlangt nie Geld für eine Veröffentlichung. Die Eingabe des Verlags bei Google mit dem Zusatz Erfahrungen sollte Dir endgültig Gewissheit verschaffen, ob Du es mit einem Zuschussverlag zu tun hast.

Zuschussverlag
Die Alternative zum Zuschussverlag – Sein Geld verbrennen, Bild © by Rainer Sturm / pixelio.de

Wer das Angebot eines solchen Verlags annimmt, kann zwar sein Buch veröffentlichen. Doch die investierte Summe (im Regelfall im vierstelligen Bereich) bekommt man über Buchverkaufe nicht mehr rein. Sollte die Verlage deine unaufgefordert eingesandten Manuskripte immer wieder ablehnen, sei nicht traurig. Vielleicht ist dein Buch nicht für eine Veröffentlichung in einem großen Verlag geeignet, weil der Roman zum Beispiel eine zu kleine Zielgruppe anspricht. In diesem Fall solltest Du zumindest über das Thema Self-Publishing nachdenken.

Social Media für Autoren – Der Einstieg in die Sozialen Medien

Social Media für Autoren – Der Einstieg in die Sozialen Medien

Die Sozialen Medien bieten Autoren eine große Chance, um auf sich aufmerksam zu machen und mehr Bücher zu verkaufen. Doch wie schöpfst Du das ganze Potential von Social Media aus? Wie solltest Du in den Sozialen Netzwerken als Autor agieren? Gibst Du „Social Media für Autoren“ bei Google ein, zeigt sich, wie komplex das Thema ist und dass es eine Vielzahl von Informationen hierzu gibt. So findet man zahlreiche Artikel, Videos, Hinweise auf Fachliteratur und Kurse für Marketingstrategien. Gerade junge Autoren mit ihrem ersten Roman sind hier schnell überfordert.

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Die Jagd nach dem Like in den Sozialen Netzwerken, Bild © by Tim Reckmann / pixelio.de

Dabei ist der Einstieg in die Sozialen Medien gar nicht so schwer, wenn man sich einige einfache Fragen stellt. Der Beitrag soll Autoren die ersten Schritte in den Sozialen Netzwerken erleichtern. Wir zeigen vor allem, wie man Facebook erfolgreich nutzt, gehen aber auch auf andere Soziale Plattformen ein. Bevor Du überhaupt eine Autorenseite erstellt, solltest Du Dir drei Fragen stellen: In welchen Sozialen Foren möchte ich neben Facebook noch aktiv werden? Wie viel Zeit möchte ich investieren? Was sind meine Ziele?

In welchen Sozialen Foren möchte ich neben Facebook aktiv werden?

Es gibt eine Vielzahl von Social Media, nicht alle eignen sich gleichermaßen für Autoren. Du solltest Dir im Vorfeld Gedanken machen, wo Du noch neben Facebook aktiv werden möchtest? Hast Du einen großen Bekanntenkreis bei Twitter, wäre es sinnvoll dieses Netzwerk zu nutzen. Auf dem Mikrobloggingdienst tummeln sich viele Schriftsteller und Buchblogger, die Plattform ist somit durchaus relevant für Buchmarketing. Hochinteressant für Autoren dürfte dazu LovelyBooks sein. Hier kannst Du Leserunden zu deinem Roman veranstalten, bekommst Feedback von den Lesern und machst dein Buch bekannter

Nun sind wir mit Facebook, Twitter und LovelyBooks bereits bei drei Netzwerken. Es empfiehlt sich, dass Du zu Beginn nicht in zu vielen Sozialen Medien aktiv wirst. Experten raten dazu, erst auf einer Sozialen Plattform zu starten und dann in einem Abstand von einigen Wochen oder Monaten in einem neuen Netzwerk zu beginnen. Auf wie vielen Plattformen Du aktiv sein möchtest, hängt auch von deiner Zeit ab.

Wie viel Zeit möchte ich investieren?

Social Media kann ein echter Zeitfresser sein und noch schlimmer: Man kann viel Zeit bei Facebook & Co verbraten, ohne einen nennenswerten Erfolg zu erzielen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Du Dir ein bestimmtes Zeitfenster pro Tag oder Woche setzt. Du bist zum Beispiel jeden Tag eine Stunde auf Facebook aktiv. Diese Stunde widmest Du voll und ganz diesem Medium. Neben Social Media möchtest Du schließlich noch Zeit zum Schreiben finden.

Gerade wer nicht vom Schreiben lebt, dürfte nicht viel Zeit für die Sozialen Medien haben. Es geht jedoch darum, regelmäßig am Ball zu bleiben. Dabei ist es nicht wichtig, dass man möglichst schnell viel Fans sammelt, sondern es geht um mittel- und langfristigen Erfolg. Ziele in den Sozialen Netzwerken lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen.

Was sind meine Ziele?

Was sind deine Ziele in den Sozialen Medien? Dies dürfte für die meisten Autoren klar auf der Hand liegen: Mehr Buchverkäufe. Dieses Ziel wirst Du erst auf lange Sicht umsetzen. Zuerst sollte es Dir darum gehen, eine aktive Fanbasis aufzubauen und treue Leser zu gewinnen. Es sollte nicht zwangsläufig darum gehen, möglichst viele Fans auf Facebook oder Follower auf Twitter zu haben. Es geht letztendlich um aktive Nutzer, welche die Inhalte deiner Autorenseite kommentieren und teilen. Empfiehlt eine kleine, aber aktive Fanbasis deine Bücher weiter, kann dies zu mehr Buchverkäufen führen als 1000 passive Follower.

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Eine kleine, aber begeisterte Fansbasis wirkt Wunder, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Eine solche Fanbasis sollte auf jeden Fall ein Ziel bei deinem Social Media Auftritt sein. Weitere Ziele könnten sein: Ich möchte Kontakte mit anderen Autoren und Buchbloggern schließen. Ich möchte meinen eigenen Bekanntheitsgrad erhöhen. Ich will in direkten Kontakt mit meinen Lesern treten und Feedback erhalten. Alle Ziele dürften mittel- und langfrist zu mehr Buchverkäufen führen.

Eine aktive Fanbasis in den Sozialen Medien gewinnen

Nun hast Du deine Ziele festlegt und auch schon deine Autorenseite bei Facebook oder ein Profil bei Twitter erstellt. Nun fehlt nur noch eine Kleinigkeit. Richtig, die Fans. Ein erster Schritte könnte es sein, Freunde und Bekannte auf deinen neuen Social Media Auftritt aufmerksam zu machen. Doch nicht jeder Autor verfügt über einen großen Bekanntenkreis und auf lange Sicht ist es nicht ausreichend, Bekannte zu aktivieren. Auf Facebook gibt es eine Vielzahl von Gruppen für Autoren mit vielen Mitgliedern. Melde Dich in diesen Gruppen an und werde dort aktiv.

Du kannst Dich in solchen Gruppen bekannt machen, indem Du nach einer kurzen Vorstellung eifrig kommentierst, anderen Mitgliedern bei Fragen hilfst und Kontakte knüpfst. Als aktives Mitglied kannst Du sicherlich auch einmal auf deine Autorenseite, eine Lesung oder dezent auf dein Buch aufmerksam machen. Es sollte jedoch nicht so aussehen, dass Du alle paar Tage auf Amazon und deinen Roman verlinkst. Diese Form der Eigenwerbung in Social Media bringt eher keinen Effekt und ist in vielen Facebook-Gruppen ausdrücklich nicht erwünscht. Es ist übrigens nicht notwendig, in tausend Gruppen Mitglied zu sein. Mit einem aktiven und freundlichen Auftreten in einer Handvoll Gruppen sollest Du Dir bereits langsam und stetig eine aktive Fanbasis aufbauen.

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Networking in Sozialen Medien, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Bei Twitter ist es vereinfacht gesagt wiederum so: Man folgt bestimmten Personen und hofft natürlich insgeheim, dass diese einem zurückfolgen. Ein erster Schritt beim Mikrobloggingdienst könnte es sein, nach passenden Stichworten wie Buchblogger, Buchblog oder Rezensionen zu suchen. Auch spezifische Begriffe wie Fantasy oder Krimi machen Sinn. Auf diese Weise findest Du eine Vielzahl von Personen, welchen Du folgen kannst und ein gewisser Teil wird auch Dir folgen. So baust Du Dir eine erste Gefolgschaft in den Sozialen Medien auf.

Social Media braucht Zeit

Es empfiehlt sich, bereits an einer aktiven Fanbasis zu arbeiten, während Du noch an deinem Auftritt (z.B. deiner Autorenseite) in den Sozialen Medien werkelst. Es braucht Zeit, bis Du in einzelnen Facebook-Gruppen bekannt wirst und Dich etablierst. Grundsätzlich solltest Du immer bedenken, Social Media braucht Zeit. Du wirst in den ersten Wochen nicht gleich 100 Fans gewinnen oder gar deine Buchverkäufe steigern. Setze Dich dazu nicht zu sehr unter Druck oder vergleiche Dich mit anderen Autoren. Vielleicht dauert es bei Dir einfach länger, um die gewünschte Fanbasis in den Sozialen Medien zu etablieren.