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Kategorie: Ideenfindung

Eine Buchidee finden – Tipps für Autoren

Eine Buchidee finden – Tipps für Autoren

Am Anfang eines jeden Romans steht die Buchidee. Doch wie findet man eine gute Idee für ein Buch? Man muss grundsätzlich eins sagen: Den meisten Autoren dürfte es nicht an Ideen fehlen, Dir dürfte es genauso gehen. Häufig kommt die Romanidee ganz von alleine und ist für viele Menschen erst der Anlass, mit dem Schreiben zu beginnen. Doch reicht ein Geistesblitz bereits für einen Roman mit 200 oder 300 Seiten? Diese Frage lässt sich recht einfach beantworten. Kannst Du den Handlungsstrang deiner Romanidee grob ausformulieren und zumindest eine DIN-A4-Seite damit füllen. Oder wird es vielleicht noch umfangreicher? Gratulation, dann hast Du offenbar  eine passende Idee für ein Buch gefunden. Solltest Du hingegen deine gute Not haben, deinen Geistesblitz näher auszuformulieren, dann reicht es vielleicht nur für eine Kurzgeschichte.

Inspiration
Oft bringt uns ein Geisblitz eine tolle Buchidee, Bild © by Peter Bast / pixelio.de

Hast Du deine Buchidee gefunden, ist es wichtig, dass sie Dir gefällt und Du voll dahinter stehst. Schreibe auf jeden Fall über ein Thema, welches Dir gefällt. Beim Schreiben von Romanen ist es nie wirklich sinnvoll, aktuellen Trends hinterherzulaufen. Trends können nämlich sehr schnell wieder Geschichte sein. Dazu ist es nicht ratsam zum Beispiel ein Buch über SM zu schreiben, wenn einem das Thema nicht liegt und man nur auf ein erfolgreiches Buch spekuliert.

Inspirationsquellen für eine Buchidee

Doch wie findet man nun eine Romanidee, wenn der Geistesblitz völlig ausbleibt. Es gibt eine ganze Reihe von Inspirationsquellen, um eine passende Idee für sein Buch zu finden. Das erste Werk vieler Autoren hat häufig einen autobiographischen Hintergrund. Dies ist sicherlich ein Weg, eine passende Romanidee zu finden, jedoch nicht die einzige Möglichkeit.

– autobiographische Erlebnisse und Familiengeschichten: Gerade im ersten Roman verarbeiten viele Schriftsteller autobiographische Stoffe. Manche Autoren nutzen auch Familiengeschichten für ihre Buchidee. Mit einem solchen Thema sollte man genügend Material für ein ganzes Buch haben. Bei autographischen Inhalten als Romanstoff besteht jedoch immer die Gefahr, dass man sich rechtlich angreifbar macht. Darfst Du zum Beispiel deine gescheiterte Beziehung  ausführlich in einem Roman verarbeiten, ohne dass dabei Persönlichkeitsrechte verletzt werden? Oder wie verhält es sich, wenn Du über dein näheres Familienumfeld schreibst? Dies sind alles Fragen, welche im Einzelfall nur ein Anwalt für Medien- und Urheberrecht beantworten kann.

– Bücher, Film und Fernsehserien: Eine große und gute Inspirationsquelle für eine Buchidee bilden Romane. Du kannst Dich von der Handlung eines Buches inspirieren lassen. Vielleicht hast Du vor kurzem ein Buch gelesen, welchem Du von Anfang an eine völlig andere Handlung gegeben hättest. Oder eine Nebenhandlung inspiriert Dich und Du könntest darüber ein ganzes Buch schreiben. Es kann auch Sinn machen, einen ganzen Roman in eine andere Zeit zu versetzen. Wie würde Romeo und Julia als SF funktionieren, wenn beide Liebenden zu zwei verfeindeten Rassen gehören. Oder wir verfrachten eine Figur wie Harry Potter mitten ins tiefe Mittelalter an eine strenge  Klosterschule. Wie würde man da wohl auf seine Zauberkräfte reagieren und welche Probleme hätte er als Zauberer. Neben Büchern können Filme und Fernsehserien ebenso eine Buchidee liefern.

In historischen Archiven kann man eine Idee für einen Roman finden, Bild © by MF / pixelio.de
In historischen Archiven kann man eine Idee für einen Roman finden, Bild © by MF / pixelio.de

– Historische Ereignisse, Quellen und Berichte: Interessierst Du Dich für historische Stoffe und Motive? Dann kommt jetzt deine Inspirationsquelle. Zahlreiche Buchideen basieren auf historischen Quellen. Vielleicht interessierst Du Dich besonders für eine Epoche oder eine historische Person. Dies könnte ein Ausgangspunkt für eine Romanidee sein. Auch historische Quellen und Berichte bieten eine ausgezeichnete Grundlage für ein Buch. In faktisch jeder Unibibliothek der Historiker findest Du einen Quellenlesesaal. Dort gibt es zum Beispiel Reiseberichte oder andere Zeitquellen. Ein solcher Lesesaal kann sich als wahre Fundquelle für eine Buchidee entpuppen. Gerade wer einen historischen Roman schreiben möchte, findet hier geeignete Motive für ein Buch. Solltest Du dich für einen historischen Stoff als Buchidee entscheiden, dürftest Du für die Recherche für deinen Roman noch einige Stunden in der Bibliothek verbringen.

– Zeitungsmeldungen und Zeitschriften: Auch in Zeitungen und Zeitschriften kann man eine passende Buchidee finden. Hier kann es sinnvoll sein, Zeitschriftenarchive in einer Bibliothek auf der Suche nach Inspiration durchzuschauen. Es gibt noch immer Bibliotheken, welche ganze Jahrgänge gebundener Tageszeitungen in den Regalen haben. Das Schleppen solcher Bände zum Lesetisch ist nicht nur ein ausgezeichnetes Fitnesstraining, gerade Krimiautoren könnten hier fündig werden und eine Romanidee entdecken. Vielleicht stößt Du ja auf einen 10 Jahre alten Artikel über einen Mordfall, welche Dich inspiriert. Oder Du bist kein Krimiautor, findest aber eine andere spannende Geschichte aus dem wirklichen Leben in einer alten Zeitung oder Zeitschrift. Auch hier solltest Du darauf achten, wie bei einem autobiographischen Roman keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen.

– Klassische Motive und Themen neu verarbeitet: Es ist immer wieder reizvoll, ein klassisches Thema der Literatur völlig neu zu bearbeiten. Die Neuinterpretation von Romeo und Julia war nur ein Beispiel. In der Literatur tauchen immer die gleichen Motive auf und sie werden immer wieder neu bearbeitet. Wie oft wurde schon über unerfüllte Liebe, Bruderstreit, vertauschte Kinder oder Dreiecksbeziehungen geschrieben. Doch immer haben die Autoren diesen Motiven ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Willst Du über nach der Geburt vertauschte Kinder schreiben, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeit, diese Buchidee umzusetzen. Dein Roman kann eine Tragödie oder Komödie werden, je nachdem wie Du den Stoff interpretierst.

Mit diesen Inspirationsquellen sollte eigentlich jeder Autor eine Buchidee finden. Hast Du hingegen noch immer keine Idee, worüber Du schreiben kannst, können auch einzelne Kreativitätstechniken weiterhelfen. Es gibt eine Reihe von Techniken, mit welchem man Ideen für Romane aber auch Kurzgeschichten, Charakternamen oder auch Projekte finden kann.

Die perfekte und einmalige Buchidee gibt es nicht

Der Abschnitt über die Motive deutet es bereits an: Es gibt nur selten völlig neue Romanideen. Es gibt vielmehr eine größere Anzahl von literarischen Themen, welche in verschiedenen Variationen immer wieder neu bearbeitet werden. Am denke nur an „Ein ganzes halbes Jahr“ von Joyo Moyes. Immer wieder konnte man lesen, dass der Roman letztendlich nur eine Kopie des Filmes „Ziemlich beste Freunde“  wäre und Moyes hier einfach eine Liebesgeschichte daraus gemacht hat. Auch wenn Ähnlichkeiten vorhanden sind, greift diese Kritik letztendlich ins Leere. Joyo Moyes hat der Geschichte von Lou und Will eben Ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Wäre der Roman dazu einfach eine freche Kopie, wäre das Buch sicherlich nicht so erfolgreich.

Jeder Autor muss seiner Buchidee seinen ganz individuellen Stempel aufdrücken. Ein gutes Buch lebt von der Umsetzung der Geschichte, dem Schreibstil des Autors und den Figuren. Denn mit einer tollen Buchidee alleine kann man noch keinen Verlagslektor überzeugen.

Recherche für Roman-Autoren – Informationen finden

Recherche für Roman-Autoren – Informationen finden

Recherche gehört zum Schreiben vieler Bücher dazu, nur so kann man einen Roman ohne logische Fehler und Ungereimtheiten verfassen. Wie groß der Aufwand bei der Beschaffung der notwendigen Informationen ist, hängt vor allem vom Genre ab. Eine aufwendige Recherche benötigen natürlich vor allem historische Romane. Aber auch Science Fiction und Krimis verlangen ein genaues Arbeiten. Schreibst Du SF, musst Du auf eine Vielzahl von technischen Feinheiten achten und  selbstverständlich ein gewisses Verständnis für Technik mitbringen. Ebenso müssen gerade angehende Krimi-Autoren viel recherchieren. Es reicht hier nicht nur, sich einen besonders raffinierten Mord auszudenken. Willst Du einen Krimi schreiben, musst Du im Vorfeld zum Beispiel folgende Fragen stellen und klären: Wie funktioniert Polizeiarbeit in den Land, wo deine Handlung spielt? Wie geht ein privater Ermittler vor? Wie arbeitet ein Richter?

Ja, selbst für Fantasy-Autoren ist Recherche wichtig. Zwar spielt hier die Handlung des Romans in einer völlig anderen Welt, doch diese Welt muss für den Leser nachvollziehbar sein. Wichtige Fragen je nach Handlung wären: Wie funktioniert das Regierungssystem? Wie ist die Armee organisiert, welche den Orksturm aufhalten soll? Für Fantasy-Autoren ergeben sich mitunter schwierige Fragen, welche sich oft nur schwer beantworten lassen. Wie viel Kilo wiegt zum Beispiel ein Troll? Diese Frage kann relevant sein, wenn man einen glaubwürdigen Kampf mit einem solchen Ungetüm darstellen möchte. Selbst auf solche Fragen weiß das Internet eine Antwort, wobei die Meinungen über das Gewicht von Trollen doch recht weit auseinandergehen.

Recherche Online
Heute kann viel Recherche für einen Roman online machen, Bild © by Rainer Sturm / pixelio.de

Das gute Internet. Dank dem World Wide Web ist Recherche für Autoren heute viel leichter. In früheren Zeiten mussten Schriftsteller für ihren Roman noch zig Bibliotheken abklappern und in dunkle Archive hinabsteigen. In Zeiten der Internetrecherche ist dies vorbei. Jedoch solltest Du einige Regeln beachten, damit Du auch die richtigen und vor allem verlässlichen Informationen findest.

Recherche für Autoren im Internet – Wikipedia und Co

Unendliche Weite – So könnte man heute das Internet beschreiben. Hier findet man schnell jede Info, welche man benötigt. Auf der anderen Seite kann auch jeder der möchte, Informationen einstellen. Grundsätzlich ist eine Online Recherche ein guter Weg, um zum Beispiel sich über die Schlacht bei Tannenberg 1410 zu informieren, wenn man einen historischen Roman über den Deutschen Ritterordnen schreibt. Gibt Du den Suchbegriff bei Google ein, findest Du zahlreiche Artikel und Landkarten zur Bewegung der Truppen auf dem Schlachtfeld. Dazu verweist Google auf YouTube-Videos mit Dokumentationen zur Schlacht. Auf diesem Weg kannst Du schon sehr viele Informationen für dein historisches Buch gewinnen.

Doch ganz egal, aus welcher Quelle deine Informationen aus dem Netz stammen, Du solltest diese Fakten immer zweimal checken. Wie bereits erwähnt: Jede Person kann heute etwas im Internet veröffentlichen. Doch hat diese Person vor einer Veröffentlichung sauber recherchiert? Man weiß es nicht. Vielleicht hält sich nur jemand für einen Experten auf einem Fachgebiet. Oder die Person will im Extremfall sogar bewusst Fehlinformationen verbreiten. Geht man richtig an die Sache ran, ist Online Recherche hilfreich und ergiebig. Doch Du solltest Dich nicht nur auf das Internet verlassen.

Recherche Bibliothek
In Bibliotheken findet man detailierte Informationen für sein Buch, Bild © by I-vista / pixelio.de

In Bibliotheken kannst Du wichtige Informationen für deinen Roman finden und das Thema vor allem vertiefen. Hier findest Du Fachliteratur, die das Thema deines Buches viel ausführlicher behandelt als es im Internet möglich ist. Achte dabei jedoch auf möglichst aktuelle Literatur, denn sonst könnten die Forschungsergebnisse bereits überholt sein. Man denke zum Beispiel an neue Erkenntnis bei der historischen Forschung, welche alte Annahmen über einen Schlachtverlauf über den Haufen werfen. Wer zum Beispiel einen historischen Roman über die Varusschlacht schreibt und sich hier auf ältere Forschungsliteratur bei der Recherche stützt, wird mitunter einige Fakten falsch darstellen. Neben dem Besuch in einer Bibliothek kannst Du für deinen Roman auch Zeitzeugen (vielleicht nicht unbedingt von der Varusschlacht) befragen wie Museen und Archive aufsuchen. Am Ende kommt es bei der Informationsbeschaffung für dein Buch auf die richtige Mischung an. Wie die Arbeit eines Autors bei der Recherche aussehen könnte, verdeutlich der Erfolgsautor Andreas Eschenbach überzeugend in einem Beitrag auf seiner Seite.

Wie viel Recherche ist notwendig?

Wie intensiv muss man für seinen Roman eigentlich recherchieren? Dies hängt natürlich vor allem vom Thema und Vorwissen des Autors ab. Doch die Frage ist durchaus berichtigt. Recherche kann schnell zum echten Zeitfresser werden. Muss man wirklich noch das fünfte und sechste Buch zum höfischen Leben in Versailles durchschauen? Wohl eher nicht. Man könnte es auf diese Formel bringen: Das Buch muss nicht perfekt sein. Fehlen Dir jedoch wichtige Informationen zu deinem Roman, muss Du diese recherchieren, Du solltest jedoch bei der Recherche nicht dem Perfektionismus verfallen.

Bei fast jedem Roman wird es immer wieder Leser geben, welche von logischen Fehlern oder fehlendem Realismus sprechen. Man nehme nur den Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes. Gerade Personen, welche Erfahrungen mit Menschen im Rollstuhl haben, kritisierten den Roman von Moyes (z.B. in den Rezensionen auf Amazon) als stellenweise nicht realistisch. Dabei mögen einige Einwände durchaus stimmen. Doch ein Roman ist immer noch Fiktion und kann nicht in allen Punkten die Realität abbilden. Am Ende kann man nur sagen: Dem Roman von Jojo Moyes haben die Kritiken nicht geschadet. Das Buch hat sich weltweit erfolgreich verkauft, viele Leser begeistert und wurde am Ende sogar verfilmt.

Kreativitätstechniken für Autoren – Ideen finden

Kreativitätstechniken für Autoren – Ideen finden

Kreativität und Inspiration sind die Grundlage für jeden Autor. Doch Ideen für neue Geschichten und Romane lassen sich nicht einfach auf Knopfdruck abrufen. Aber was soll man machen, wenn der erhoffte Geistesblitz nicht kommt? Hier können Kreativitätstechniken weiterhelfen. In der Vergangenheit wurde eine Vielzahl von Techniken entwickelt, welche für neue Ideen sorgen sollen. Nicht alle Methoden sind für Einzelpersonen oder Autoren geeignet. Einige dieser Verfahren funktionieren nur in der Gruppe oder sollen dazu dienen, neue Produktnamen zu finden. Möchte man ein Buch schreiben, helfen diese Methoden nicht weiter.

Inspiration
Mit den richtigen Kreativitätstechniken zur Inspiration und Ideenfindung, Bild © by Peter Bast / pixelio.de

In unserem Beitrag haben wir einige spezielle Kreativitätstechniken für Autoren zusammengestellt. Mit unseren Tipps erfährst Du, wie man Ideen für Kurzgeschichten oder Romane findet. Dazu stellen wir im zweiten Teil einige Verfahren vor, wie man Schreibblockaden überwindet und wieder in einem Schreibfluss kommt.

Kreativitätstechniken zur Ideenfindung

Zur Ideenfindung und Inspiration wurden in der Vergangenheit einige Methoden entwickelt, welche auch für Schriftsteller interessant sind. Dies reicht von bekannten Verfahren wie dem Brainstorming, über die Lexikontechnik, dem Verfahren der Semantischen Intuition, bis zur Walt-Disney-Methode mit einem dreifachen Perspektivwechsel. Die vorgestellten Kreativitätstechniken dienen dabei durchaus verschiedenen Zwecken. Einige Methoden helfen nur weiter, wenn man bereits eine erste Idee hat und diese konkretisieren möchte. Manche Techniken regen zu völlig neuen Ideen an. Mit der Walt-Disney-Methode kann man sogar ein Buchprojekt planen.

Brainstorming und Mindmapping

Brainstorming dürfte ein Begriff sein, welchen die meisten Menschen aus dem Schulunterricht als kreative Methode kennen. Man lässt seinen Gedanken freien Lauf und notiert alle Ideen, welche man zu einem Thema hat. Diese Kreativitätstechnik ist hilfreich, wenn Du zum Beispiel eine erste Idee für einen Roman hat. Um möglichst viele Inspirationen für dein Buch zu finden, verbindest Du am besten Brainstorming und Mindmapping. Denn dank des Mindmappings fließen deine Ideen nicht nur ungefiltert, sondern bekommen gleichzeitig eine Struktur. Beide Verfahren sind einfach, dabei jedoch äußerst effektiv.

Man nimmt ein Blatt Papier im Querformat. Wenn Du besonders ambitioniert bist, kannst Du auch ein größeres Blatt im DIN A3-Format wählen. In die Mitte kommt das zentrale Thema. Notiere Dir um das Thema herum verschiedene Unterpunkte. Dies sind die weiteren Ideen, welche Dir zu deinem Roman oder deiner Kurzgeschichte einfallen. Dann folgen weitere Punkte zu den Unterpunkten. Wenn man die Kreativitätstechniken Brainstorming und Mindmapping richtig miteinander verbindet, entstehen ganze Ideenbäume. Dabei zeigen sich sehr schnell Lücken im Konzept: Wo die Äste (einzelne Kapitel) noch recht dünn sind, fehlt es noch an Ideen.

Zufallstechniken

Unter dem Begriff Zufallstechniken kann man verschiedene Kreativitätstechniken für Autoren zusammenfassen, wo wir unsere Inspiration der Laune des Glücks verdanken. Besonders effektiv ist hier die Lexikontechnik. Man nimmt ein Lexikon oder auch Wörterbuch und schlägt es an einer beliebigen Stelle auf. Du kannst zum Beispiel mit vier Begriffen beginnen. Aber keine Angst, Du musst jetzt keinen Text mit den Begriffen Nekromant, Gregor VII, Känguru und Waldsterben schreiben, wobei dies sicherlich eine Herausforderung wäre. In kreativen Schreibgruppen macht man dies durchaus, aber Dir geht es ja um Ideenfindung und Inspiration.

Lexikontechnik
Die Lexikontechnik kann Ideen für Romane und Kurzgeschichten anstoßen, Bild © by Rainer Sturm / pixelio.de

Die Wörter sollen Dir vor allem einen kreativen Anstoß geben. Brachten die Zufallswörter noch nicht die gewünschte Inspiration, wiederhole das Verfahren einfach. Es kann auch helfen, einzelne Wortgruppen wie Verben oder Namen von historischen Personen auszuschließen. Bei den Kreativitätstechniken, welche auf dem Zufall basieren, hört man auch von der Katalogtechnik. Hier soll man einen Warenhauskatalog aufschlagen und sich durch die Bilder inspirieren lassen. Doch diese Methode zur Inspiration dürfte heute veraltet sein, denn wer hat noch die dicken Warenhauskataloge daheim, mit welchen man jemand erschlagen kann. Erwecken jedoch Bilder deine Kreativität? Dann gib die gefundenen Begriffe aus der Lexikontechnik in Google Bilder ein.

Semantische Intuition

Bei den Kreativitätstechniken ist das Verfahren der Semantischen Intuition in zweifacher Form interessant. Einmal dient die Methode der Ideenfindung, weiterhin kann man hiermit neue Namen kreieren. Dies dürfte vor allem für Fantasy-Autoren von Interesse sein. Sucht Du nach neuen Ideen, gehst Du wie folgt vor. Notiere Dir eine Anzahl von Begriffen, welche mit deinem Roman im direkten Zusammenhang stehen. Nehmen wir Begriffe aus den Umfeld eines klassischen Krimis: Bank, Geld, Flucht, Tat, Auto, Raub. Durch die Zusammensetzung bekommt man Ideen zur Handlung. Es könnte ein Bankraub werden oder warum überfällt man nicht gleich das Geldauto. Dazu entstehen ungewohnte Wortkombinationen, welche zu Ideen führen können. Was macht man mit einem Begriff wie Geldflucht. Wohin schaffen war das Geld aus dem Bankraub? Nun ja, am besten nach Panama.

Die Semantische Intuition gehört zu den vielseitigen Kreativitätstechniken. Über dieses Verfahren gewinnt man auch Namen für Personen und Orte. Gerade Fantasy-Autoren müssen immer wieder Orte kreativ benennen. Schlag einmal den Atlas auf. Hier kommen nach dem Prinzip Zufall mehrere Städte und Städtchen auf eine Liste. Man macht keine Unterschiede zwischen großen und kleinen Orten. Das kleine österreichische Alpbachtal kommt ebenso auf die Liste wie Großstädte wie Mannheim oder Nürnberg. Mit etwas Kombinatorik bekommen wir Ortsnamen wie Alpheim oder Alpburg. Wäre dies nicht ein toller Wohnort für unsere Nekromanten, welche wir über die Zufallstechnik gefunden haben? Umso mehr Städte auf deiner Liste stehen, umso mehr Ortsnamen kannst Du kreieren. Mit Personennamen funktioniert diese kreative Methode genauso.

Walt-Disney-Methode

Sicherlich hast Du schon einmal von der Walt-Disney-Methode gehört. Dieses Verfahren des dreifachen Perspektivwechsels gehört zu den bekanntesten Kreativitätstechniken. Während Du die Methode anwendest, nimmst Du nacheinander die Rolle des Träumers, Realisten und Kritikers ein. Der Träumer ist ein Visionär und liefert Ideen, ohne sich groß um die Umsetzung zu kümmern. Er ist enthusiastisch und denkt groß. Der Realist ist der Macher und Pragmatiker. Er interessiert sich nur für die Umsetzung der Ideen und denkt auch an die einzelnen Arbeitsschritte. Der Kritiker prüft die Vorgaben seiner Vorgänger. Hier erfolgt die Qualitätskontrolle der Ideen und der Planung.

Der Träumer: Visionär und Ideenlieferant

Der Realist: Pragmatiker und Macher

Der Kritiker: Qualitätsmanager und Fragensteller

Nehmen wir an, Du planst ein Buchprojekt. Als erstes nimmst Du die Rolle des Träumers ein. Dieser denkt groß und ist ein echter Optimist. Wäre es nicht besser, aus deiner Romanidee gleich eine Trilogie zu machen? Die Idee gibt es doch her. Nun schlüpfst Du in die Rolle des Machers. In dieser Rolle sagst Du. Also gut, eine Trilogie. Bevor ich überhaupt mit dem Schreiben anfangen kann, muss ich den Stoff auf drei Bücher aufteilen. Dazu muss ich jeden Tag schreiben, damit ich den Dreiteiler in einer vernünftigen Zeit beende. Nun kommt der Kritiker zu Wort und unterwirft alles einer Prüfung. Dieser könnte vielleicht einwenden, dass es bei Dir mit dem regelmäßigen Schreiben zeitlich nicht klappt. Am Ende könnte ein Kompromiss stehen. Der Roman wird ein umfangreiches Einzelwerk, welches sich in drei Teile gliedert.

Kreativitätstechniken gegen Schreibblockaden

Es gibt Autoren, welchen es nie an Ideen für Bücher und Kurzgeschichten fehlt. Inspiration und Kreativität sind hier nicht das Problem, doch bei der Umsetzung hapert es mitunter. Man kommt nicht so richtig in den gewünschten Schreibfluss, um seine Geschichten zu Papier zu bringen. Solche Schriftsteller leiden häufig an Schreibblockaden. Gegen solche Blockaden gibt es ebenso eine Reihe von Kreativitätstechniken. Diese Methoden für Autoren stellen wir Dir im zweiten Teil vor.