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Kategorie: Self-Publishing

Self-Publishing als Alternative zum klassischen Verlag

Self-Publishing als Alternative zum klassischen Verlag

Hast Du schon einmal über das Thema Self-Publishing nachgedacht? Sicherlich, viele Autoren möchten Ihr Buch am liebsten in einem bekannten, großen Verlag wie Suhrkamp, S. Fischer oder Weltbild veröffentlichen. Doch gerade der Weg ins Verlagsprogramm der großen Verlagshäuser ist schwer, da sich hier besonders viele unverlangte Manuskripte auf den Schreibtischen der Lektoren stapeln. Ein Erfolg bei einem größeren Buchverlag ist durchaus nicht ausgeschlossen und für jeden Autor einen Versuch wert, doch in der Realität schaffen es sehr wenige Manuskripte ins Verlagsprogramm der ganz Großen. Für jeden Buchautor gibt es jedoch eine Reihe von interessanten Alternativen. Sei es nun eine Veröffentlichung im Kleinverlag oder der Weg in einen Verlag über einen Literaturagenten, der über die notwendigen Kontakte zu Verlagslektoren verfügt. Alternativ kannst Du dein Buch auch als Self-Publisher unabhängig von einem Verlag und einer Agentur veröffentlichen. Das vielschichtige Thema „Self-Publishing“ gänzlich zu erklären, würde den Rahmen dieses kleinen Beitrags sprengen, jedoch wollen wir Dir einen kleinen einführenden Einblick nicht vorenthalten.

In den letzten Jahren hat sich ein Markt für Self-Publisher in Deutschland entwickelt. Wenn Du heute dein Buch veröffentlichen möchte, bist Du nicht mehr auf einen Verlag angewiesen. Mit der Publikationsform Book on Demand kann jeder Autor kostengünstig seinen eigenen Roman in den Buchhandel bringen. Immer mehr Schriftsteller entscheiden sich auch für die Veröffentlichung ihres Werkes als eBook, denn Experten sagen elektronischer Literatur eine große Zukunft in Deutschland und steigende Leserzahlen voraus.

Self-Publishing – Book on Demand und eBook

Grundsätzlich gibt es beim Self-Publishing zwei Möglichkeiten: Bringe dein Werk entweder als Book on Demand und / oder als eBook auf den Markt. Viele deutsche Anbieter für Self-Publishing ermöglichen beide Formen der Veröffentlichung. Books on Demand ist eine Publikationsform für Kleinstauflagen und basiert auf dem Digitaldruckverfahren. Das Buch liegt beim Dienstleister nur in elektronischer Form vor und wird erst auf Bestellung gedruckt. Wenn Du dein Werk als Book on Demand veröffentlichen willst, schicke deinen Roman im Regelfall als PDF-Datei an einen Anbieter wie BoD oder ePubli und bestimmen den Leistungsumfang für dein Buch. Einzelne Dienstleister bieten Zusatzleistungen wie Covergestaltung und Lektorat an, welche zusätzlich Geld kosten. Eine ISBN-Nummer ist bei immer mehr Anbietern im Grundpreis (der meist zwischen 50 Euro und 200 Euro liegt) mit inbegriffen. Bei der Auftragserteilung für dein Book on Demand legst Du auch selber den Verkaufspreis des Buches und deine Autorenmarge fest.

eBook-Reader
Ein Viertel der Deutschen liest mittlerweile eBooks, Bild © by Petra Brok / pixelio.de

Mit einem eBook erstellst Du ein elektronisches Buch, was man auf einem eBook-Reader, Tablet oder Computer lesen kann. eBooks erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit, dazu gibt es mittlerweile ein breites Angebot von eReadern. Experten gehen davon aus, dass der Markt für elektronische Literatur in Deutschland jedes Jahr langsam jedoch stetig wächst. Laut einer Umfrage der BITKOM im Jahr 2016 liest etwa ein Viertel der Deutschen eBooks. Besonders beliebt ist elektronische Literatur bei den 14- bis 29-jährigen Lesern mit einem Anteil von 36 Prozent. Ein Detail sollte man nicht unerwähnt lassen, der Anteil von eBook-Lesern stagniert seit Jahren in Deutschland. Doch diese Personen entscheiden sich immer häufiger für das Lesen auf einem eReader und entdecken dabei auch Literatur im Bereich Self-Publishing.

Wenn Du deinen Roman als eBook verkaufen möchtest, kannst Du das Buch wie gewohnt mit einem Textverarbeitungsprogramm schreiben. Nutze während des Schreibens keine ungewöhnlichen Schriftarten oder Formatierungen, damit es später beim Erstellen des eBooks keine Probleme mit dem Layout gibt. Um ein elektronisches Buch zu erstellen, gibt es kostenlose Programme wie Calibre oder den Mobipocket-Creator.  Vom Mobipocket-Creator gibt es schon länger keine neue Version, deshalb raten wir zu Calibre. Du kannst das eBook direkt über Online-Shops wie Amazon, Apple oder Kobo verkaufen. Diese Anbieter haben auf ihren Seiten eigene Apps zum Erstellen von eBooks. Beachte dabei, dass Amazon und Apple mit eigenen Formaten für elektronische Bücher arbeiten und die verkauften eBooks nur auf den Readern des jeweiligen Anbieters zu lesen sind.

Self-Publishing und die Rolle der Distributoren

Alternativ kannst Du ein elektronisches oder gedrucktes Buch auch bei einem Dienstleister wie BoD, Neobooks, ePubli oder BookRix verkaufen. Diese Online-Shops bieten elektronische Literatur in weitverbreiteten Formaten wie EPUB oder MOBI an. Dazu sind diese Distributoren noch in einer anderen Hinsicht interessant. Ein Dienstleister wie BookRix verteilt deinen Roman an zahlreiche Online-Shops, dafür behält er einen Teil vom Verkaufspreis des Buches als Honorar. Wenn Du dein Werk direkt über Amazon oder Kobo verkaufst, verdienst Du dort häufig mehr, trotzdem kann sich das Angebot der Distributoren unterm Strich lohnen: Du belieferst mehr Online-Shops, verkaufst mehr Bücher und verdienst mehr Geld.

Bevor Du Dich sich für einen Dienstleister entscheidest, solltest Du Dir das Angebot der Distributoren und auch der direkten Anbieter ganz genau anschauen. Die Dienstleister zahlen nicht nur unterschiedliche Honorare an die Autoren aus, es hängt dazu von deinem Verkaufspreis ab, was Du als Self-Publisher verdienst. Besonders gravierend sind die Unterschiede bei Kindle Direct Publishing (KDP) über Amazon. Kostet dein Buch dort 2,99 Euro bis 9,99 Euro (brutto), bekommst Du 70 Prozent als Autorenhonorar (vom netto). Verlangst Du für deinen Roman wiederum mehr als 9,99 Euro (brutto) gibt es nur 70 Prozent (vom netto) über KDP. Wenn Du zum Beispiel dein eBook günstig für 2,99 Euro verkaufst, gehen sicherlich mehr Exemplare über den virtuellen Ladentisch wie bei 11,99 Euro. Unterm Strich erzielst Du mit dem günstigeren Preis mehr Einnahmen mit Self-Publishing. Wie viel Prozent man vom Verkaufspreis als Autorenhonorar bekommt, hängt also auch maßgeblich von deiner Preisgestaltung ab.

Bei den Distributoren sind die Unterschiede beim Honorar nicht so gravierend wie bei KDP von Amazon. Bekannt Anbieter sind hier Xinxii, ePubli, Neobooks und BookRix, um nur einige Beispiele zu nennen. Relevante Fragen, bevor Du Dich für einen Distributor entscheidest, wären: Sind die Kosten für eine ISBN beim Dienstleister inklusive? Wie sieht es mit der Kündigung aus und entstehen zusätzliche monatliche Kosten? Wie hoch sind die Gebühren? Welche Shops werden beliefert? Nimm Dir wirklich Zeit, Dir die Angebote der Distributoren genau anzuschauen, diesen Rat kann man nicht oft genug geben. Ob man sich nun für klassisches Self-Publishing oder einen Distributor als Dienstleister entscheidet, in jedem Fall gilt: Bei allen Anbietern erhältst Du ein hohes Autorenhonorar für dein elektronisches Buch oder Book on Demand. Autoren als Self-Publisher erhalten häufig zwischen 50 bis 80 Prozent vom Verkaufspreis, was deutlich über den Honoraren in einem klassischen Verlag im Printbuch (etwa 5-15 Prozent) liegt.

Lektorat, Cover, Marketing – Alles in den Händen des Self-Publishers?

Als Self-Publisher muss man sich bei vielen Dienstleistern um alles selbst kümmern. Darunter fallen zum Beispiel Lektorat, Covererstellung, Veröffentlichung auf verschiedenen Plattformen, Preisgestaltung, Marketing, Rechtliches und Abrechnung. Überlege Dir genau, ob Du alle diese Aufgaben allein als Self-Publisher übernehmen willst. Bist Du zum Beispiel sicher, dass Du mit allen rechtlichen Fragen beim Self-Publishing vertraut bist? Wie sieht es dazu mit steuerrechtlichen Fragen aus? Wie versteuert man Einnahmen aus Buchverkäufen? Hast Du darüber hinaus keine Erfahrung bei der Gestaltung eines Covers, solltest Du diese Aufgabe einem Profi überlassen. Ein amateurhaftes Cover schreckt den Leser ab und wirkt sich negativ auf den Verkauf aus.

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Mit Self-Publishing wird der Traum vom eigenen Buch wahr, Bild © by Peter Smola / pixelio.de

Sei als Self-Publisher auch bereit, zentrale Aufgaben abzugeben, selbst wenn Dir dadurch Kosten entstehen. Träume als Self-Publisher mit einem Book on Demand oder eBook nicht von zu großen Verkaufszahlen. Immer mehr Autoren gehen heute diesen Weg der Veröffentlichung, wodurch es ein breites Angebot an Literatur auf dem Markt gibt. Als Self-Publisher wirst Du im Regelfall trotz hoher Autorenhonorare nicht reich mit deinem Buch. Lege also deinem Chef nicht zu früh die Kündigung auf den Tisch. Du wirst jedoch sicherlich eine gute Anzahl von begeisterten Lesern für Ihren Roman finden und erfüllst Dir am Ende Ihren Traum vom eigenen Buch. Und mit ansteigender Leser- und Fanzahl von Buch zu Buch, steigen dann meist auch kontinuierlich deine Verkaufszahlen.

Social Media für Autoren – Der Einstieg in die Sozialen Medien

Social Media für Autoren – Der Einstieg in die Sozialen Medien

Die Sozialen Medien bieten Autoren eine große Chance, um auf sich aufmerksam zu machen und mehr Bücher zu verkaufen. Doch wie schöpfst Du das ganze Potential von Social Media aus? Wie solltest Du in den Sozialen Netzwerken als Autor agieren? Gibst Du „Social Media für Autoren“ bei Google ein, zeigt sich, wie komplex das Thema ist und dass es eine Vielzahl von Informationen hierzu gibt. So findet man zahlreiche Artikel, Videos, Hinweise auf Fachliteratur und Kurse für Marketingstrategien. Gerade junge Autoren mit ihrem ersten Roman sind hier schnell überfordert.

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Die Jagd nach dem Like in den Sozialen Netzwerken, Bild © by Tim Reckmann / pixelio.de

Dabei ist der Einstieg in die Sozialen Medien gar nicht so schwer, wenn man sich einige einfache Fragen stellt. Der Beitrag soll Autoren die ersten Schritte in den Sozialen Netzwerken erleichtern. Wir zeigen vor allem, wie man Facebook erfolgreich nutzt, gehen aber auch auf andere Soziale Plattformen ein. Bevor Du überhaupt eine Autorenseite erstellt, solltest Du Dir drei Fragen stellen: In welchen Sozialen Foren möchte ich neben Facebook noch aktiv werden? Wie viel Zeit möchte ich investieren? Was sind meine Ziele?

In welchen Sozialen Foren möchte ich neben Facebook aktiv werden?

Es gibt eine Vielzahl von Social Media, nicht alle eignen sich gleichermaßen für Autoren. Du solltest Dir im Vorfeld Gedanken machen, wo Du noch neben Facebook aktiv werden möchtest? Hast Du einen großen Bekanntenkreis bei Twitter, wäre es sinnvoll dieses Netzwerk zu nutzen. Auf dem Mikrobloggingdienst tummeln sich viele Schriftsteller und Buchblogger, die Plattform ist somit durchaus relevant für Buchmarketing. Hochinteressant für Autoren dürfte dazu LovelyBooks sein. Hier kannst Du Leserunden zu deinem Roman veranstalten, bekommst Feedback von den Lesern und machst dein Buch bekannter

Nun sind wir mit Facebook, Twitter und LovelyBooks bereits bei drei Netzwerken. Es empfiehlt sich, dass Du zu Beginn nicht in zu vielen Sozialen Medien aktiv wirst. Experten raten dazu, erst auf einer Sozialen Plattform zu starten und dann in einem Abstand von einigen Wochen oder Monaten in einem neuen Netzwerk zu beginnen. Auf wie vielen Plattformen Du aktiv sein möchtest, hängt auch von deiner Zeit ab.

Wie viel Zeit möchte ich investieren?

Social Media kann ein echter Zeitfresser sein und noch schlimmer: Man kann viel Zeit bei Facebook & Co verbraten, ohne einen nennenswerten Erfolg zu erzielen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Du Dir ein bestimmtes Zeitfenster pro Tag oder Woche setzt. Du bist zum Beispiel jeden Tag eine Stunde auf Facebook aktiv. Diese Stunde widmest Du voll und ganz diesem Medium. Neben Social Media möchtest Du schließlich noch Zeit zum Schreiben finden.

Gerade wer nicht vom Schreiben lebt, dürfte nicht viel Zeit für die Sozialen Medien haben. Es geht jedoch darum, regelmäßig am Ball zu bleiben. Dabei ist es nicht wichtig, dass man möglichst schnell viel Fans sammelt, sondern es geht um mittel- und langfristigen Erfolg. Ziele in den Sozialen Netzwerken lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen.

Was sind meine Ziele?

Was sind deine Ziele in den Sozialen Medien? Dies dürfte für die meisten Autoren klar auf der Hand liegen: Mehr Buchverkäufe. Dieses Ziel wirst Du erst auf lange Sicht umsetzen. Zuerst sollte es Dir darum gehen, eine aktive Fanbasis aufzubauen und treue Leser zu gewinnen. Es sollte nicht zwangsläufig darum gehen, möglichst viele Fans auf Facebook oder Follower auf Twitter zu haben. Es geht letztendlich um aktive Nutzer, welche die Inhalte deiner Autorenseite kommentieren und teilen. Empfiehlt eine kleine, aber aktive Fanbasis deine Bücher weiter, kann dies zu mehr Buchverkäufen führen als 1000 passive Follower.

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Eine kleine, aber begeisterte Fansbasis wirkt Wunder, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Eine solche Fanbasis sollte auf jeden Fall ein Ziel bei deinem Social Media Auftritt sein. Weitere Ziele könnten sein: Ich möchte Kontakte mit anderen Autoren und Buchbloggern schließen. Ich möchte meinen eigenen Bekanntheitsgrad erhöhen. Ich will in direkten Kontakt mit meinen Lesern treten und Feedback erhalten. Alle Ziele dürften mittel- und langfrist zu mehr Buchverkäufen führen.

Eine aktive Fanbasis in den Sozialen Medien gewinnen

Nun hast Du deine Ziele festlegt und auch schon deine Autorenseite bei Facebook oder ein Profil bei Twitter erstellt. Nun fehlt nur noch eine Kleinigkeit. Richtig, die Fans. Ein erster Schritte könnte es sein, Freunde und Bekannte auf deinen neuen Social Media Auftritt aufmerksam zu machen. Doch nicht jeder Autor verfügt über einen großen Bekanntenkreis und auf lange Sicht ist es nicht ausreichend, Bekannte zu aktivieren. Auf Facebook gibt es eine Vielzahl von Gruppen für Autoren mit vielen Mitgliedern. Melde Dich in diesen Gruppen an und werde dort aktiv.

Du kannst Dich in solchen Gruppen bekannt machen, indem Du nach einer kurzen Vorstellung eifrig kommentierst, anderen Mitgliedern bei Fragen hilfst und Kontakte knüpfst. Als aktives Mitglied kannst Du sicherlich auch einmal auf deine Autorenseite, eine Lesung oder dezent auf dein Buch aufmerksam machen. Es sollte jedoch nicht so aussehen, dass Du alle paar Tage auf Amazon und deinen Roman verlinkst. Diese Form der Eigenwerbung in Social Media bringt eher keinen Effekt und ist in vielen Facebook-Gruppen ausdrücklich nicht erwünscht. Es ist übrigens nicht notwendig, in tausend Gruppen Mitglied zu sein. Mit einem aktiven und freundlichen Auftreten in einer Handvoll Gruppen sollest Du Dir bereits langsam und stetig eine aktive Fanbasis aufbauen.

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Networking in Sozialen Medien, Bild © by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Bei Twitter ist es vereinfacht gesagt wiederum so: Man folgt bestimmten Personen und hofft natürlich insgeheim, dass diese einem zurückfolgen. Ein erster Schritt beim Mikrobloggingdienst könnte es sein, nach passenden Stichworten wie Buchblogger, Buchblog oder Rezensionen zu suchen. Auch spezifische Begriffe wie Fantasy oder Krimi machen Sinn. Auf diese Weise findest Du eine Vielzahl von Personen, welchen Du folgen kannst und ein gewisser Teil wird auch Dir folgen. So baust Du Dir eine erste Gefolgschaft in den Sozialen Medien auf.

Social Media braucht Zeit

Es empfiehlt sich, bereits an einer aktiven Fanbasis zu arbeiten, während Du noch an deinem Auftritt (z.B. deiner Autorenseite) in den Sozialen Medien werkelst. Es braucht Zeit, bis Du in einzelnen Facebook-Gruppen bekannt wirst und Dich etablierst. Grundsätzlich solltest Du immer bedenken, Social Media braucht Zeit. Du wirst in den ersten Wochen nicht gleich 100 Fans gewinnen oder gar deine Buchverkäufe steigern. Setze Dich dazu nicht zu sehr unter Druck oder vergleiche Dich mit anderen Autoren. Vielleicht dauert es bei Dir einfach länger, um die gewünschte Fanbasis in den Sozialen Medien zu etablieren.

Das richtige Coverformat wählen – Wissenswertes zum Buchcover

Das richtige Coverformat wählen – Wissenswertes zum Buchcover

Ein kurzer Blick in dein Bücherregal dürfte es zeigen. Es gibt eine Vielzahl von Buchformaten und Coverformaten auf dem Markt. Die Romane in deinem Regal dürften kaum auf gleicher Höhe nebeneinander stehen. Die Formate unterschieden sich vor allem bei Belletristik, Fachbüchern und Kinderbüchern. Die verschiedenen Buchformate wurden jedoch nicht etwa willkürlich vom Verlag festgelegt. Es gibt in Deutschland bestimmte Standards für ein Buchcover und damit das Format eines Buches. Möchtest Du einen Roman, Ratgeber oder ein Fachbuch veröffentlichen, sollest Du grundlegendes Wissen über die gängigen Formate auf den Buchmarkt besitzen. Welches Format Du wählen solltest, hängt häufig vom Bereich (z.B. Belletristik, Kinderbuch) ab, wo Du veröffentlichst.

Coverformat Geschenkbuch
Quadratisch, praktisch, gut? Gilt nicht für Romane und Fachbücher

Dabei muss man erwähnen, dass es für Buchcover keine festen Vorgaben gibt. Es ist jedoch ratsam, bestimmen Empfehlungen aus der Buchbranche zu folgen. Ein Taschenbuch im quadratischen Format wird deine Leser kaum ansprechen und sieht neben anderen Romanen unschön im Bücherregal aus. Sachbücher wirken wiederum mit einem speziellen Verhältnis von Breite und Länge in der Optik edler.

Coverformate: Oktav für Taschenbücher und der Goldene Schnitt

Ein besonders gängiges Buchformat ist Oktav oder das Taschenbuchformat. Hier gibt es ein Verhältnis von 1:1,5. Hat dein Buchcover eine Breite von 1000 Pixel, muss die Länge also bei 1500 Pixel liegen. Ein klassisches Taschenbuch hätte dann zum Beispiel eine Länge von 18,8 cm und eine Breite von 12,5 cm. Hier ergibt sich dann das besagte Ergebnis von 1:1,5. Wenn Du an deinem Buchcover arbeitest, musst Du dich allerdings auch nicht ganz exakt an diese Maße halten. Gerade im Bereich Self-Publishing nutzen viele Anbieter andere (wenn auch vergleichbare) Formate. Createspace von Amazon kennt zum Beispiel das Buchformat 5.06 x 7.81 inches (12,9 cm x 19,8 cm). Hier wäre das Verhältnis 1:1,53 (also 1000 und 1530 Pixel für dein Buchcover). Hier befinden wir uns sehr nah am klassischen Taschenbuchcover.

Coverformat Taschenbuch
Buchformate 1:62 (Camus) und 1,5 (Follett) im Vergleich

Dazu dürfte niemand mit dem bloßen Auge den Unterschied zwischen Oktav und dem Amazon-Format sehen. Beide Buchformate sind für Belletristik besonders geeignet und dein Buch wird dem Leser gut in der Hand liegen. Ein deutlich anderes Coverformat bekommt man mit dem Goldenen Schnitt (1:1,62) oder auch Legal. Hier sollte ein Cover bei 1000 Pixel Breite eine Länge von 1620 Pixel haben. Beim Goldenen Schnitt wirkt das Buchcover besonders elegant. Legal kommt vor allem bei Fach- und Sachbüchern zum Einsatz. Der rororo Verlag nutzt bei seinen Taschenbüchern mit 11,5 cm x 19 cm (1:1,65) ein ähnliches Format, damit unterscheidet man sich von anderen Verlagen mit Taschenbüchern. Selbst ein solches Coverformat wäre damit für Belletristik denkbar.

Coverformate für Ratgeber, Fachbücher und Kinderbücher

Möchtest Du einen Ratgeber oder ein Sachbuch herausgeben, empfiehlt sich ein Papierformat nach DIN-Norm. Das Buchformat entspricht hier einer Schreibmaschinenseite und beträgt 1:1,414 (1000 zu 1414 Pixel). Ein ähnliches Seitenverhältnis bekommt man bei Createspace mit 6.69 x 9.61 inches (17 x 24,4 cm). Hier ist dann das Verhältnis 1:1,43. Hier kannst Du erneut sehen, dass es nicht darum geht, dass Du dich mit deinem Buchcover päpstlich an bestimmte Formate halten musst. Wer Ratgeber oder Sachbücher veröffentlicht, sollte sich jedoch an diesem gängigen Format orientieren. Dieses Coverformat sollte auf den Leser recht vertraut wirken, weil es an gewohnten Seiten im Schriftverkehr (Schreibmaschinenformat) erinnert.

Coverformat Fachbücher
Die Coverformate (1:1,414) bei einem Fachbuch und großformatigem Werk (1:1,33)

Quadratisch ist das Kinderbuchformat, man spricht hier ebenso vom Fotobuch- oder Bildbuchformat. Man findet dieses Coverformat im Verhältnis von 1:1 neben Kinderbüchern auch bei vielen Kochbüchern, Bastelbüchern, Geschenkbüchern oder kleineren Bildbänden. Createspace von Amazon bietet das quadratische Format mit 8.25 x 8.25 inches (21,59 x 21,59 cm) an. Solltest Du ein Kinderbuch mit vielen Bildern veröffentlichen, ist dieses Buchformat sehr sinnvoll. Weiterhin trifft man auf dem Buchmarkt ein nicht näher benanntes Format an, welches sich für großformatige Werke eignet. Hier liegt das Seitenverhältnis etwa bei 1:1,33 (1000 x 1330 Pixel). Beispiele hierfür sind Lehrbücher vom Spektrum Verlag (Gustav Fischer) oder von diversen Bildbänden im größeren Format. Dies sind echte Wälzer, die schwer in der Hand liegen und das Gewichtheben im Fitnessstudio ersetzen können. Ein solches Coverformat dürfte jedoch für Ratgeberautoren und Schriftsteller von Romanen kaum von Interesse sein.

Buchformat – Theorie und Praxis

Es wurde bereits mehrfach erwähnt, die hier genannten Formate wie der Goldene Schnitt oder das Schreibmaschinenformat Maße aus der Theorie sind. Nimmst Du zum Beispiel einige Fach- oder Sachbücher aus deinem Bücherregal, werden Messungen häufig keine exakten Seitenverhältnisse von 1:1,62 oder gar 1:1,414 ergeben. Das häufige Taschenbuchformat im Verhältnis 1:1,5 sollest Du wiederum häufiger in deinem Bücheregal finden, aber selbst hier dürfte es kleinere Abweichungen von Oktav geben. Solltest Du einige Messung vornehmen, zeigt sich sehr schnell: Ein Roman hat im Regelfall andere Seitenverhältnisse als wissenschaftliche Literatur oder ein Kochbuch. Mit deinem Wissen über die gängigen Buchformate und Genre, kannst Du Buchcover entsprechend gestalten und wirst damit den Erwartungen deiner Leser gerecht.

 

Die sieben größten Fehler beim Buch schreiben

Die sieben größten Fehler beim Buch schreiben

Wer sein erstes Buch schreibt, macht häufig Fehler. Man spricht hier gerne von Lehrgeld. Doch dies muss nicht sein. Wenn Du die schlimmsten Stolperfallen beim Roman schreiben kennst, kannst Du diese Probleme vermeiden. Der Beitrag soll besonders Erstautoren Orientierung geben und behandelt klassische Fehler von der Buchidee, über die Charakterentwicklung bis zur Covergestaltung. Diese sieben Fehler solltest Du kennen, bevor Du mit dem Schreiben an deinem Roman beginnst. So findest Du Dich im Irrgarten der Literaten zurecht.

Irrgarten der Literaten
Fehler vermeiden im Irrgarten der Literaten, Bild © by Rainer Sturm / pixelio.de

1. Trends nachlaufen

Dein Roman wird garantiert ein echter Erfolg, weil Du über ein besonders trendiges Thema schreibst? Vergleichbare Bücher sind schließlich aktuell ein echter Renner auf dem Buchmarkt. Doch Vorsicht bei der Themenwahl, denn hier könntest Du bereits den ersten Fehler begehen, bevor Du eine Zeile schreibst. Es ist nie ratsam Trends nachzulaufen. Was heute bei den Lesern noch völlig in ist, kann bereits morgen kalter Kaffee sein. Kannst Du denn einschätzen, wie der Buchmarkt sich entwickelt, wenn dein Roman fertig ist?

Es soll Autoren geben, welche die Idee für ihr Buch nicht nach Interesse auswählen, sondern nach dem Kriterium „Verkaufserfolg“. Natürlich ist es wichtig, sich auch darüber Gedanken zu machen. Doch es ist immer ratsam über ein Thema zu schreiben, was Dir liegt. Nur so stehst Du hinter deinem Roman und das Schreiben macht auch Freude. Schließlich hast Du zu schreiben begonnen, um deine Geschichte zu erzählen.

2. Genremix

In welchem Genre schreibst Du dein Buch? Ist es Fantasy oder vielleicht ein Krimi? Oder arbeitest Du an einem historischen Roman? Vielleicht bist Du Dir über das Genre gar nicht so sicher. Oder Du hast Dich bewusst für einen Genremix entschieden. Du schreibst einen Liebesroman mit Science Fiction. Denkbar wäre auch ein historischer Krimi. Literarisch ist vieles möglich und es gibt für jeden Genremix durchaus gute und erfolgreiche Beispiele. Man denke nur an Solaris von Stanislaw Lem, der SF-Roman enthält eine Liebesgeschichte. Der Name der Rose von Umberto ist sowohl ein Krimi wie auch ein historischer Roman.

Obwohl es viele erfolgreiche Romane in diesem Bereich in der Literatur gibt, gilt der Genremix für Erstautoren als Fehler beim Buch schreiben. Entscheide Dich für ein dominierendes Genre und damit auch für eine Zielgruppe für dein Buch. Es ist sinnvoll, diese Entscheidung möglichst früh zu treffen, idealerweise wenn dein Roman noch in der Anfangsphase ist.

3. Zu wenig und zu viel Recherche

Recherche gehört zu jedem Buch dazu, hier sollte man nicht Extremen verfallen. Gerade Fantasy-Autoren neigen dazu, eher weniger zu recherchieren und dies ist ein Fehler beim Buch schreiben. Zwar funktioniert „deine Fantasy-Welt nach deinen Regeln“, jedoch muss die Welt für den Leser glaubwürdig sein. Wie sehen die gesellschaftlichen Strukturen aus und wie regiert der König das Land? Hier ist es ratsam, sich zumindest grob an historischen Vorbildern zu orientieren und dazu gehört Recherche. Oder vielleicht denkst Du, dem Leser werden Ungenauigkeiten in deinem Buch gar nicht auffallen. Unter deinen Lesern wird sich zumindest ein Experte finden, der mit dem Thema deines Romans (z.B. Detektivarbeit) vertraut und dazu noch äußerst kleinlich ist. Gerade solche Leser bemängeln gerne in Rezensionen auf Amazon „mangelnde Recherche“. Und einen Stern gibt es auch noch dazu.

Auch das andere Extrem ist ein Fehler, wenn Du ein Buch schreibst. Übertriebene Recherche bringt häufig keinen Mehrwert für deinen Roman und frisst nur Zeit. Wahrscheinlich wirst Du im 6 oder 7 Fachbuch über das viktorianische Zeitalter nicht mehr viel Neues für deine Geschichte erfahren. Gerade Schriftsteller mit einem Hang zum Perfektionismus neigen dazu, zuviel Recherche zu betreiben.

4. Passiver Charakter

Es gibt Schreibratgeber, welche einen passiven Charakter als den größten Fehler beim Buch schreiben nennen. Dies kann auch der Buchinsider unterschreiben. Ein passiver Charakter ist letztendlich ein schwacher Held. Er verdient nicht die Sympathie der Leser. Doch was ist mit einem schwachen Protagonisten gemeint? Ein passiver Charakter in deinem Buch treibt die Handlung nicht voran, Dinge geschehen zufällig oder werden von anderen Figuren angestoßen. Doch wer ist eigentlich der Held in deinem Buch und sollte die Story vorantreiben?

Passive Charakter
Passive Charakter sind ein klassischer Fehler , Bild © by Juergen Jotzo  / pixelio.de

Es geht nicht um eine perfekte Figur in deinem Roman, die alle Hindernisse ohne Probleme meistert. Der Charakter kann Schwächen und Selbstzweifel haben, aber er stellt sich dem Konflikt (dies ist wichtig) und treibt die Handlung in deinem Roman voran. Ein schönes Beispiel für einen aktiven Helden ist Frodo aus dem Herrn der Ringe. Als kleiner Hobbit einfach nach Mordor zu spazieren ist sicherlich keine Kleinigkeit. Aber er übernimmt die Aufgabe und treibt diese mit großer Energie (damit auch die Handlung) voran.

5. Typische Romanlänge missachten

Kurzromane haben durchaus ihren Reiz, dies gilt besonders für den Autor, könnte man etwas überspitzt sagen. Wer möchte nicht sein Buch schnell veröffentlichen und Leser erreichen. Doch ein klassischer Roman hat eine gewisse Länge von 200 bis 500 Seiten. Gerade wer sein Buch bei einem Verlag veröffentlichen möchte, sollte nicht diesen Fehler beim Buch schreiben machen. Erstautoren haben es schon sehr schwer bei einem klassischen Verlag. Stimmt die Romanlänge nicht, wird eine Veröffentlichung in einem Buchverlag noch unwahrscheinlicher. Anders sieht es natürlich aus, wenn sich der Verlag auf Kurzromane spezialisiert hat, dies gibt es jedoch selten.

Auch als Selfpublisher solltest Du Dir  zumindest überlegen, ob Du wirklich Kurzromane unter 100 Seiten schreiben und verkaufen möchtest. Leider beurteilen mache Zeitgenossen ein Buch nicht nur nach dem Cover, sondern auch nach seinem Umfang. Klingt irgendwie komisch, ist aber so.

6. Mangelendes Lektorat

Dein Roman ist nun endlich fertig und soll möglichst schnell an einen Verlag. Oder Du willst dein Buch als Selfpublisher sofort auf Amazon oder bei einem anderen Anbieter veröffentlichen. Viele Autoren machen den Fehler und unterziehen ihr Buch keinen ausreichenden Lektorat. Es ist nicht so, dass diese Schriftsteller keinen großen Wert auf Rechtschreibung und Zeichensetzung legen. Dahinter steht häufig einfach nur der Wunsch, möglichst schnell zu veröffentlichen. Doch bevor Du überhaupt an eine Veröffentlichung denkst, solltest Du deinen Roman Bekannten oder Verwandten zum Korrekturlesen geben. Diese Person sollte natürlich mit Rechtschreibung und Zeichensetzung vertraut sein. Wichtig ist dazu: Lass deinen Freund ausreichend Zeit zur Korrektur und sei auch offen für andere Anregungen (z.B. logische Fehler).

Der Duden - Lernt Fehlern das Fürchten, Bild © by Regina Kaute / pixelio.de
Der Duden – Lernt Fehlern das Fürchten, Bild © by Regina Kaute / pixelio.de

Soll ich einen Profi für das Lektorat meines Buches beauftragen? Diese Frage stellen sich Autoren immer wieder. Dies hängt ganz davon ab, welche Ansprüche Du selber an dein Buch stellst und Du bereit bist, eine vierstellige Summe auszugeben. Der durchschnittliche Preis für das Lektorat einer Normseite dürfte etwa bei 6 Euro liegen.

7. Cover selbst gestalten

Das Cover spielt eine wichtige Rolle. Überzeugt die Front deines Romans den Leser nicht oder wirkt diese sogar unprofessionell, verkauft sich das Buch nicht. Gerade beim ersten Buch begehen viele Autoren den Fehler und legen keinen so großen Wert auf das Cover. Man nimmt für die Vorderseite des Buches ein selbstgemachtes Foto oder eine eigene Zeichnung. Bei der Covergestaltung gibt es einige Grundregeln zu beachten. Dein Cover sollte in einer kleinen Ansicht in einem Online Shop noch gut erkennbar sein. Kann der interessierte Leser in der Miniaturansicht den Titel und Untertitel deines Romans deutlich erkennen? Hast Du dich vielleicht für ein weißes Cover entschieden? Dann wirkt dein Buch vor dem weißen Hintergrund eines Online Shops nicht ansprechend auf den Käufer. Wie hast Du Bildelemente, Titel und Autorenname miteinander kombiniert? Hier lauern überall Fehler beim Buch schreiben.

Wer sein Cover selbst gestaltet, macht nicht zwangsläufig einen Fehler. Viele Autoren gehen beim ersten Buch etwas blauäugig an das Thema heran. Bevor Du dein Buchcover erstellst, informiere Dich über die Grundlagen bei der Gestaltung. Man findet hierzu ausreichendend Informationen im Netz. Solltest Du keine Kenntnisse beim Thema Bildgestaltung haben, wende Dich an einen Freund oder Bekannten, der fit in Photoshop ist.

Fehler bei Buch schreiben – Dies ist ein weites Feld

Du hast eine Reihe von Fehlern kennengelernt, welche man beim Buch schreiben vermeiden sollte. Dabei muss man einige der aufgeführten Punkte auch differenziert sehen. Ein Genremix oder die Selbstgestaltung des Buchcovers sind nicht zwangsläufig Fehler, doch hier lauern Stolperfallen besonders für Erstautoren. Selbstverständlich führt der Beitrag auch nicht alle Fehlerquellen auf, ein wenig Lehrgeld wird jeder Autor zahlen müssen.

Gerade Self-Publisher können bei der Veröffentlichung und Vermarktung ihres Buches einige Fehler machen. Dies ist ein weites Feld, um einmal Fontane (wer musste es nicht in der Schule lesen!) zu zitieren. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Dies ist noch einmal ein eigenes Thema.

Buchcover selbst erstellen – Auf was sollte man achten?

Buchcover selbst erstellen – Auf was sollte man achten?

Ein ansprechendes Buchcover ist wichtig. Häufig wird ein Roman nach den Äußerlichkeiten bewertet. Überzeugt das Romancover nicht auf den ersten Blick oder wirkt es im schlimmsten Fall sogar amateurhaft, wird das Buch trotz guten Inhalts nicht gekauft. Deshalb solltest Du einige Zeit in das Cover des Romans investieren und mehrere Entwürfe erstellen. Doch wie sieht das perfekte Buchcover eigentlich aus? Eine solche Bewertung ist recht subjektiv, doch es gibt gewisse Orientierungspunkt für ein gutes Cover.

Buchcover Herr der Ringe
Der gleiche Roman. Welches Cover spricht die Leser mehr an?

Dieser Beitrag richtet sich vor allem an alle Anfänger, welche ihr erstes Buchcover selber stellen wollen. Er informiert über Grundlagen und soll dazu helfen Fehler bei der Covergestaltung zu vermeiden. Wenn Du dich entschieden hast, dein Romancover selbst zu gestalten, ist es nur wichtig, dass Du ein Bildbearbeitungsprogramm beherrscht. Dazu gehören im Idealfall Adobe Photoshop oder InDesign. Doch auch mit dem kostenlosen Programm GIMP kann man ein ansprechendes Cover erstellen. Solltest Du noch keine Erfahrungen mit Bildbearbeitung haben, raten wir davon ab, ein Buchcover selber zu erstellen. Hier besteht die Gefahr, dass deine Gestaltung am Ende auf den Betrachter laienhaft wirkt und sich dies negativ auf deine Buchverkäufe auswirkt.

Elemente eines Buchcovers

Ein Romancover besteht aus einer überschaubaren Anzahl von Elementen. Hierzu gehören auf der Vorderseite eines oder mehrere Bildelemente, den Name, der Romantitel, ein möglicher Untertitel und der Verlag. Diese Elemente muss man besonders „ansprechend arrangieren“ um den Leser für seinen Roman zu gewinnen. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan, doch auch hier gibt es einige sinnvolle Orientierungsregeln. Dazu muss natürlich auch die Rückseite des Buches entsprechend gestaltet werden, wo man im Regelfall eine kurze Inhaltsbeschreibung und die ISBN findet.

Das Bildelement

Eins oder mehrere Bildelemente dürften das zentrale Element eines jedes Cover sein. Im Regelfall empfiehlt es sich besonders für Anfänger, sich mit einem Bildelement zu begnügen. Das Überladen eines Romancovers mit zu vielen graphischen Elementen gilt als klassischer Anfängerfehler. Doch welches Motiv sollte man wählen. Im Idealfall erkennt man anhand des Covers bereits das Genre des Romans. Wenn also dein Horrorroman von außen wie ein Kinderbuch wirkt, hast Du definitiv etwas falsch gemacht. Weiterhin sollte das Bild etwas jedoch nicht zuviel von deinem Roman verraten und den Leser neugierig machen. Dies ist sicherlich nicht ganz einfach. Hier ist deine Kreativität gefragt.

Suchst Du noch nach einem passenden Bild für dein Buchcover? Hier gibt es im Internet mittlerweile eine große Auswahl an Bildmaterial, um dein Romancover ansprechend zu gestalten. Beliebte Seiten mit großer Vielfalt an guten Fotos sind zum Beispiel Photocase und iStock. Hier erwirbt man im Regelfall ein Bild für eine einmalige Gebühr und kann es dann für seinen Roman nutzen. Lies Dir jedoch dafür in jedem Fall die AGB des Bildportals durch.

Die Schrift und die Farben des Covers

Beim Titel, einem möglichen Untertitel, deinen Autorennamen und dem Verlag sollest Du nach Möglichkeit keine ausgefallenen Schriftenarten wählen und auch nicht verschiedene Fonts mischen. Wichtig ist, dass die Schrift auf dem Buchcover ausreichend groß ist, so dass man Titel, Autor und Verlag gut lesen kann. Dies muss auch noch gewährleistet sein, wenn das Romancover verkleinert ist. Denke daran, dass man deinen Roman zum Beispiel in einem Online Shop häufig nur in einer Vorschauansicht sehen kann. Hier muss noch alles deutlich lesbar sein, ohne dass der potentielle Leser das Cover vergrößern muss. Bei der Kombination der Elemente empfiehlt sich eine klassische Anordnung, welche sich bereits häufiger bewährt hat. Oben auf dem Buchcover stehen Autor und Titel, während man unten den Verlag findet. Zwei Beispiele für eine solche Anordnung siehst Du bei den Buchcovern zum Herrn der Ringe.

Experten empfehlen, dass man auf dem Buchcover nicht mehr als 2 bis 3 Farben verwenden sollte. Dazu sind deutliche Kontraste bei den Farben wichtig. Die gleichen Farben nutzt man im Regelfall auch auf der Rückseite des Buches. Weiterhin ist es sinnvoll, wenn Du auf zu viele Weißelemente auf deinem Buch verzichtest. Heute werden sehr viele Bücher über das Internet verkauft und bestellt. Ein weißes Cover wirkt dann auf einem weißen Hintergrund eines Online Shops eher unvorteilhaft. Bedenke bei deiner Gesamtgestaltung des Buchcovers auch noch weitere Punkt. Soll dein Roman vielleicht ein Mehrteiler werden? Dann macht es Sinn, bereits jetzt ein unverkennbares Design für deine späteren Bücher zu erstellen.

Format

Wenn Du dein Buchcover erstellst, ist es ebenso wichtig an das richtige Format zu denken. Im Regelfall nimmt man das Oktav oder Taschenbuchformat (1,5:1) (3000: 2000 px). Ein weiter verbreitetes Format ist der sogenannte goldene Schnitt (1,62:1 px). Dies ist eher ein Format für Fach- und Sachbücher. Anbieter wie Amazon (2500:1536 px) und Apple iBooks (2040:1563 px) verlangen wiederum eigene Formate für das Buchcover Hier ist es sinnvoll, wenn Du dich im Vorfeld informierst, wenn Du bei einem speziellen Anbieter veröffentlichen möchtest. Das Standardformt für die meisten Cover ist Oktav (1,5:1)

Buchcover selbst erstellen und einfach gestalten

Wer sein erstes Romancover selbst erstellt, wird in verschiedenen Phasen der Gestaltungen immer wieder mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Dies könnte vor allem dann der Fall sein, wenn man ein möglichst ansprechendes und ausgefallenes Buchcover designen möchte. Dies muss nicht zwangsläufig sein. Häufig reicht eher ein schlichtes Cover, welches jedoch den Inhalt deines Romans auf den Punkt bringt.

Schlichte Cover mit einem Bildelement - Es muss nicht immer ausgefallen sein.
Schlichte Cover mit einem Bildelement – Es muss nicht immer ausgefallen sein.

Schaut man sich als Beispiel die beiden Cover zu den Werken von Franz Kafka und Louis de Berniéres an, sieht man sehr schön, dass der Verlag in beiden Fällen mit einem Bildelement den Kern des Romans getroffen hat. Ähnliches gilt für den Herrn der Ringe mit dem goldenen Ring als einziges Motiv. Diese Buchcover sind nicht spektakulär und haben sicherlich auch keinen Preis gewonnen, doch sie dürften potentielle Leser ansprechen und überzeugen. Bevor Du dich in wilde Designexperimente stürzt, sollte zumindest ein Coverentwurf eher schlichter gestaltet sein.

Wenn Du alle deine Entwürfe fertig hast, kommt die Zeit deine Romancover Freunden, Bekannten und der Familie zu präsentieren. Bitte die Betrachtet um ein ehrliches Feedback. Deine Fragen könnten hier sein: Welchen Genre wurdest Du mein Buchcover zuordnen? Welche Handlung erwartetest Du im Roman, wenn Du das Cover betrachtest. Sollten die Antworten nicht wie gewünscht ausfallen, bleibt häufig nichts weiter übrig, als ein neues Buchcover zu gestalten oder das Design einer anderen Person zu überlassen.

Rechtliche Fragen von Autoren – Ratschläge vom Fachanwalt

Rechtliche Fragen von Autoren – Ratschläge vom Fachanwalt

Während des Schreibens an einem Roman entstehen für Autoren immer wieder rechtliche Fragen. Darf ich eigentlich aus einem anderen Buch zitieren? Was muss ich bei der Titelwahl beachten? Oder wie weit ist es erlaubt, autobiographische Inhalte in einem Buch zu verarbeiten? Prof. Dr. Christian Russ von der Kanzlei Fuhrmann Wallenfels aus Wiesbaden beantwortet einige zentrale Fragen, die sich Autoren beim Schreiben ihres Buches immer wieder stellen. Er ist Rechtsanwalt für Medienrecht und ist in diesem Bereich Lehrbeauftragter an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und der Rhein-Main-Universität in Wiesbaden.

Prof. Dr. Christian Russ (Bildquelle: © fotostudio9. by marco stirn)

Ein-Buch-schreiben.com: Autoren zitieren immer gerne aus anderen Büchern oder geben ganze Passagen von Songtexten wieder, um zum Beispiel die Stimmung der Hauptperson wiederzugeben. Doch wie weit darf man in einem Roman zitieren, ohne Urheberrechte zu verletzen? Ein ähnliches Problem dürfte sich bei der Titelwahl für ein Buch ergeben. Darf ich als Autor einen bereits existierenden Buchtitel wählen? Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich dazu, wenn ein weiteres Buch mit „meinem“ Titel auf dem Markt erscheint?

Christian Russ: Bei der Thematik „Zitat“ (§ 51 UrhG) muss man folgendes beachten: Das Urheberrecht unterscheidet zunächst einmal zwei Arten von Zitaten. Beim „Großzitat“ wird ein komplettes Werk in einem Buch „zitiert“. Typische Fälle sind der Abdruck eines Fotos, eines Gemäldes, eines Gedichts oder – wie in Ihrem Beispiel – der Abdruck eines Songtexts. Das ist nur dann zulässig, wenn der Abdruck der wissenschaftlichen Auseinandersetzung dient und hierfür das zitierte Werk als Beleg für die eigenen Ausführungen abgedruckt wird. Dagegen geht es beim „Kleinzitat“ nur um Ausschnitte („einzelne Stellen“) eines bereits anderweitig veröffentlichten Werkes, die nun in einem selbständigen Sprachwerk (Roman, Essay, Gedicht oder Rede) zitiert werden. Hier geht es meist um die Frage des zulässigen Umfangs solcher „Stellen“. Dazu werden öfter Faustregeln von zwei bis drei Sätzen oder einigen Zeilen genannt. Da der mögliche Umfang eines Zitats aber von Fall zu Fall variieren kann, sind solche Faustregeln nur ungefähre Anhaltspunkte. Bei allen Zitaten gilt, dass der Urheber in üblicher Weise benannt werden muss, also direkt am zitierten Text, mit einer Fußnote oder an anderer Stelle im Buch.

Für den Titelschutz (§ 5 Abs. 3 MarkenG) gelten folgende Richtlinien: Zunächst ist immer erst zu klären, ob es sich um einen originellen („kennzeichnenden“) oder nur um einen inhaltsbeschreibenden Titel handelt. Denn Titelschutz besteht nur für einen kennzeichnenden Titel, der das eine Werk von allen anderen unterscheidbar macht: Der Titel „Diabolus“ ist daher geschützt, der Titel „Lehre der Betriebswirtschaft“ ist nur inhaltsbeschreibend und frei. Im belletristischen Bereich haben wir es meist mit schutzfähigen Titeln zu tun. Aus diesem Grund muss immer recherchiert werden, ob es den gewünschten Titel schon so oder so ähnlich gibt, damit man sich nicht Unterlassungs- oder Schadensersatzansprüchen ausgesetzt sieht. Das Titelrecht steht immer demjenigen zu, der den Titel im geschäftlichen Verkehr auf eigene Rechnung verwendet, bei Selfpublishern also regelmäßig dem Autor. Stellt ein Autor fest, dass ein anderes Buch nach dem eigenen unter einem verwechslungsfähigen Titel erschienen ist, so können über einen Anwalt Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche durchgesetzt werden.

Ein-Buch-schreiben.com: Viele Autoren verarbeiten ihre Erlebnisse in einem Roman. Hierzu gehören zum Beispiel schlechte Erfahrungen mit dem früheren Partner oder eine schwere Kindheit im Elternhaus. Hier kann ein Roman schnell zur Abrechnung mit der Vergangenheit werden. Natürlich müssen die autobiographischen Inhalte nicht immer negativer Natur sein. So könnte man die Liebesgeschichte eines Sommers verarbeiten. Doch wie weit darf man bei autobiographischen Inhalten gehen und wann werden Persönlichkeitsrechte verletzt? Spielt es eine Rolle, ob man negative oder positive Erlebnisse verarbeitet?

Christian Russ: Damit sprechen Sie eine so allgemein nur sehr schwer zu beantwortende Frage an. Denn jeder Fall liegt hier anders – und es kommt immer auf den Einzelfall an. Generell ist Vorsicht geboten, wenn nicht nur die beschriebene Person, sondern auch deren näheres Umfeld die Bezugnahme erkennen kann. Denn dann besteht die Gefahr, dass diese Personen die beschriebenen Geschehnisse insgesamt für bare Münze halten und nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können. Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll, tatsächliche Geschehnisse nur so darzustellen, dass die betreffenden Personen auch für „Insider“ nicht eindeutig erkennbar sind. Wen es interessiert: Das Bundesverfassungsgericht hat die Grundsätze zu dieser Thematik anhand des Buches „Esra“ von Maxim Biller festgeschrieben, wie man in diesem Urteil nachlesen kann.

Ein-Buch-schreiben.com: Während des Schreibens an einem Buch entstehen für Autoren immer wieder rechtliche Fragen. Dies dürfte besonders für Selfpublisher gelten, welche bei der Veröffentlichung eines Buches auf sich allein angewiesen sind. Viele Autoren scheuen vor allem aus Kostengründen, rechtlichen Rat bei einem Fachmann für Medien- und Urheberrecht einzuholen. Doch wie laufen Erstkontakt und eine Beratung mit einem Fachanwalt ab? Wie kann man bei einzelnen Zweifelsfragen vorgehen?

Christian Russ: Meist wird man zunächst telefonisch kontaktiert. Wenn es ganz einfache Fragen sind („Was muss ich tun, damit mein Werk urheberrechtlich geschützt ist…?“), beantworte ich die auch mal schnell am Telefon. Wenn es kompliziert wird, lasse ich mir Unterlagen schicken. Der Kontakt läuft meist per Mail, zu persönlichen Gesprächen kommt es nur in sehr komplexen Sachen. Die Abrechnung der Anwälte erfolgt im Regelfall nach einem anwaltlichen Gebührengesetz (RVG). Da es in Urhebersachen schwierig ist, einen Streitwert festzusetzen, vereinbare ich mit meinen Mandanten in diesen Fällen einen Stundensatz und rechne nach tatsächlichem Aufwand ab. Wenn es um Beratungsmandate geht, bleibt die Rechnung auch meist im mittleren dreistelligen Bereich. Wem das zu teuer ist, der kann Mitglied bei einem schriftstellerischen Verband – etwa dem DJV oder dem Selfpublisher-Verband – werden und die dortigen Rechtsauskünfte in Anspruch nehmen. Dem Rechtsrat aus dem Bereich „Family, Internet & Friends“ stehe ich dagegen eher skeptisch gegenüber.

Fazit

Prof. Dr. Christian Russ von der Kanzlei Fuhrmann Wallenfels aus Wiesbaden gab in dem Interview Orientierung bei einigen wichtigen Fragen für Autoren. Beim Zitieren muss man zwischen einem „Großzitat“ und „Kleinzitat“ unterscheiden. In einem Roman, der nicht der wissenschaftlichen Auseinandersetzung dient, ist ein „Kleinzitat“ von zwei bis drei Sätzen oder Zeilen zulässig. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine grobe Faustregel. Zitiert ein Autor in seinem Buch aus einem anderen Werk, muss immer der Urheber genannt werden. Im belletristischen Bereich haben wir es mit originellen und so schutzfähigen Titeln zu tun. Bevor man seinen Roman zum Beispiel als Selfpublisher veröffentlicht, ist eine ausführliche Recherche zum gewählten Buchtitel wichtig. So besteht auch keine Gefahr, dass später Schadensersatzansprüche auf einen zukommen.

Die Frage, wie weit man autobiographische Inhalte in seinem Roman verarbeiten darf, ist laut Prof. Russ schwierig zu beantworten. Es kommt hier immer auf den Einzelfall an. Man sollte in jeden Fall darauf achten, dass die beschriebene Person für das Umfeld nicht erkennbar sind. Eine gewisse Orientierung bei der Frage kann das Grundsatzurteil zum Roman „Esra“ von Maxim Biller bieten. Bei rechtlichen Fragen sollte man keine Berührungsängste haben und einen Fachanwalt für Medien- und Verlagsrecht kontaktieren. In einem ersten Telefongespräche kann man bereits einzelne Fragen klären. Eine Rechnung für Beratungsmandate bleibt häufig im mittleren dreistelligen Bereich.

ISBN beantragen – Tipps für Autoren

ISBN beantragen – Tipps für Autoren

Die ISBN (Internationale Standard Buch Nummer) spielt eine zentrale Rolle auf dem Buchmarkt. Mit einer ISBN Nummer kann man jedes Buch weltweit eindeutig identifizieren und problemlos bestellen. Möchtest Du deinen Roman einem breiten Publikum anbieten, solltest Du auf jeden Fall eine ISBN beantragen. Dieser Beitrag ist besonders wichtig für alle Autoren, welche ihren Roman in einem Selbstverlag oder als Self-Publisher veröffentlichen möchten. Doch was steckt hinter der Buchnummer und warum ist diese so wichtig?

ISBN-13
Die ISBN-13 mit 13 Ziffern gilt seit dem 01. Januar 2007

Die Internationale Standard Buch Nummer wurde  in den 60er Jahren eingeführt. Das Ziel war eine eindeutige Kennzeichnung von Büchern weltweit. Zuerst gab es die ISBN-10 mit 10 Ziffern. Seit dem 01. Januar 2007 besteht die Buchnummer aus 13 Zahlen. In Osteuropa und im englischsprachigen Raum konnten die Verlage mehr keine neue ISBN beantragen, deshalb war diese Erweiterung auf 13 Ziffern notwendig. Wenn Du heute eine Nummer für dein Buch (z.B. im Selbstverlag) beantragst, kommst Du immer eine ISBN-13. Erst über eine solche eindeutige Nummer ist dein Roman problemlos über den Buchhandel erhält und es erfolgt ein Eintrag in das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).

Für die Vergabe der Nummer gelten folgende Regelungen. Jede ISBN wird weltweit nur einmal vergeben. Veröffentlichst Du dein Buch ein weiteres Mal mit verändertem Text (z.B. bei einer erweiterten Fassung) oder einem neugestalteten Cover, musst Du eine neue ISBN beantragen. Dies gilt auch für verschiedene Formen der Veröffentlichung. Hardcover, Taschenbuch und eBook bekommen jeweils eine extra Nummer. Bei einem eBook ist es sogar so, dass jedes Dateiformat (z.B. EPUB und MOBI) eine extra ISBN erfordert. Nur bei einer unveränderten Neuauflage (gilt auch bei kleinen Korrekturen im Text) benötigt man keine neue ISBN Nummer. Die Buchnummer darf in Deutschland nur die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH vergeben. Die Agentur für Buchmarkstandards, wie die Organisation auch genannt wird, verkauft ISBN Nummern an die deutschen Verlage und Einzelpersonen.

ISBN beantragen – Wie bekomme ich eine Buchnummer?

Wer seinen Roman über einen Verlag veröffentlicht, muss sich nicht selber um die ISBN kümmern. Jeder Verlag weltweit vergibt für seine Veröffentlichungen automatisch eine fortlaufende Nummer. Dies gilt natürlich auch für alle Autoren, welche ihren Weg über eine Literaturagentur zum Verlag finden. Veröffentlichst Du deinen Roman hingegen über einen Anbieter für Self-Publishing wie ePubli, BoD oder BookRix, kannst Du selber entscheiden, ob Du eine ISBN beantragen möchtest oder nicht. Dabei ist es in jedem Fall ratsam, eine Buchnummer für sein Werk zu beantragen. Bei einem Dienstleister für Self-Publishing kannst Du eine ISBN für einen geringen Aufpreis kaufen. Dazu gibt es immer wieder attraktive Aktionen bei den Anbietern. Bei einer Buchveröffentlichung bekommt man zum Beispiel die Buchnummer geschenkt oder für einen Aktionspreis.

In Deutschland vergibt die Agentur für Buchmarktstandard die ISBN (Bildquelle: MVB)
In Deutschland vergibt die Agentur für Buchmarktstandards die ISBN an Selbsverlage (Bildquelle: MVB)

Die dritte Variante neben einer Veröffentlichung im Verlag oder als Self-Publisher ist der Selbstverlag. Hier musst Du einiges beachten. Eine ISBN für einen Eigenverlag bekommt man direkt bei der Agentur für Buchmarktstandards. Eine Einzel-ISBN für Selbstverlage „mit voraussichtlich einmaliger Verlagsproduktion“ kostet 90,98 Euro inklusive MwSt. Möchtest Du ein weiteres Buch veröffentlichen, musst Du erneut eine ISBN beantragen und es fallen wieder die gleichen Kosten an.

Will man mehrere Bücher veröffentlichen, kann man auch einen kleinen Verlag gründen. Hier wird in jedem Fall eine Gebühr von 146 Euro für eine ISBN-Verlagsnummer fällig. 10 Buchnummern kosten dann 27 Euro und für 100 Nummern werden 94 Euro fällig. Dies Variante ist deutlich günstiger als eine einzelne Buchnummer. Jedoch wer einen Verlag gründet, muss auch ein Gewerbe anmelden. Du bist dann allein für Druck, Vertrieb und Verkauf deiner Bücher verantwortlich. Damit ist viel Verantwortung, Zeitaufwand und auch ein finanzielles Risiko verbunden. Bevor Du dich für diesen Schritt entscheidest, solltest Du dich genau informieren und eventuell beraten lassen. Der erste Anlaufpunkt kann die Infoseite der MVB sein. Es gibt eine ausführliche Infoseite für Selbstverleger und Verlagsgründer.

Wann muss ich keine ISBN beantragen?

Du brauchst keine Internationale Standard Buch Nummer, wenn Du deinen Roman nur in deinem Freundes- oder Bekanntenkreis verschenken möchtest. Ebenso verhält es sich, wenn Du das Buch ausschließlich über deine eigene Internetseite verkaufst und verschickst. Die ISBN Nummer ist nur für den Vertrieb über den Buchmarkt gedacht. Wer dazu ein eBook ausschließlich auf Amazon veröffentlichen und darüber verkaufen möchte, kann ebenso auf eine ISBN verzichten. Amazon vergibt mit der ASIN eine extra Nummer für eBooks. Amazon verlangt ausdrücklich keine Buchnummer für elektronische Bücher.

Möchtest Du dein eBook neben Amazon auch über andere Online Shops verkaufen, musst Du mit großer Wahrscheinlichkeit eine ISBN beantragen. Die meisten Online Shops verlangen für eBooks eine Internationale Standard Buch Nummer.