Ein Buch beenden – So schreibst Du endlich die letzten Zeilen

Ein Buch beenden – So schreibst Du endlich die letzten Zeilen

Du arbeitest schon lange an deinem Roman und kannst dein Buch nicht beenden? Es fehlt Dir an Motivation oder Zeit? Vielleicht bist Du mit deinem Werk nie zufrieden und fängst immer wieder neue Manuskripte an? Dann hast Du den richtigen Beitrag gefunden. Wir analysieren Gründe warum Romane nicht fertig werden und geben Tipps zur Fertigstellung eines Buches.

Manche Autoren arbeiten schon lange an ihrem ersten Roman und können das Buch einfach nicht beenden. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Werk nicht fertig wird. So fehlt es Schriftstellern an Zeit oder der richtigen Motivation. Häufig haben Autoren zu hohe Ansprüche an den Text oder eine „bessere Buchidee“. So passiert es immer wieder, dass Schriftsteller ein Manuskript mitten drin einfach abbrechen und mit einem neuen Projekt beginnen.

Der Traum vieler Autoren – Die letzten Zeilen

Andreas Eschbach warnt davor Manuskripte einfach abzubrechen: „Wenn ich mir per Zeitmaschine einen einzigen Ratschlag in meine frühen Jahre schicken könnte, dann wäre es dieser: Brich Manuskripte nicht mittendrin ab, um andere anzufangen. Egal, wie schlecht es dir im Moment vorkommt – schreib es fertig!“ (Quelle: www.andreaseschbach.com) Der bekannte Autor nennt schlecht geratene, beendete Romane eine gelungene Trainingseinheit. Nicht fertiggestellte Manuskripte sind hingegen einfach Zeitverschwendung.

Doch wie beendet man einen Roman? Dieser Frage widmet sich der Beitrag. Wir geben Dir Tipps wie Du die erste Fassung beendest, was bereits eine große Leistung ist. Soweit kommen nur wenige Autoren. Bevor es um die Tipps zum Fertigstellen eines Buches geht, schauen wir uns die Gründe näher an, warum Autoren nicht zum Ende kommen können.

Vier Gründe warum ein Autor ein Buch nicht beenden kann

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum ein Schriftsteller einen Roman nicht beendet. Doch zu den häufigsten Gründen gehören der Hang zum Perfektionismus, das Anfangen von neuen Manuskripten aufgrund neuer Ideen, fehlende Motivation und Zeitmangel.

1. Perfektionismus

Ein Grund, warum Autoren einen Roman nicht beenden, ist der Hang zum Perfektionismus. Die geschriebenen Zeilen erscheinen einfach nicht gut genug und werden immer wieder überarbeitet. Wer beim Schreiben perfekt sein möchte, leidet häufig unter Schreibblockaden. Worte und Formulierungen im Kopf scheinen nicht gut genug, um auf Papier zu kommen. Nach einigen Wochen Arbeit am Buch überzeugen die Geschichte und die Figuren nicht mehr. Solche Romane werden häufig nicht beendet und bleiben ein Fragment. Gerade Autoren, die zum Perfektionismus neigen, fangen immer wieder neue Bücher an, in der Hoffnung endlich die perfekte Idee zu haben und den perfekten Roman zu schreiben.

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Wer den Text immer überarbeitet, wird nie fertig.

2. Immer wieder neue Ideen

Einige Autoren haben eine Vielzahl von Ideen für einen Roman, was bewundernswert ist. Problematisch ist eine solche Ideenflut nur, wenn immer wieder neue Bücher begonnen werden. So kommt es vor, dass ein Schriftsteller das Interesse an einem Thema verliert und lieber mit einem neuen Buch beginnt. Häufig erscheint die neue Idee viel besser. Das Beginnen von immer neuen Romanen ist eine Vermeidungsstrategie, um ein Buch nicht beenden zu müssen.

3. Probleme mit Motivation und Disziplin

Autoren fehlt immer wieder die Motivation, um am eigenen Buch weiter zu schreiben. Für Schreibunlust gibt es mehrere Gründe. Selbstzweifel können ein Grund für fehlende Motivation sein. Einige Autoren haben dazu falsche Vorstellung vom Schreiben. Es ist leider nicht so, dass die Seiten aus der Feder fließen und die Arbeit an einem Buch immer Spaß macht. Schreiben ist harte Arbeit und während des Schreibprozesses gilt es einige Hürde zu überwinden. Schnell verliert man die Lust am Schreiben, wenn es nicht läuft wie gewünscht. Manchmal fehlt es an Schreibdisziplin zum regelmäßigen Arbeiten am Roman.

4. Fehlende Zeit

Wer neben Beruf und Familie an seinem Buch schreibt, findet häufig nicht die nötige Zeit, um an seinem Werk zu schreiben. Gerade wer viel Stress bei der Arbeit hat, kommt nur sehr unregelmäßig zum Schreiben. So kann ein Roman manchmal über Wochen liegen bleiben. Mancher Autor fühlt sich vielleicht wie im Film „Mr. Holland`s Opus“. In den Film von 1995 versucht ein Komponist und Musiklehrer eine Sinfonie zu schreiben. Zwischen Arbeitsalltag und Familienpflichten gelingt es ihn über Jahrzehnte nicht sein Werk zu beenden.

6 Tipps wie ein Autor ein Buch beenden kann

Es gibt kein Patentrezept, wie man einen Roman beendet. Grundsätzlich hängt viel von deiner inneren Einstellung ab und wie gut Du Dich regelmäßig zum Schreiben motivieren kannst. Dazu ist es wichtig, Dich wirklich nur auf ein Buchprojekt zu konzentrieren. Es mag durchaus verführerisch erscheinen, mit einer neuen Buchidee zu beginnen. Doch häufig tritt nach einigen Wochen oder Monaten das gleiche Problem auf. Du steckst fest und weißt nicht, wie Du diesen Roman beenden sollst. Weiterhin ist es wichtig. Dass Du immer im Hinterkopf hast: Du schreibst an der ersten Fassung. Es ist kein perfekter Text, die Überarbeitung steht noch an.

1. Eine Schreibgruppe finden

Das Schreiben in einer Gruppe ist ein effektiver Weg, um deinen Roman zu beenden. In einer Schreibgruppe können sich Autoren gegenseitig motivieren und Feedback geben. Personen in solchen Gruppen sind motivierter, am eigenen Roman zu arbeiten. In Schreibgruppe herrscht häufig ein sanfter Druck. Die Autorenkollegen erwarten, dass jedes Mitglied der Gruppe regelmäßig Fortschritte beim eigenen Buch präsentiert. Schreibgruppen existieren in jeder größeren Stadt. Diese Gruppen funktionieren auch online. In den Sozialen Medien (z.B. auf Facebook) finde Du schnell Gleichgesinnte, um eine Online-Gruppe zum gegenseitigen Austauschen und Motivieren zu gründen.

2. Tagesziele setzen

Hast Du genügend Zeit zum Schreiben, aber es fehlt Dir an der Motivation? Manchmal kann es helfen, sich kleine Tagesziele zu setzen. So nimmst Du Dir vor, jeden Tag zwischen 250 bis 300 Wörter zu schreiben. Sicherlich, so kommst Du nur sehr langsam mit deinem Roman voran. Es macht jedoch einen Unterschied, ob Du 10 Tage nichts schreibst oder an 10 Tage deine kleinen Tagesziele erreicht hast. Dein Roman ist so um etwa 3000 Wörter gewachsen. Die Tagesziele sollte nach Möglichkeit regelmäßig gesteigert werden. Vielleicht schreibst Du in der ersten Woche jeden Tag nur 300 Wörter, ab der zweiten Woche sind es 500 Wörter. Das große Ziel: Schreiben am Roman soll zur täglichen Routine werden.

3. Kleine Zeitfenster nutzen

Wer wenig Zeit zum Schreiben hat, sollte versuchen, täglich kleine Zeitfenster zu nutzen. Es geht um die Nutzung von kleinen Zeitfenstern zwischen einer halben und einer Stunde, um eine oder zwei Seiten zu schreiben. Auch hier wächst der Roman in kleinen Schritten. Was mit kleinen Zeitfenster gemeint ist, verdeutlicht Andreas Eschbach sehr schön: „Grisham erwähnte einmal, daß er herausfand, daß er, wenn er eine halbe Stunde früher ins Büro kam – um 5 Uhr anstatt um 5 Uhr 30 – er im Lauf des Tages hier und da kleine Zeitfragmente herausschlagen konnte. Sein Ziel war, jeden Tag mindestens eine Seite zu schreiben. Auf diese Weise brauchte er drei Jahre, bis er seinen ersten Roman, „A Time To Kill“, fertig hatte.“ (Quelle: www.andreaseschbach.com)

4. Meilensteine setzen und feiern

Manche Autoren können sich mit Belohnungen motivieren. Es macht durchaus Sinn, sich beim Buch schreiben Ziele zu setzen und diese Meilensteine entsprechend zu feiern. Das Prinzip funktioniert ähnlich, wie bei den beschriebenen Tageszielen, hier gilt es, immer größere Ziele zu erreichen. Das erste Kapitel eines Buches kann ein erster Meilenstein mit einer kleinen Belohnung sein. Später feierst Du zum Beispiel deine ersten 100 Seiten. Zur Motivation kannst Du einen Plan mit Meilensteinen über deinen Schreibtisch aufhängen. Erreichte Ziele werden markiert, am Ende steht der größte Meilenstein: Ein beendetes Buch.

5. Ortswechsel

Manchmal kann ein Ortswechsel wahre Wunder bewirken und zum Schreiben motivieren. Vielleicht gibt Dir ein schöner Lesesaal einer Bibliothek einen Motivationsschub. In solchen Räumen herrscht ein besonderes Flair. Du sitzt zwischen vielen Gleichgesinnten, die Lesen, für Prüfungen lernen oder an einer wissenschaftlichen Arbeit schreiben. Ein solches Umfeld kann zum Schreiben motivieren. In einer Bibliothek kannst Du ohne Ablenkung an deinem Buch schreiben. Es muss nicht zwangsläufig eine Bücherei sein. Es gibt viele andere kreative Orte, die zum Schreiben animieren. Es kann zum Beispiel ein Café oder der Schrebergarten sein.       

Das Umfeld einer Bibliothek kann zum Schreiben motivieren.

6. Den inneren Schweinehund bekämpfen:  

Bei einigen Autoren helfen alle Tipps nicht weiter. Sie sitzen Jahre an ihrem ersten Buch und können den Roman nicht beenden. Es geht immer nur schleppend voran. Es werden einige Seiten geschrieben und es folgen Phasen des Nichtstuns. Immer wieder werden Passagen umgeschrieben oder gestrichen. Hier hilft es, den inneren Schweinehund mit aller Gewalt zu bekämpfen. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo Du Dir eine Art Ultimatum stellst. Entweder beginne ich mit der regelmäßigen Arbeit am Buch oder ich lasse es sein. Setze Dich hin und fange an zu schreiben. Dein innerer Widerstand wird zuerst groß sein und die ersten Zeilen schwierig. Es ist ein erster Sieg, wenn Du schreibst. Um dein Buch wirklich zu beenden, musst Du einige Kämpfe mit deinem inneren Schweinehunde gewinnen.

Wenn Die letzten Zeilen geschrieben sind, ist dein Buch nicht fertig. Es steht eine gründliche Überarbeitung der ersten Fassung an. Später musst Du deine Endfassung noch lektorieren. Doch nur wenige Autoren kommen überhaupt bis zur erste Fassung eines Romans.  Wenn Du diesen Punkt erreicht hast, kannst Du stolz auf Dich sein.

Fazit des Buchinsiders: Wie beende ich ein Buch?

Es gibt viele Gründe, warum Autoren einen Roman nicht beenden. Hierzu zählen Perfektionismus oder der Hang, immer wieder neue Ideen umsetzen zu wollen. Häufig fehlt es an Motivation und Zeit zum Schreiben. Mit der richtigen inneren Einstellung und den passenden Tipps kann jeder sein Buch beenden.

  • Eine Schreibgruppe finden
  • Tagesziele setzen
  • Kleine Zeitfenster nutzen
  • Meilensteine setzen und feiern
  • Ortswechsel
  • Den inneren Schweinehund bekämpfen

Wenn die letzten Zeilen geschrieben sind, ist das Buch nicht fertig. Doch ist erste Fassung ist eine Leistung, auf die Du stolz sein kannst. Ein großer Schritt zum eigenen Roman wurde gemacht.

2 Gedanken zu „Ein Buch beenden – So schreibst Du endlich die letzten Zeilen

    1. Hallo Margret,

      es gibt heute verschiedene Anbieter wie BoD (Book on Demand), epubli, KDP (Kindle Direct Publishing) oder Bookrix, die eine kostengünstige Veröffentlichung von Büchern ermöglichen. Die vier genannten Anbieter sind nur einige Beispiele. Das Angebot solcher Self-Publishing-Anbieter ist heute sehr groß. Wer Interesse an einer kostengünstigen Veröffentlichung hat, sollte sich diese Dienstleister einmal im Detail anschauen. Auf den Seiten der Anbieter findet man zahlreiche Infos und kann auch die Kosten exemplarisch durchrechnen.

      Schöne Grüße vom

      Insider

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