Pseudonym finden – So wählst Du den perfekten Autorennamen

Pseudonym finden – So wählst Du den perfekten Autorennamen

Es ist nicht einfach, dass perfekte Pseudonym zu finden. Zerbrichst Du Dir auch den Kopf über den perfekten Autorenname? Es ist häufig einfacher als man denkt, einen passenden Namen zu finden. Mache Dir im Vorfeld klar, warum Du nicht unter deinem bürgerlichen Namen veröffentlichen möchtest. In diesem Beitrag geben wir anhand von konkreten Beispielen Tipps zum Pseudonym finden.

Autoren wählen aus unterschiedlichen Gründen ein Pseudonym. So kann der eigene Name sehr gewöhnlich klingen oder der Schriftsteller möchte seine Privatsphäre wahren. Manche Autoren entscheiden sich für einen internationalen Namen, um ihre Bücher auch außerhalb Deutschlands veröffentlichen zu können. In diesem Beitrag geht es vor allem um die Frage, wie Du ein passendes Pseudonym findest.

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Die Suche nach einem Pseudonym`ist leichter als man denkt

Viele Autoren zerbrechen sich bei der Suche nach einem passenden Namen den Kopf. Er soll schön klingen und einzigartig sein. Wer nach dem perfekten Autorenname sucht, wird häufig lange nicht fündig, da kein gewählter Name gut genug erscheint. Manchmal ist die Wahl eines wohlklingenden Namens leichter als Du denkst, wie dieser Beitrag anhand von verschiedenen Beispielen verdeutlicht. Wer ein Pseudonym finden möchte, sollte ein Detail beachten. Bevor Du Dich für einen Autorennamen entscheidest, solltest Du Dir klar machen, warum Du nicht unter deinem bürgerlichen Namen schreiben möchtest.

1. Name zu gewöhnlich oder zu lang

Vielleicht findest Du deine Namen zu gewöhnlich, unschön oder einfach zu lang. Viele Autoren zerbrechen sich daraufhin den Kopf, um das perfekte Pseudonym zu finden. Doch manchmal ist es leichter, einen passenden Namen zu finden, als man denkt. Viele Autoren haben in der Vergangenheit ihren bürgerlichen Namen leicht angepasst. Gustav Meyrink hieß zum Beispiel Gustav Meyer. Es bedurfte keinen großen Änderungen, um den Allerweltsnamen anzupassen. Erich Paul Remark veröffentlichte unter den Namen Erich Maria Remarque. Auch hier bedurfte es nur wenig, um einen passenden Autorenamen zu finden.

Eine Änderung des bürgerlichen Namens ist nicht immer eine Lösung. Würdest Du ein Buch von einem Heinz Günther kaufen. Dieser Name klingt recht gewöhnlich. Hinter den bürgerlichen Namen Heinz Günther verbirgt sich Heinz G. Konsalik. Der Autor wählte einfach den Geburtsname der Mutter. Du siehst, häufig ist es einfacher ein Pseudonym zu finden als man denkt.

2. Autor möchte anonym bleiben oder seinen Namen schützen

Es gibt Fälle, wo ein Schriftsteller nicht unter  bürgerlichen Namen veröffentlichen und  anonym bleiben möchte. Vielleicht schreibst Du Erotikliteratur oder blutige Vampirromane. Viele Autoren wollen nicht, dass Eltern, Verwandte und Freunde davon erfahren. Vielleicht passen solche Romane auch nicht zu deinem Beruf (z.B. Lehrer, Kindergärtner).  Den bürgerlichen Namen leicht abzuändern oder den Geburtsnamen der Mutter zu nutzen, bietet sich hier nicht an.

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Einige Autoren wollen anonym bleiben

Ebenso verhält es sich, wenn Du deinen Namen schützen möchtest, da Du über sensible Inhalte schreibst oder autobiographische Erlebnisse verarbeitest. Autoren, die anonym bleiben wollen, müssen beim Pseudonym kreativ sein und einen Namen erfinden, der keine Rückschlüsse auf die Person hinter einem Roman erlaubt. Der jüdische Schriftsteller Helmut Flieg nannte sich Stefan Heym, um sich vor der nationalsozialistischen Verfolgung zu schützen. Kurt Tucholsky veröffentlichte unter vier unterschiedlichen Namen, die nichts mit seinem bürgerlichen Namen gemeinsam hatten.

Aufgrund der Impressumpflicht in Deutschland ist es schwierig, als Schriftsteller völlig anonym zu bleiben. Dem speziellen Thema rechtlichen Fragen rund um das Pseudonym haben wir einen extra Beitrag gewidmet.

3. Pseudonym passend zum Genre finden

Bei bestimmten Genres kann ein Pseudonym Sinn machen. Hierzu gehören zum Beispiel Genres wie Kinderliteratur, Fantasy, Science Fiction, Horror, Erotik oder exotische Reiseliteratur. Im 19. Jahrhundert wählten Kinderbuchautoren positiv klingende Namen wie Gutmann, Kinderlieb oder Kindermann. Für einen Horrorroman eignet sich der Name Gutmann weniger. Die Heftromane-Serie Geisterjäger John Sinclair erschien unter den Namen Jason Dark. Hinter diesem Pseudonym steckt der deutsche Autor Helmut Rellergerd.

Veröffentlichst Du in einem bestimmten Genre, ist es nicht schwer, ein Pseudonym zu finden. Folge einfach den Gesetzen des Genres. Für Fantasy eignen sich ganz andere Namen wie für Erotik. Du kannst deine Literaturgattung am besten. Mache Dir eine Liste mit möglichen Namen, lege sie Bekannten und Freunden vor. Auf diese Weise erhältst Du wertvolles Feedback und mitunter Verbesserungsvorschläge.  Häufig findet sich so ein passender Autorenname.

Veröffentlicht ein bekannter Autor in einem anderen Genre, nutzt er im Regelfall ein Pseudonym. Anne Rice, bekannt für Vampire-Romane, veröffentlichte erotische Romane zum Beispiel unter den Namen Anne Rampling. Stephen King wiederum wollte den Markt nicht mit King Büchern überfluten und publizierte mehrere Romane als Richard Bachmann. Am bekanntesten dürfte der Roman „Todesmarsch“  aus dem Jahr 1979 sein. Es gibt sogar eine fiktive Biographie zu Bachmann.

4. Einen internationalen Namen als Pseudonym finden

Spielst Du mit dem Gedanken, deine Romane auch in anderen Ländern zu veröffentlichen, ist ein internationaler Namen eine Überlegung wert. In diesem Fall macht ein englischer Autorenname Sinn. Der polnische Autor Joseph Conrad traf  die richtige Entscheidung seinen Roman „Heart of Darkness“ nicht unter dem bürgerlichen Namen Józef Teodor Konrad Korzeniowski zu veröffentlichten.

Wenn Du an deinem ersten Buch schreibst, ist es recht früh an eine Veröffentlichung deines Romans in mehreren Ländern zu denken. Doch am Beispiel von Joseph Conrad lassen lässt sich Grundlegendes zeigen. Musst Du Leuten deinen Nachnamen immer wieder buchstabieren oder Du bekommst häufig Post mit falsch geschriebenen Namen? In diesem Fall kann es Sinn machen, nach einen passenden Autorennamen zu suchen. Es muss kein internationaler Name sein.

Pseudonym finden – Leichter als gedacht

Vielleicht hast Du Dir lange den Kopf über einen passenden Autorennamen zerbrochen, dabei ist Suche einfacher als gedacht. In einigen Fällen ist es ausreichend, den eigenen Vornamen und  Nachnamen etwas zu verändern. Schreibst Du in einem bestimmen Genre, bieten sich bestimmte Künstlernamen an. Wer noch immer kein Pseudonym findet, kann es einmal mit Namensgenerator versuchen. Das Angebot hierzu im Internet ist roß. Solche Generatoren erzeugen zufällige Namen und können zumindest als Inspiration dienen.

Wenn Du am Ende ein Pseudonym für Dich gefunden hast, musst Du prüfen, ob dieser Name nicht bereits in einem anderen Zusammenhang vergeben ist. Vielleicht gibt es einen Autor oder Künstler mit den identischen oder ähnlichen Namen.

Fazit des Buchinsiders: Das perfekte Pseudonym finden

Wenn Du Dir bewusst gemacht hast, warum Du nach einem Pseudonym suchst, fällt die Suche nach einem passenden Autornamen gleich viel leichter. Wann macht es Sinn, nicht unter dem bürgerlichen Namen zu veröffentlichen?

  • Eigener Name gewöhnlich oder zu lang: Hast Du einen Allerweltsnamen oder dieser ist zu lang, kannst diesen etwas anpassen und schon ist ein Pseudonym gefunden. Viele Autoren sind diesen Weg gegangen. Eine Alternative ist der Mädchenname der Mutter.
  • Autor möchte anonym bleiben: Möchtest Du als Schriftsteller anonym bleiben, ist die Suche nach einem Pseudonym schwerer. Es darf keinen Bezug zu deiner Person geben. In diesem Fall ist deine Phantasie auf der Suche nach einem passenden Namen gefragt.
  • Veröffentlichung im bestimmten Genre: Veröffentlichst Du in einem bestimmten Genre, kann ein Pseudonym Sinn machen. Folge dabei den Regeln des Genres. Horrorautoren wählen einen anderen Namen wie Schriftsteller von Erotik. Spiele einige Varianten durch und bald findest Du ein passendes Pseudonym.
  • Internationaler Name: Möchtest Du Romane auch außerhalb von Deutschland veröffentlichen, kann ein internationaler, häufig englischer Name Sinn machen. Unabhängig davon, ob Du über eine „internationale Karriere“ nachdenkst: Ist dein Nachname für viele Menschen schwierig oder gar schwer aussprechbar, suche Dir am besten ein Pseudonym.

Am Ende dürfte es für Dich nicht so schwer sein, ein Pseudonym zu finden. Hast Du deinen Autornamen ausgesucht, prüfe genau, ob dieser Namen nicht schon an einen anderen Schriftsteller oder Künstler vergeben ist.

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