Tagebuch schreiben – Auf diese 3 Dinge solltest Du achten

Tagebuch schreiben – Auf diese 3 Dinge solltest Du achten

Du möchtest Tagebuch schreiben und weißt nicht, wie Du anfangen solltest. Für deine persönlichen Aufzeichnungen gibt es keine festen Regeln. Jeder Autor schreibt seine Erlebnisse anders nieder. Fast alle Tagebücher haben jedoch 3 Gemeinsamkeiten, wenn Du auf drei simple Dinge achtest, fällt Dir das Schreiben eines Diary gleich viel leichter.

Tagebuch schreiben gehört für viele Menschen zum täglichen Ritual. Es gibt unterschiedliche Gründe, seine Erlebnisse und Gedanken niederzuschreiben. Die meisten Autoren wollen ihre Erinnerungen festhalten. So kann man Jahre später in seinen Aufzeichnungen blättern und an vergangene Zeiten zurückdenken. Ein Tagebuch ist etwas sehr persönliches und jeder geht etwas anders mit seinen Aufzeichnungen um. Vor diesem Hintergrund ist es nicht einfach, Tipps und Ratschläge zum Tagebuch schreiben zu geben. In diesem Beitrag wollen wir das Genre näher beleuchten und einige typische Merkmale herausarbeiten.

Tagebuch schreiben
Viele Menschen nützen ein Buchlein zum Tagebuch schreiben

Erste Formen des Tagebuches sind seit der Antike bekannt. Das Tagebuchschreiben, wie wir es heute kennen, setzte in Europa mit der Renaissance ein, was mit dem steigenden Ich-Bewusstsein der Menschen zu tun hatte. Seit dieser Zeit erfreut sich das Niederschreiben von Erlebten einer großen Beliebtheit. Das Tagebuch schreiben spielt besonders in Krisenzeiten eine große Rolle. Uns sind zahlreiche persönliche Aufzeichnungen aus der Zeit der beiden Weltkriege überliefert. Doch man muss gar nicht ins letzte Jahrhundert blicken. Während der Coronakrise 2020 haben viel Menschen mit persönlichen Aufzeichnungen und Reflexionen begonnen.

Was zeichnet (fast) jedes Tagebuch aus?

Wikipedia spricht von einem „Selbstzeugnis in chronologischer Form“, was nicht für eine Veröffentlichung gedacht ist. Da es sich um Aufzeichnung für sich selbst handelt, spielt der Schreibstil keine große Rolle. So ist es irrelevant, wie Du deine Erinnerungen niederschreibst. Es kann eine Ansammlung von Hauptsätzen sein oder nicht alle Sätze müssen ausformuliert sein. Viele Autoren nutzen ein Buch zum handschriftlichen Niederschreiben. Ein solches Diary hat den Vorteil, dass man Stellen unterstreichen kann. Einzelne Sätze können gestrichen oder neu formuliert werden. Daneben gibt es Menschen, die auf dem Computer Tagebuch schreiben. Gibt es bei diesem sehr individuellen Genre überhaupt Gemeinsamkeit? Drei Merkmale sind typisch für fast jedes Tagebuch.

1. Erinnerungen festhalten

Die meisten Menschen wollen in ihrem Buch Erinnerungen festhalten und Erlebnisse verarbeiten. Dir dürfte es nicht anders ergehen. So kannst Du noch Jahre später in deinen Aufzeichnungen blättern. Dabei blickst Du auf schöne und weniger schöne Zeiten zurück. Schaust Du in Tagebüchern, die schon mehrere Jahre alt sind, rufst Du Dir längst vergessene Details in Erinnerung. Manche Einträge lassen sich vielleicht auch nicht mehr vollständig nachvollziehen. Tagebuch schreiben ist immer subjektiv und emotional.

2. Ein Tagebuch ist immer subjektiv

Die Aufzeichnungen sind persönlich, subjektiv und häufig emotional. Besonders junge Menschen vertrauen ihrem Tagebuch Geheimnisse an. Nicht selten kommt in jungen Jahren ein Buch mit Vorhängeschloss zum Einsatz. Es gibt ein breites Angebot solcher Büchlein mit Schloss auf dem Markt. Ein verlorenes Tagebuch ist eine kleine Katastrophe, da der Autor sich mitunter negativ über Personen aus seinem engen Umfeld äußert und sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Da die Aufzeichnung für keinen anderen Menschen gedacht sind, spielt der Stil keine Rolle.

3. Tagebuch schreiben ist regelmäßig und chronologisch

Nur die wenigsten Menschen bringen die Disziplin auf und schreiben täglich. Unabhängig davon sind Tagebuchaufzeichnungen regelmäßig und chronologisch. Es ist durchaus typisch, dass ein Diary immer wieder zeitliche Lücken von Tagen, Wochen oder gar Monaten hat. Tagebuch schreiben ist immer ein Schreiben über einen längeren Zeitraum. Viele Autoren dokumentieren einen bestimmten Lebensabschnitt für sich selbst. Es werden erfreuliche Zeiten (Schwangerschaftstagebuch) und schwere Zeiten (Kriegstagebuch) gleichermaßen beschrieben.

Die persönlichen Aufzeichnungen für die Öffentlichkeit?

Ein Tagebuch ist etwas Persönliches. Trotzdem spielen einzelne Autoren mit dem Gedanken, ihre Aufzeichnungen zu veröffentlichen. Solche Gedankengänge sind problematisch. Wer an seinem Tagebuch schreibt und dabei immer die Veröffentlichung im Hinterkopf hat, betreibt eine Form der Selbstzensur. Der Autor hat immer Leserschaft im Hinterkopf und prüft sehr genau, was er von sich preisgibt und wie er es formuliert. Öffentliche Tagebücher sind heute verbreitet, man findet sich eher im Internet statt in gedruckter Form. Der große Hype um persönliche Blogs ist jedoch vorbei.

Tagebuch schreiben
Die persönlichen Aufzeichnungen sind nicht für die Öffentlichkeit gedacht.

Immer wieder gelangen Tagebücher (z.B. nach dem Tod des Autors) nachträglich an die Öffentlichkeit. Es handelt sich um Aufzeichnungen von historischem Wert. Häufig findet eine Bearbeitung für die Veröffentlichung statt. Hierbei handelt es sich um einen Sonderfall. Das berühmteste Beispiel dürfte das „Tagebuch der Anne Frank“ sein. Es wurde in über 70 Sprachen übersetzt und gehört heute zur Weltliteratur.

Tagebücher auf dem Markt

Sicherlich gehörst Du auch zu den Personen, für die das Tagebuch schreiben etwas ganz Persönliches ist. Es geht Dir auch nicht darum, deine Erlebnisse und Gedanken im Internet zu veröffentlichen. Für alle Menschen, die regelmäßig handschriftlich in ein Büchlein schreiben, gibt es ein breites Angebot auf dem Markt. Ein Klassiker ist das Buch mit Vorhängeschloss. Zahlreiche Bücher haben eine Vintage-Optik aus Leder oder Kunstleder. Dabei gibt es ebenso Tagebücher, die eher an ein Notizbuch erinnern und einen modernen Look haben.

Sehr häufig handelt es sich um Büchlein im DIN-A5-Format, ohne Linierung mit 100 bis 200 Seiten. Einzelne Produkte haben eine Spiralbindung und die Blätter lassen sich austauschen. Angebot und Auswahl sind sehr groß. Der Markt hat seit langem auf den Wunsch der Menschen reagiert, ein Tagebuch zu schreiben. Die Preise für entsprechende Bücher liegen im Regelfall zwischen 10 bis 20 Euro. Möchtest Du lieber einen Computer für deine Aufzeichnungen nutzen, findest Du eine breite Auswahl an kostenloser und kostenpflichtiger Software.

Fazit des Buchinsider: Was zeichnet ein Tagebuch aus?

Ein Diary ist ein „Selbstzeugnis in chronologischer Form“. Die eigenen Aufzeichnungen sind persönlich und nicht für die Veröffentlichung bestimmt. Da kein Fremder Einblick in das Buch erhält, spielt der Schreibstil keine Rolle. Es ist schwierig, Ratschläge für das Tagebuch schreiben zu geben, da jeder anders mit seinen persönlichen Aufzeichnungen umgeht. Diese drei Merkmale zeichnen fast jedes Diary aus.

  • Erinnerungen festhalten: Ein Tagebuch dient dazu, Erlebnisse zu verarbeiten und Erinnerungen festzuhalten. Wenn Du später in deinen Aufzeichnungen blätterst, stößt Du auf Details, die Du längst vergessen hast. Manche Einträge lassen sich Jahre später nicht mehr nachvollziehen.
  • Subjektiv und emotional: Ein Diary ist subjektiv und häufig emotional. Ein Autor traut dem Tagebuch seine Geheimnisse an und nimmt sich beim Schreiben kein Blatt vor dem Mund. Nicht selten sind Tagebücher mit einem kleinen Vorhängeschloss versehen.
  • Regelmäßig und chronologisch: Ein Diary wird regelmäßig geführt. In den persönlichen Aufzeichnungen gibt es immer wieder Lücken von Tagen, Wochen oder gar Monaten. Es findet im Regelfall Eintragungen über einen längeren Zeitraum statt. Viele Menschen dokumentieren bestimmte Lebensabschnitte für sich selbst.

Die Aufzeichnungen sind nur für einen selbst bestimmt. Wer beim Tagebuch schreiben an eine Veröffentlichung denkt, betreibt Selbstzensur. Der Autor überlegt genau, was er wie niederschreibt. Die meisten Menschen wollen nicht, dass ihr Diary an die Öffentlichkeit gerät. Wer Tagebuch schreiben möchte, findet eine breite Auswahl an Büchlein oder Software auf dem Markt.

 

   



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