Was ist ein Bestseller-Roman? – Autoren-Lexikon

Was ist ein Bestseller-Roman? – Autoren-Lexikon

Es gibt keine einheitliche Definition, was einen Bestseller-Roman auszeichnet. Ein Bestseller ist ein Buch, was sich in einem bestimmten Zeitraum überdurchschnittlich gut verkauft. Als Orientierung gilt eine Verkaufszahl von mindestens 100.000 Exemplaren. Verkaufsschlager bei Romanen sind keine Erscheinung des 20. oder 21. Jahrhunderts. Schon früher haben sich Bücher überdurchschnittlich gut verkauft. Hierzu gehören zum Beispiel Robinson Crusoe von Daniel Defoe (1719) oder Gullivers Reisen von Jonathan Swift (1726). Ein Beispiel für einen deutschen Bestseller sind die Leiden des jungen Werthers von Johann Wolfgang von Goethe (1774). Diese Bücher werden bis heute verlegt und gelesen.

Harry Potter ist einer bekanntesten Bestseller der letzten Jahrzehnte

Als Beispiele für moderne Bestseller wird immer die Harry Potter-Reihe von Joanne K. Rowling genannt. Der Erfolge der Werke war eine große Überraschung auf den Buchmarkt, hieß es doch, mit Kinderbüchern ließe sich kein Geld verdienen. Für viele Autoren bleibt ein Bestseller jedoch ein Traum. Es gibt Zahlen für die Vereinigten Staaten, die besagen, dass von 200.000 Titeln es nur 1 Prozent zu einem Verkaufsschlager bringt.

Wie schreibt man einen Bestseller-Roman?

Neben jedem Autor träumt jeder Verlag von einem Bestseller-Roman. Lässt sich ein solches Buch nach einem bestimmten Muster schreiben oder kann ein Lektor anhand von Merkmalen erkennen, ob sich ein Buch gut verkaufen wird? Es gab immer den Versuch, herauszufinden was einen erfolgreichen Roman ausmacht. Für besonders viel Aufsehen, sorgte im Jahr 2017 das Buch „Der Besteller-Code“ von Jodie Archer und Matthew L. Jockers

Die Wissenschaftler werteten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz eine große Zahl von Büchern aus und ermittelten Merkmale für Bestseller. So soll sich der Autor zum Beispiel beim Schreiben auf wenige Hauptthemen konzentrieren, menschliche Nähe und ein Happy End kommen bei den Lesern gut an. Bei allen Analysen zeigt sich in der täglichen Arbeit von Verlagen, dass sich ein Bestseller-Roman nicht voraussagen lässt. Bestseller sind Werke, die unabhängig von der literarischen Qualität den Geschmack beim Publikum gerade zum richtigen Zeitpunkt treffen.

Begriffe auf dem Buchmarkt – Steady Seller, Longseller und Worstseller

Neben dem Bestseller kennt der Buchmarkt weitere Begriffe, um gut verkaufte Bücher zu benennen. Es gibt den Fast Seller, hierbei handelt es sich um Werke, das einen guten Umsatz in kurzer Zeit erzielt, weil es jeder nach der Veröffentlichung lesen will. Hier kann es sich neben Romanen um Sachbücher wie Enthüllungsbücher handeln. Ein weiterer Begriff ist der Longseller, hier bezeichnen Verlage Bücher, die sich über einen langen Zeitraum gut verkaufen. Es kann es sich um klassische Werke handeln, die immer wieder gekauft und gelesen werden. Dazu gibt es den Steady Seller, in diesem Fall verkauft sich ein Buch über einen längeren Zeitraum gut. Ein Beispiel ist das Bürgerliche Gesetzbuch, das Buch wird beständig von Studenten für verschiedene Studiengänge benötigt.

Neben dem Bestseller-Roman und seinen Varianten gibt es den Worstseller. Es ist der Alptraum von Autoren und Verlagen. Es gibt immer wieder Bücher, die sich einfach nicht verkaufen lassen. Mancher Worstseller ging nicht in einem Jahr weniger als 10 Mal über die Ladentheke.



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